Lana

September 2022

Geburtsdatum: 01.09.2020
Geschlecht: weiblich
Rasse: Mischling
Schulterhöhe: ca. 55 cm,  20 kg
Endgröße: ausgewachsen
Gechipt / Geimpft: 
Kastriert / Sterilisiert:
Mittelmeercheck (MMC):
Ergebnis MMC:  1.+2. MMC  komplett negativ
Handicap / Behinderung:

Hirnbalken Agenesie

Krankheiten: keine bekannt
Notfall nein
Aufenthaltsort:  42477 Radevormwald
   Meine Transportkosten wurden gespendet von Margitta B.
Lana sucht:   
eigene Familie:
Paten: 
Lana verträgt sich mit:  
Rüden: Hündinnen:
Katzen: hundeerfahrene Katzen Kindern: ab ca 15 Jarhren
Voraussetzungen / Optionen:  
Welpen- bzw Hundeschule:
ländliche Lage / Grundstück: 
Wohnung / Reihenhaus:   
Ersthund erwünscht: nein
kann allein bleiben:  nein

Sonstiges:

 Kieferbruch (siehe Vermittlungstext)

   

Spendenbarometer Lana:

Renate + Gerd-Hans B.  250.-€

Anika R. 50.-€

Renate + Gerd-Hans B.  350.-€

Andreas J. 50.- €

Elisabeth L. 300.-€

Manuela M.B. 50.-€

 

Heike U.F. 150.-€

Edeltraud M. 450.-€

Gabriele H. 5.-€

Renate + Gerd-Hans B.  250.-€

Anke B. 100,-€

Gabriele H. 5.-€

Die bis hier eingegangenen Spenden wurden für Voruntersuchungen und Klinik-Diagnostik eingesetzt und aufgebraucht.

 

Spendenbarometer Kiefer-OP

September 2022

Andrea M. 50,-€



Update September 2022 - Lana freut sich!

Und wir natürlich mit ihr: Lana hat die lange geplante Zahn-OP erfolgreich absolviert! Sie musste erst medikamentös gut eingestellt und stabil genug für den Eingriff sein. Es wurden 2 Zähne gezogen und auch die Wurzel eines (bereits zu Canile-Zeiten) abgebrochenen Backenzahns entfernt. Endlich kann sie ihren Fang komplett schließen und die Zunge fällt nicht mehr vor! Das bedeutet ein großes Plus an Lebensqualität für das taffe Mädchen. Bereits wenige Tage nach der OP leert sie nun mit Wonne ihre Futterschüssel in 2 Minuten, statt mühsam darin herumzustochern. Auch das häufige Leerkauen aufgrund der Missempfindungen im Kiefer ist verschwunden. Ein wertvolles Stück Normalität für diese gebeutelte Hündin.

 

Lanas Sparbuch war bereits durch die umfangreiche Diagnostik in der Klinik, die ihre schwere Behinderung (Corpus Callosum Agenesie) zutage förderte, geplündert. Wir würden uns deshalb wirklich sehr über eine Spende freuen: Die Kieferoperation hat ein Loch in unsere Notfallkasse gerissen, das wir stopfen müssen. Denn wir haben so viele Hunde, die ebenfalls dringend Hilfe brauchen. Mille Grazie!

Update Mai 2022

Lana – zutiefst erschütternde Diagnose für die Junghündin mit Löwenherz

Nach Kardio-Check und Blutuntersuchung im Februar wurde Lana auf das Medikament Sotalol (Beta-Blocker) eingestellt. 2 x täglich in einer Leberwurstkugel verpackt, geht das völlig problemlos. Anfang April zeigte sich bei einem 10-Minuten EKG, dass sich die Arrhythmien ganz deutlich verbessert haben und Lana jetzt narkosefähig ist! Die Kieferkorrektur sollte nun vorgenommen werden. Da zur Risikominimierung ein mitlaufendes EKG sowie ein Notfallmanagement gegeben sein müssen, wollten wir dies in einer Klinik mit dem nötigen Equipment realisieren.

Es kam jedoch anders: Kurz darauf erlitt Lana den ersten von mehreren schweren Krampfanfällen. Wir bekamen einen Termin für Ende April in einer 100 km entfernten Fachklinik, um unsere Maus noch einmal auf den Kopf stellen zu lassen. Andere hätten vielleicht wegen der enormen Kosten schon aufgegeben, aber wir wollten und mussten es wissen. Wachdiagnostik: Noch einmal umfassende klinische und neurologische Untersuchungen, noch einmal Gangbildanalyse, Ultraschall des Bauchraums, detaillierte Blutuntersuchungen und vor allem: Ein MRT des Schädels mit Kontrastmittelgabe. Letzteres wurde, neben einer Liquorpunktion, unter Narkose durchgeführt.

 

Das Ergebnis ist so ungewöhnlich wie niederschmetternd:

Lana leidet unter einer angeborenen Fehlbildung des Gehirns, einer Corpus callosum Agenesie (CCA). Das bedeutet in einfachen Worten: Der Hirnbalken (bestehend aus Millionen Nervenfasern), der normalerweise die rechte und linke Gehirnhälfte verbindet, fehlt ganz oder teilweise. Bei Lana ist beides der Fall: Ein Teil des Balkens ist gar nicht ausgebildet, andere Areale sind unterentwickelt. In der Veterinär-Literatur ist diese Erkrankung nicht sehr häufig beschrieben, da sie so selten ist. Selbst die Tierärzte in der Klinik wussten nicht sofort, was genau sie da im MRT sahen. Fakt ist, die beiden Hirnhälften können ohne den Hirnbalken nicht bzw. nur unzureichend kommunizieren, was zu einer Vielzahl unterschiedlicher Symptome führt, die nicht bei jedem Patienten identisch sind. Außerdem ist die Erkrankung progressiver Natur, entwickelt sich also kontinuierlich weiter.

 

Bei Lana haben sich bisher ein häufiges Kreiswandern, Jagen der eigenen Rute bei Aufregung und eine Ataxie (neurologische Störung der Bewegungsabläufe und -koordination) entwickelt. Sie rudert beim Traben mit den Vorderläufen, die Bewegungen werden zu ausladend ausgeführt (Hypermetrie). Krampfanfälle sowie reduzierte Lernfähigkeit gehören zum Krankheitsbild der CCA. Auch eine hohe Stressanfälligkeit – durchaus auch durch positiven Stress – ist beschrieben.

Der Hirnbalken lässt sich nicht rekonstruieren, deshalb richtet sich die Behandlung nach den Beschwerden aus: Lana bekommt nun täglich ein Medikament gegen die Krampfanfälle. Der Serumspiegel wird in 4 Wochen überprüft. Sie bekommt weiterhin ihr Herzmedikament sowie einen Vitamin-Komplex. Die Pflegestelle kennt unser Sorgenkind inzwischen sehr gut und wird auf jede Veränderung genau achten.

 

Nach diesen furchtbaren Neuigkeiten möchten wir jedoch nicht versäumen, folgendes zu sagen: Es gibt einerseits die Diagnostik, die Laborwerte, das Papier. Und es gibt andererseits diese junge Hündin, die sich gegen alle Hindernisse an ihr kostbares Leben klammert: Lana ist nach wie vor eine fröhliche Rennsemmel, die aus purer Bewegungsfreude über die Wiesen flitzt und im Freilauf übrigens traumhaft zuverlässig ist! Im Alltag ist sie manchmal tollpatschig oder weiß nicht, wie man „angemessen“ reagiert. Deshalb wirkt sie zuweilen distanzlos oder sogar etwas aufdringlich, wenn sie etwas einfordert. Sie reagiert öfters atypisch auf harmlose Dinge wie z.B. Kleidungsstücke oder bestimmte Bewegungen. Ihre schwere körperliche und geistige Behinderung gibt uns jedoch einen neuen Blickwinkel darauf: Lana kann es einfach nicht besser oder anders; sie gibt sich aber unendliche Mühe, diese Dinge zu managen! Sie kann inzwischen „Sitz“ „Bleib“ und „Komm“ umsetzen, geht trotz ihrer Koordinationsprobleme täglich eine Wendeltreppe hoch und runter, weil sie unbedingt bei ihrem Pflegepapa kuscheln möchte. Oder sie setzt sich in Zeitlupe hin (weil der Bewegungsablauf schwierig für sie ist), sieht mit großen Augen ihre Leute an und erwartet die wohlverdiente Belohnung für ihr freiwillig! aufgeführtes Kunststück.

 

Lana rührt uns sehr mit ihrem Überlebenswillen. Deshalb tun wir alles, damit ihr Leben so lange wie möglich lebenswert bleibt. Natürlich wäre ein sehr ruhiges, stressarmes Zuhause ohne andere Hunde, in dem sie der Mittelpunkt ist, ideal. Wir wünschen uns das sehr für sie, aber es ist die berühmte Stecknadel im Heuhaufen…Lana ist nicht einfach und doch so unkompliziert, wenn man sich auf sie einlässt und einige Dinge mitbringt.

Der unbehandelt verheilte Kieferbruch hat nichts mit der CCA zu tun, sondern ist die Folge eines zusätzlich erlittenen Traumas. Da die Korrektur unter entsprechendem Management nun möglich ist, werden wir das sobald wie möglich in Angriff nehmen. Zunächst beobachten wir aber, wie Lana auf die neue Medikation anspricht, da Krampfanfälle ein zusätzliches Narkoserisiko bergen.

Update 04.02.22 – vorläufige Ergebnisse Kardio-Check

Leider hat sich bestätigt, dass Lanas Herz fast kontinuierlich Extrasystolen zeigt. Wir werden nun auf Anraten der Kardiologin bestimmte herzrelevante Parameter überprüfen lassen, um einer möglichen Ursache auf den Grund zu gehen. Abhängig von den Ergebnissen erfolgt dann (gegebenenfalls) eine medikamentöse Therapie, um das Herz in einen normalen Rhythmus zu bringen. Das ist, neben dem Schutz des Organs, erforderlich, um die Narkosefähigkeit für die Kieferkorrektur herzustellen.

 

Update 21.01.22 – Kardiologie-Check verschoben

Der für den 13. Januar angedachte Termin bei der Kardiologin, auf den wir so dringend gewartet haben, wurde wegen eines Notfalls 1 Tag vorher abgesagt. Wir haben nun einen neuen Termin am 02.02.22 bekommen.

Video: 16.5.22


Update 19.12.21 – Das arme Mäuschen hat kein Glück

Wir alle haben dem 10. Dezember entgegen gefiebert, denn die Operation bedeutete für Lana den Unterschied zwischen Fang schließen / Zunge innen halten können und offenem Fang mit Vorfall der Zunge und damit starken Missempfindungen. Sie bedeutete normal fressen, normal leben. Es sollte jedoch anders kommen:

Am Morgen der OP horchte der Zahnarzt Lana sorgfältig ab, wie es sich vor einem Eingriff gehört. Dann eröffnete er der PS, die Lana begleitete, dass die Maus deutliche Herzarrhythmien hat und er sie deshalb nicht dem Narkoserisiko aussetzen könne. Der Facharzt hatte Lana bei der Vorstellung einige Wochen zuvor natürlich schon einmal gründlich untersucht und abgehört. Beim ersten Mal war absolut nichts Auffälliges zu hören. Lana wurde auch 2 Mal beim Haustierarzt abgehört, als sie zur Blutabnahme und zum Mittelmeercheck musste. Auch dort waren keinerlei atypische Herzgeräusche zu verzeichnen.

Der Tierzahnarzt riet uns zu einem kardiologischen Konsil. Da diese Fachärzte nicht an jeder Ecke zu finden und wir immer bemüht sind, den oder die Beste für unsere Schützlinge zu konsultieren, müssen wir uns bis zum 13. Januar 2022 gedulden. An diesem Tag stellen wir Lana einer renommierten Kardiologin vor. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden wir hier berichten.

 

Lana ist seit August bei ihrer Pflegefamilie und inzwischen hat sich gezeigt, dass sie am liebsten Einzelprinzessin wäre, weil sie gerne ständig ganz nahe bei ihren Menschen ist und nicht teilen möchte, was sie nach den Entbehrungen der Vergangenheit nun für sich entdeckt hat: Ausgiebige Schmuseeinheiten und Aufmerksamkeit liebt sie und fordert diese auch ein. Auf den Erstrüden reagiert Lana deshalb zuweilen etwas eifersüchtig. Mit Katzen kommt sie gut aus, aber diese sollten unbedingt hundeerfahren sein und sie zu nehmen wissen. Lana hat vermutlich in der Zeit vor dem Canile stark gehungert, denn sie verteidigt ihren Napf, obwohl sie jetzt nicht mehr ums Essen kämpfen muss. Dieses zarte Mädchen hat noch nie im Leben etwas besessen, deshalb ist sie auch bei Spielzeugen oder Liegeplätzen noch in der Idee „Meins-bleib da weg“ unterwegs. Das muss man einfach wissen und entsprechend händeln, um mit ihren Sorgen umgehen zu können. Das wird sich voraussichtlich legen, aber das dauert. Deshalb ist ein Ersthund, der (aus Lanas Sicht) ständige Konkurrenz bedeutet, eher kontraproduktiv.

Wir müssen davon ausgehen, dass die Süße derzeit noch permanent Missempfindungen in ihrem Kiefer erdulden muss. Dies hat unserer Einschätzung nach auch Einfluss auf ihr Verhalten. Sie möchte ein ganz normales junges Mädchen sein, aber das ist ihr bisher nicht vergönnt. Es tut uns weh, sie so zu sehen, weil Lana sich wirklich Mühe gibt, sich ins Familienleben einzugliedern. Sie ist vom Naturell her ein fröhliches und sehr bewegungsfreudiges Mädchen. Aber manchmal kann sie halt nicht aus ihrer Haut - und das ist nicht ihre Schuld! Ihr fehlt noch Gelassenheit, weshalb sie bei Bewegungen und Aktivitäten im Haus oft von ihrem Ruheplatz aufspringt und kontrolliert, was gerade so vor sich geht. Sie hat auch Angst, verlassen zu werden und folgt einem wie ein kleiner Satellit.

 

Ihre künftige Familie sollte deshalb viel Einfühlungsvermögen und Verständnis mitbringen und sich auch von Lanas kleinen „Zickereien“ nicht aus der Fassung bringen lassen. Die Schmerzen, die sie in ihrem jungen Leben erdulden musste, kann man nur nach und nach herausstreicheln. Lana braucht einen ruhigen Haushalt mit viel Routinen und gleichbleibenden Ritualen, um ihre Mitte zu finden. Und einen Job als Immer-Dabei-Hund. Ihre Menschen müssen unbedingt taff und hundeerfahren sein.

Update 27.10.21 – Lanas Besuch beim Zahnarzt

Es gibt wirklich tolle Neuigkeiten: Lana war gestern bei unserem Tierzahnarzt, der sich Gebiss und Kiefer gründlich angesehen hat. Er kann ihr erfreulicherweise mit einem relativ unkomplizierten Eingriff helfen! Wir sind happy, denn bald wird unsere Maus ein normale funktionierendes „Esszimmer“ besitzen:

Die Folgen ihres damaligen Kieferbruchs sind ein distaler Kreuzbiss, ein Mesialbiss mit frontaler Kiefersperre und eine Zahnfraktur mit Wurzelresten. Dadurch kann Lana den Fang nicht komplett schließen. Dies wiederum führt zu einem leichten Vorfall der Zunge sowie vermehrtem Speicheln. Aber nicht mehr lange!!

Es müssen lediglich 2 Zähne gezogen werden, damit Biss und Gegenbiss problemlos ineinander greifen. Dann kann Lana den Fang normal schließen. Ihre Zungenspitze wird nicht mehr heraushängen. Natürlich wird auch der abgebrochene Backenzahn nebst Wurzelresten entfernt. Lana ist danach wie neu - sie darf alles fressen und auch harte Kauartikel bekommen. Der Eingriff findet am 10. Dezember statt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 500-600 Euro. Wir können es kaum erwarten, ihr süßes Gesichtchen endlich in normalem Zustand zu sehen.

 

Update 16.10.21 – Neues von Lana

Lana wurde am 11. Oktober in der Klinik komplett neurologisch untersucht; es zeigten sich hierbei keinerlei Auffälligkeiten. Deshalb sehen wir von der angedachten CT des Schädels ab. Wir werden die Süße Ende des Monats einem Zahnspezialisten vorstellen, um auch bezüglich ihres Kiefers alle diagnostischen bzw. therapeutischen Möglichkeiten auszuschöpfen und nichts zu übersehen.

Lana, was hat man dir nur angetan?! Du solltest sterben…

Als wir von ihrer Existenz erfuhren, war Lana laut Aussage der Canile-Mitarbeiter etwa 8 Monate alt. Der Kieferbruch, mit dem sie dort eingeliefert wurde, sei inzwischen (unbehandelt!) verheilt. Als Überbleibsel dieser Verletzung schlabbert Lana etwas beim fressen, weil ihr mal ein paar Bröckchen daneben fallen, sagte man uns.

Wir nahmen das fröhliche, agile Mädchen in die Vermittlung auf. Als auf HOPE ein Platz frei wurde, holten wir Lana sofort aus dem Canile. Nun konnte sie zumindest im Freilauf toben und hatte menschlichen Zuspruch. Es ist jedoch in einer Auffangstation mit 2 Pflegerinnen für alle Bewohner nicht möglich, den Fokus so intensiv auf einen einzelnen Hund zu legen wie auf einer PS in Deutschland mit Ganztagsbetreuung.

  • Als Lana Mitte August bei ihrer Pflegefamilie eintraf, kam der Punkt, an dem wir ihre Geschichte umschreiben mussten: Es zeigte sich bald, dass die Kleine trotz uneingeschränkter Mobilität ein auffälliges Gangbild hat. Wir stellten Lana deshalb zeitnah unserem renommierten Orthopäden vor, der sie unter Narkose röntgte – selbstverständlich auch ihren Kiefer und Schädel. Die Resultate:Orthopädisch ist alles in Ordnung, Ellenbogen, Hüften und Knie einwandfrei. Aber alle(!) Wachstumsfugen sind noch offen. Das bedeutet, dass Lana deutlich jünger ist als auf dem Papier. Der zuständige Veterinär auf Sardinien legt grundsätzlich das Alter fest und gemäß Ausweis ist sie 1 Jahr alt. Tatsächlich jedoch erst etwa 7-8 Monate.
  • Lanas Gebiss weist alle Zähne auf, jedoch stehen Ober- und Unterkiefer so schräg zueinander, dass sie sich den unteren Fangzahn beim fressen entweder in den Gaumen drückt oder damit den oberen Fangzahn berührt. Das ist schmerzhaft! Deshalb darf Lana keinesfalls Trockenfutter bekommen oder auf etwas Hartem kauen. Letzteres ist gerade für einen Junghund, der noch ein starkes Nagebedürfnis hat, die Höchststrafe.
  • Die Zunge weist einen tiefen horizontalen Riss weiter hinten auf. Dort fehlt Gewebe. Wir können nur vermuten, dass dies entweder eine Folge des Kieferbruchs ist (draufbeißen) oder direkt dabei passiert ist.

Da Lanas Knochenbau komplett in Ordnung ist und weder Narben noch alte Verletzungen sichtbar sind, können wir einen (Auto)Unfall ausschließen. Unser Orthopäde vermutet, dass das auffällige Gangbild eine neurologische Ursache hat und rät zu einer Computertomografie des Schädels. Das Röntgenbild konnte hierüber keinen Aufschluss geben. Es ist beinahe Gewissheit, WIE Lana sich den Kieferbruch zugezogen hat, nachdem ein Unfall nicht in Frage kommt:

Entweder durch einen brutalen Fußtritt vor den Kopf oder einen heftigen Schlag mit einem harten Gegenstand (Schaufel, Brett…), um sich ihrer zu entledigen. Und das wurde Lana angetan, als sie noch ein Baby war!! Leider sind solche Gräueltaten noch immer eine Methode, sich ungewollter Welpen zu entledigen. Lana hat so gut wie sicher eine schwere Misshandlung und ein Trauma wie durch ein Wunder überlebt! Wir wagen uns kaum vorzustellen, was sie als Welpe durchlitten hat...

 

Es ist unglaublich, dass sie trotzdem so ein fröhliches, aufgeschlossenes Mädchen ist. Altersbedingt hat sie ein ausgeprägtes Lauf- und Bewegungsbedürfnis und kommt noch nicht schnell „runter“. Sie geht schon prima an der Schleppleine, findet Spaziergänge spannend, tobt und rennt durch den Garten, beschäftigt sich unermüdlich mit ihren Spielzeugen. Lana ist stubenrein und hat, wie jeder Teenager, viele kreative Ideen. Im Haus fordert sie - etwas tollpatschig und persönlich - die Katzen zum Spielen nach Hundeart auf, da muss man ihr zuweilen Einhalt gebieten. Um Kiefer und Zähne zu schonen, wird sie schlicht aus einer weichen, biegsamen Schüssel gefüttert. Das klappt wunderbar - Lana verputzt jede Mahlzeit mit Begeisterung, es bleibt nicht ein Häppchen übrig.

 

Nun versuchen wir, uns per CT Gewissheit darüber zu verschaffen, ob Lanas Gehirn bei dem Vorfall auch Schaden genommen hat (Knochensplitter, Quetschung etc.) und eventuell das Gangbild erklärt. Der Termin zur Erstvorstellung in der Klinik ist für den 11. Oktober angesetzt, dann erst wird die Untersuchung terminiert. Wir haben auf eine schnellere Abklärung gehofft, müssen uns aber leider gedulden. Drückt der tapferen Maus bitte die Daumen! Wir melden uns danach mit Neuigkeiten zurück.


Ansprechpartnerin für die Vermittlung:
Karin Loebnitz
Mobil:  0177/ 7003377
E-Mail k.loebnitz@saving-dogs.de

 

Die Angaben zur Körpergröße sind geschätzt. Gewichts- und Altersangaben können, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Feststellung, abweichen.

Sofern "unbekannt" angegeben ist, kann saving-dogs leider keine näheren Angaben machen.

Krankheiten geben wir grundsätzlich an, sofern sie uns bekannt sind. Bisher unerkannte Krankheiten können wir nicht ausschließen.