Lulú

Geburtsdatum: 26.02.2012
Geschlecht: weiblich
Rasse: Mischling
Schulterhöhe: ca. 40-50 cm, 16 kg
Endgröße: ausgewachsen
Gechipt / Geimpft: 
Kastriert:
Mittelmeercheck (MMC): folgt
Ergebnis MMC:   
Handicap / Behinderung: angeborener MÖ (Megaösophagus)
Krankheiten: keine bekannt
Notfall  
Aufenthaltsort: 40789 Monheim
Schutzgebühr:

100,- €, + 75,- € MMC + 150,- €
Transport auf dem Landweg

Lulú sucht:   
eigene Familie:
Pflegestelle:  
Paten: 
Lulú verträgt sich mit:  
Rüden: Hündinnen:
Katzen: unbekannt Kindern:
Voraussetzungen / Optionen:  
Welpen- bzw Hundeschule:
ländliche Lage / Grundstück:  ✔ 
Wohnung / Reihenhaus: 
Ersthund erwünscht:   gerne
kann allein bleiben:  nein

Sonstiges:

 

NEUES VON LULÚ - Update 14.08.19

Sie ist DA!!! Unsere süße Lulù ist seit 11.08. bei ihrer Pflegemutter in Monheim. Die Überführung vom Canile nach HOPE, der kurze Aufenthalt dort plus die Fahrt nach Deutschland sind der Maus natürlich nicht in den Kleidern hängen geblieben. Sie hat jeden, der mit uns auf Sardinien war, sehr berührt; alle waren höchst besorgt, wie sie das alles packen würde mit ihrer Erkrankung und den vielen für sie neuen Situationen.

 

Die Fahrt verbrachte sie größtenteils schlafend, dennoch war sie bei ihrer Ankunft natürlich erschöpft. Damit hatten wir gerechnet. Ihre Pflegemama Jutta kommt aus der Pflege und hat sich ausführlich mit der Erkrankung MÖ (Megaösophagus) und den Tipps und Tricks beschäftigt, weicht Lulù nicht von der Seite.

Als erstes wurde sie Montag dem Tierarzt vorgestellt, weil sie Flüssigkeit brauchte und wir ihren Status sowie 2 Röntgenbilder ihrer Lunge. Lulù war in der Praxis derart gestresst, dass weder die zweite Thoraxaufnahme noch das Kürzen der überlangen Krallen möglich war. Der Arzt befürchtete, dass die Maus sonst kollabiert vor Aufregung.

 

Nach 2 Tagen Infusionen (hat Jutta Zuhause gemacht) erhob sich Lulù wie Phönix aus der Asche und erkundet das Haus, ist wie ausgewechselt! Jutta ist sehr erfinderisch und hat ihr aus dicken Kissen und Decken ein Bett gebaut, in dem sie bequem, aber mit erhöhter Kopfposition schlafen kann. Das ist ganz wichtig, um Reflux oder Regurgitieren der Nahrung zu vermeiden. Jutta erzählt, dass sie anfangs den Eindruck hatte, Lulù vermeide das Fressen, um nicht von dem furchtbar anstrengenden, schmerzenden Würgen heimgesucht zu werden, das viele Jahre nach jeder! Mahlzeit im Canile erfolgte. Das konnte Jutta natürlich absolut nachvollziehen, aber die Kleine muss unbedingt ausreichend fressen, sie ist sehr dünn. Also musste eine für Lulù akzeptable Lösung her, bis der Futterstuhl da ist.

Erst heute war es möglich, sie für die Anfertigung des Bailey Chairs zu vermessen, da sich ihr Stresspegel in Grenzen hielt. Der Stuhl wurde in Auftrag gegeben, hat jedoch natürlich Produktions-und Lieferzeiten.

Bis es soweit ist, hat sich Jutta etwas pfiffiges und zudem sehr effizientes einfallen lassen:

Sie legt Lulù ein Tragegeschirr an und sichert sie mittels einer langen Kordel so, dass sie im Sitzen fressen muss und sich auch bis ca. 10 Minuten danach nicht ablegen kann. Auf diese Weise bleibt die Speiseröhre in einer vertikalen Position. Das Futter rutscht in den Magen und bleibt auch dort. Sobald die Nahrung sich gut im Magen verteilt hat, kann sie aus dem Geschirr entlassen werden. Seit Lulù auf diese Weise gefüttert wird, hat sie kein EINZIGES Mal mehr qualvoll alles hoch gewürgt oder aspiriert und zudem richtig tollen Appetit entwickelt! Diese Übergangslösung ersetzt die Funktion des Futterstuhls gut, Lulu kann endlich ungestraft mampfen und es schmeckt ihr. Jutta überwacht die Süße akribisch und macht alles mit sehr viel Ruhe und Gelassenheit. Wir können uns keine bessere Pflegestelle vorstellen. Toller Job Jutta!

 

Wie man auf den Fotos sieht, ist Lulù ein bildhübsches Mädel, der leidende, unterwürfige und gequälte Ausdruck in ihren Augen ist bereits verschwunden – sie fängt endlich an zu leben! Wir sind happy und berichten demnächst natürlich weiter.


Rettungsengel aufgepasst - Lulú benötigt einen Bailey Chair

Wir tanzen vor Freude immer noch um den Tisch, weil die kleine Lulú Anfang August auf eine tolle, sehr versierte Pflegestelle reisen darf! Da hört man den Hinkelstein plumpsen…

Nun bitten wir Euch ganz herzlich noch einmal um Eure Hilfe:

Sobald die Maus angekommen ist, muss sie vermessen werden, damit wir einen für sie passenden Fütterungsstuhl anschaffen können. Und zwar einen BAILEY CHAIR der Firma Bailey Chairs 4 Dogs. Er ist einzigartig: Dick gepolstert, kompakt, mit einer Tür sowie einem Napfeinlass erhältlich. Nach dem Fressen kann Lulu sogar bequem eine kurze Zeit darin verweilen, falls das nötig sein sollte. Dieser Stuhl rettet unzählige Leben, bitte schaut Euch die Videos dazu an, zu finden auf der Homepage des Herstellers. Keine Angst - zwar englisch, aber völlig selbsterklärend!

https://www.baileychairs4dogs.com/bailey-chair-videos

Ist das nicht einfach klasse?!

Im Netz gibt es unzählige weitere Videodokumentationen, die zeigen, wie Hunde mit einem MÖ (Megaösophagus) dank dieses Stuhls ein normales Leben führen können. Die meisten parken nach einer Weile sogar freudig selbstständig in den Bailey Chair ein. Dieses Plus an Sicherheit und Lebensqualität müssen wir für Lulù unbedingt erreichen! Bitte lasst uns gemeinsam für ihren persönlichen Stuhl sammeln. Das Sparschwein steht bereit und wartet auf „Futter“.

Spendenstichwort: LULÚS STUHL

Spendenbarometer:

Heike v. M. 100 €

Nicole G.     125 €

Petra B .         25 €

Norbert K.   30 €

Sabine D.      50 €

Kathrin S.     20 €

Herzlichen Dank den Spendern!

HILFE! Lulù braucht DRINGEND einen speziellen Pflege- oder Endplatz!

Ende Juni besuchten wir eines der vielen Canili Sardiniens. Das sind städtische Tierheime, in denen Hunde unter oft unsäglichen Bedingungen gegen eine tägliche Prämie aufbewahrt werden. Es ist schlicht ein Geschäft, nicht zu vergleichen mit unseren Tierheimen. Es gibt, wenn überhaupt, nur eine rudimentäre medizinische Versorgung. Krank oder alt darf man schon gar nicht sein. Es ist für alle Hunde eine Einbahnstrasse; sie verharren dort meist lebenslang bis zu einem einsamen, elenden Tod.

 

Wir waren dort, um Hunde zu retten und trafen auf Lulù. Die zarte Hündin lag bei über 40 Grad Celsius! in Seitlage in der Sonne und rang lautstark und verzweifelt nach Luft. Jeder Atemzug verursachte ein furchtbares Röcheln. Sofort erkundigten wir uns, was mit Lulù los ist und verlangten, dass man der leidenden Hündin hilft. Solche Situationen sind es, in denen wir schier verzweifeln möchten…

Es ist ziemlich schwierig, dort schnell etwas zu bewegen, deshalb mussten wir ein Heidentheater veranstalten. Wir erfuhren, dass Lulù unter einem Megaösophagus leidet. Dies war bekannt und man tut einfach NICHTS!

 

Ein Megaösophagus ist eine krankhafte Erweiterung der Speiseröhre, angeboren oder erworben. Normalerweise ist der Muskelschlauch zusammengezogen. Bei dieser Erkrankung jedoch ist die Speiseröhre geweitet und mit Luft gefüllt. Wenn der Hund frisst, gelangt ein Großteil des Futters nicht in den Magen, sondern bleibt in den Aussackungen liegen. Oft würgt der Hund es wieder hoch. Dies ist kein Erbrechen, sondern ein Regurgitieren der unverdauten Nahrung. Eine Komplikation ist eine schwere Lungenentzündung, weil die Hunde das Futter aspirieren, d.h., es landet fälschlich in der Luftröhre.

Genau dies ist bei Lulù der Fall! Es grenzt an ein Wunder, dass die Maus noch lebt. Wir haben erreicht, dass sie in ein Einzelgehege gesetzt und unter Antibiotika gestellt wurde. Nun müssen wir sie dringend dort herausholen. Sie hat kaum Überlebenschancen, wenn wir es nicht tun, und der Leidensdruck ist jenseits von Gut und Böse.

 

Hunde mit Megaösophagus können durchaus ein normales Leben führen, wenn man sie richtig füttert! Sie müssen in einer Position fressen, in der die Speiseröhre senkrecht steht, damit die Nahrung in den Magen rutscht. Dafür gibt es spezielle Vorrichtungen oder man bedient sich eines stark erhöhten Futterplatzes. Eine Treppenstufe, Handfütterung in Sitzposition etc. – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Bewährt haben sich häufige, kleinere Mahlzeiten, die nicht geschlungen werden. Trinken sollten die Hunde auch in obiger Position. Manche kommen mit Futterbrei besser zurecht, andere mit kleinen Stückchen, das muss man ausprobieren. Bei den meisten reicht es, wenn sie nach der Futter- oder Wasseraufnahme einige Minuten aufrecht bleiben. Sollte es länger brauchen, kann man sich einen Futter-Stuhl bauen oder besorgen, ähnlich einem Hochstuhl für Kleinkinder. Es gibt zig praktische Tipps von Betroffenen und den Hunden hilft es ungemein. Auch die Schlafposition sollte so gestaltet sein, dass Kopf und Speiseröhre höher liegen als der Magen – ein dickes Kissen oder ähnlich.

Eigentlich recht simpel, aber im Canile stellt man Lulù einfach das Futter auf den Boden und nimmt in Kauf, dass sie daran stirbt. Das ist inakzeptabel!

 

Wir möchten Lulù so schnell wie möglich aus dieser lebensgefährlichen Situation holen und suchen für diese spezielle Hündin spezielle Menschen. Menschen, die bereit sind, sich auf ihre Erkrankung einzulassen und ihr mit den obigen Handgriffen ein normales Leben zu schenken.

Wer kann Lulù einen Pflegeplatz oder ein Zuhause bieten? Dass wir Euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und unterstützen, ist selbstverständlich. Bitte meldet Euch, für Lulù kann jede Mahlzeit im Canile ihre letzte sein…

Wir vermitteln bundesweit.

 

Ansprechpartnerin für die Vermittlung:
Karin Loebnitz
Mobil:  0177/ 7003377
E-Mail k.loebnitz@saving-dogs.de

 

Die Informationen stammen von unseren in den jeweiligen Einrichtungen ansässigen Kolleginnen und Kollegen und Tierärzten.

In regelmäßigen Abständen besuchen unsere Vermittler die Schützlinge vor Ort.

Eine umfassende Beurteilung ist oftmals aufgrund der schwierigen Lebensumstände in den Tierheimen nicht möglich.

Die Angaben zur Körpergröße sind geschätzt. Gewichts- und Altersangaben können, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Feststellung,  abweichen.

Sofern "unbekannt" angegeben ist, kann saving-dogs leider keine näheren Angaben machen.

Krankheiten geben wir grundsätzlich an, sofern sie uns bekannt sind. Bisher unerkannte Krankheiten können wir nicht ausschließen.