Ronny

Geburtsdatum: 01.01.2017
Geschlecht: männlich
Rasse: Maremanno-Mischling
Schulterhöhe: ca. 65 cm, 45 kg
Endgröße: ausgewachsen
Gechipt / Geimpft: 
Kastriert / Sterilisiert:
Mittelmeercheck (MMC):
Ergebnis MMC: 

Filarien, Leishmaniose, Anaplas-mose, Borreliose negativ. Ehrlichiose positiv, bereits behandelt.

Handicap / Behinderung: nein
Krankheiten: Räude 2019, Behandlung abgeschlossen. Filarien  9/2019 Behandlung 2019-2020, Nachtest 09.2020 : negativ
Notfall nein
Aufenthaltsort: Sardinien, Hope
  Meine Transportgebühr wurde gespendet
Ronny sucht:   
eigene Familie:
Paten: 
Ronny verträgt sich mit:  
Rüden: Hündinnen
Katzen:  nein
Kindern: ab 12 Jahren
Voraussetzungen / Optionen:  
Welpen- bzw. Hundeschule:
ländlicher Lage / Grundstück:  gut eingezäunt
Wohnung / Reihenhaus:   
Ersthund erwünscht: gerne
kann allein bleiben: 

1-3 Stunden bisher

Sonstiges:

Haltungsbedingungen

 

Ronny hat viele Herzen berührt:

Claudia v. S.  50 €

Suzanne T. 50 €                  

Sabine D. 50 €

Claudia F. 50 €

H.R. + S.P 100 €

Manuela B. 50.-€


Meine Paten:

Martina H. 5,-€ monatlich

Bettina V. 5,-€ monatlich


Update 14.06.

Ronny litt schon arg unter der beginnenden Sommer-Hitze. So hat unsere Claudia kurzerhand die Schermaschine genommen und seinen Pelz erheblich gekürzt. Ein wenig unrund sieht es aus - aber Ronny ist das total egal und wir können feststellen: er genießt es. Seinen Schlaf -und Ruhebereich konnten wir zusätzlich mit einem Sonnensegel versehen. So waere Ronny gerüstet für die kommenden heißen Monate. Nichtsdestotrotz suchen wir für den tollen Kerl immer noch herdenschutzhunderfahrene Leute mit großem eingezäunten Areal und enger Familienanbindung.

Er ist ein kleiner Eigenbrödler und daher sollten Sie die Eigenarten eines Herdenschutzhundes kennen und idealerweise lieben.

 

Rufen Sie mich an, ich berichte gerne über Ronny.

RONNY – ER HATTE KEINE CHANCE IN DEUTSCHLAND

Unser Ronny hat so unendlich viel geschafft. Schaffen müssen, um zu überleben. Lange Zeit vegetierte er, fast verhungert und sehr krank durch Sarcoptesräude, an einer Straße dahin, war den Schäfern ein Dorn im Auge und sollte erschossen werden. Wir haben uns sein Vertrauen konsequent erarbeitet, denn Ronny wusste nichts Gutes von den Menschen. Als wir ihn endlich sichern konnten, war er nur noch ein Schatten seiner selbst, dem Tod näher als dem Leben. Unter unserer Obhut erholte er sich Schritt für Schritt.

 

Fast ein Jahr hat es gedauert, bis er der Prachtkerl wurde, der er heute ist. Souverän, unfassbar menschenbezogen und sensibel, dabei dennoch ein Freigeist und selbstbestimmt. Ronny ist wahrlich ein Charakterhund und ein überaus typischer Vertreter der Herdenschutzhunde.

Auf HOPE wurde er fröhlich, manchmal sogar albern. Unbeschwert spielte er mit Claudia, die sich die ganze Zeit aufopfernd um „ihren“ Ronny gekümmert hatte. Er liebte es, auf dem weiträumigen Gelände unserer Auffangstation zu patrouillieren, war ein aufmerksamer Wächter und agierte frei.

 

Als eine Adoptionsanfrage für ihn kam, die perfekt schien, wünschten wir uns für ihn einen sanften Übergang in diese völlig neue Welt hier in Deutschland. Deshalb flog Claudia von Sardinien parallel zum Transport hierher und begleitete die ersten Stunden und Schritte im neuen Zuhause.

Ronny gab alles, aber natürlich war er, bedingt durch den Reisestress und all das Neue, Ungewohnte um ihn herum, etwas durch den Wind. Er, der sonst so cool ist, hatte seine „Bodenhaftung“ verloren und war nicht sofort der perfekte Familienzuwachs. Deshalb suchte und fand man Argumente, warum er nicht bleiben durfte. Wir sollten ihn innerhalb einer Frist von wenigen Stunden abholen. Er hatte nie wirklich eine Chance…

 

Traurig brachten wir unseren Ronny auf einer Pflegestelle unter. Keine Claudia, wieder neue Umgebung, fremde Leute, dazu kamen andere Hunde. Das war einfach zuviel - unser Bär hatte seine innere Mitte verloren, war nun völlig daneben.

Die Überlegung, für ihn über den WDR/Tiere suchen ein Zuhause eine Familie zu finden, scheiterte an seinem mittlerweile überstrapazierten Nervenkostüm. Wir zogen die Reißleine und entschieden:

Kein Stress mehr für Ronny. Dieser wunderbare Hund braucht Ruhe, bedingungslose Liebe, seine Menschen. Und das Ganze in der Endlosschleife.

 

Nun resetten wir ihn, lassen ihn zur Ruhe kommen. Wir haben uns für Ronny so sehr eine eigene Familie mit enger Anbindung und Nähe gewünscht. Es hat nicht sollen sein. Wir haben ihn wieder nach HOPE gebracht. Dort kennt er jeden, bekommt Liebe und Fürsorge von allen Kolleginnen, bewacht das große Grundstück und kann behütet und dennoch selbstbestimmt leben.

„Heimat ist da, wo das Herz ist“. Für Ronny gab es tragischerweise ad hoc keinen solchen Platz in Deutschland. Nun wird sein Herz zunächst einmal in seiner Heimat Wurzeln schlagen. Bei uns. Und auch diejenigen von uns, die turnusmäßig dort sind, werden sich sehr freuen, einen wieder entspannten, glücklichen Ronny in die Arme schließen zu dürfen. Die Hoffnung auf eine bedingungslos geeignete Familie für unseren Bären geben wir natürlich nicht auf.


Wir suchen für diesen außergewöhnlichen Maremma ebenso außergewöhnliche Menschen: Seine künftige Familie sollte unbedingt Herdenschutzhund-erfahren sein, über ein wirklich großes, sicher eingezäuntes Grundstück (Zaun 1,60 mtr) verfügen und ihm - bei ganz enger Familienanbindung - dennoch die Freiheit einräumen, die er benötigt.

Ronny braucht eine souveräne, gelassene, freundlich-konsequente Führung, dabei jede Menge Zuwendung. Härte verbietet sich (wie bei all unseren Schützlingen) von selbst. Vertrauensarbeit ist das Zauberwort und muss gelebt werden.

Ronny - Vertrauen aufbauen

Ronny - endlich in Sicherheit

Ronny wünscht ein frohes neues Jahr


Update 26.11.19 - Ronny macht sich super!

Tolle Neuigkeiten: Ronny geht es schon sichtlich besser! Ronny ist ein Musterpatient, der dankbar alle Hilfsmaßnahmen und jede Zuwendung annimmt. Seine Haut heilt unter der Behandlung gut ab, das Fell beginnt nachzuwachsen. Er bekommt täglich einen Vitamincocktail, Mineralien sowie Frischfleisch (und Pasta), damit er etwas auf die Rippen bekommt. Ronny ist inzwischen richtig fröhlich und gut drauf, genießt täglich seine Zeit im Auslauf. Kein Vergleich zu dem Häufchen Elend, das sich bei unserem ersten Klinikbesuch schon fast aufgegeben hatte. Ronny ist jetzt Lebensfreude pur und wir können kaum erwarten, in demnächst in voller Pracht zu präsentieren.

Ronny`s Geschichte: Er sollte erschossen werden

Er fiel unserer Kollegin Claudia bei ihren Fahrten nach HOPE auf. Schwer von Sarcoptesräude gezeichnet und kaum noch als Maremmano zu erkennen, hielt sich dieser Hund fast immer in der Nähe einer Schafherde auf. Waren die Schafe nicht da, sah man auch ihn nicht. Ein Bild des absoluten Elends…

Claudia ließ der arme Tropf keine Ruhe. Sie blieb am Ball, wartete bis sie den Bauern sah, der die Schafe trieb und erkundigte sich bei ihm. Der Bauer war ziemlich angewidert, beklagte sich darüber, dass der Hund schon seit Welpenalter mit seinen Schafen mitzöge. Es sei aber nicht seiner. Dennoch
habe er ihm mal etwas gegen seine Räude gegeben – es hätte aber nichts genützt. Der Bauer wirft ihm wohl auch ab und an etwas zu fressen hin, damit er nicht verhungert. Er gab Claudia zu verstehen, dass der kranke Maremmano sehr gefährdet sei. Die Tatsache, dass er intensiv an den Schafen hängt, bringt die anderen Bauern und Schäfer auf den Plan. Sie wollen ihn erschießen, weil sie Angst haben, dass er ihre Schafe infiziert.


Bei Claudia schrillten alle Alarmglocken. Sie informierte uns und begann konsequent, den Rüden anzufüttern. Sie nannte ihn Ronny. Jeden Tag fuhr sie zu ihm, bewaffnet mit Würstchen, Hühnerfleisch oder Schinken. Zunächst war Ronny Herdenschutzhund-typisch reserviert und misstrauisch. Er nahm jedoch das Futter auf Distanz an. Claudia arbeitete sich Stück für Stück vor, jeden Tag verringerte sie die Distanz. Und dann war es soweit, sie konnte ihn sachte berühren.

Zuerst war Ronny das mehr als suspekt, er hat ja keinerlei positive Erfahrung mit Menschen. Aber Claudia konnte sich sein Vertrauen mit großem Zeitaufwand erarbeiten. Eigentlich wollte sie eine Falle mit Futter aufstellen. Aber das hätte eventuell die Vertrauensarbeit zunichte gemacht. Also nahm sie sich ein Herz, fuhr gemeinsam mit ihrer Schwester zu Ronny und legte ihm bei der täglichen Fütterung eine Leine um den Hals. Bingo! Gemeinsam mit ihrer Schwester setzte sie ihn in eine Box und dann sofort ab in die Klinik.
Ronny hatte nicht viel einzuwenden, denn er war entkräftet.  Ein fast gebrochener Hund, der aber zu spüren schien, dass es nun jemand gut mit ihm meinte.

Ronny kam nun auf HOPE zunächst in die Quarantäne und wurde dort behandelt. Claudia verwöhnte ihn jeden Tag mit Hühnchen und Schinken, sprach und schmuste mit ihm. Seine Blicke sprachen Bände. Er muss körperlich und auch seelisch heilen. Beides wird viele Wochen dauern. Aber Ronny ist jung, knapp 2 Jahre alt. Wir sind zuversichtlich, dass uns irgendwann ein wunderschöner Maremmano hoch erhobenen Hauptes  gegenübersteht, um uns zu begrüßen.

Ansprechpartnerin für die Vermittlung:
Karin Loebnitz
Mobil:  0177/ 7003377
E-Mail k.loebnitz@saving-dogs.de

 

Die Angaben zur Körpergröße sind geschätzt. Gewichts- und Altersangaben können, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Feststellung,  abweichen.

Sofern "unbekannt" angegeben ist, kann saving-dogs leider keine näheren Angaben machen.

Krankheiten geben wir grundsätzlich an, sofern sie uns bekannt sind. Bisher unerkannte Krankheiten können wir nicht ausschließen.