Thea

Geburtsdatum: 01.02.2009
Geschlecht: weiblich
Rasse: Mischling
Schulterhöhe: ca. 50 cm, 25 kg
Endgröße:  ausgewachsen
Gechipt / Geimpft: 
Kastriert:
Mittelmeercheck (MMC): nach Einreise
Ergebnis MMC:   
Handicap / Behinderung: X
Krankheiten: keine bekannt
Notfall
Aufenthaltsort: Sardinien
Schutzgebühr: 100,- €, + 75,- € MMC + 150,- €
Transport auf dem Landweg
Thea sucht:   
eigene Familie:
Pflegestelle:
Paten: 
Thea verträgt sich mit:  
Rüden: Hündinnen:
Katzen: kann gestestet werden Kindern: im Schulalter
Voraussetzungen / Optionen:  
Welpen- bzw Hundeschule:  
ländliche Lage / Grundstück: 
Wohnung / Reihenhaus: 
Ersthund erwünscht:
kann allein bleiben:   
Sonstiges:

X

Hiobsbotschaft für Titus und Thea

Eigentlich wollten wir heute mit Euch sensationelle Neuigkeiten feiern, uns freuen wie die Kinder: Titus und seine Thea hatten ein traumhaftes gemeinsames Pflegestellenangebot, sogar mit Aussicht auf Adoption. Wir sahen für die beiden leidgeprüften Senioren bereits ihre Ankunft Ende September klar vor Augen, hatten uns etwas für ihren Empfang überlegt. Dann ging ein Anruf ein, der alles zerplatzen ließ wie eine Seifenblase. Statt eines Jubel-Updates müssen wir folgende Nachricht übermitteln:
Die wundervolle Dame, die den beiden eine Zukunft schenken wollte, ist langfristig schwer erkrankt und liegt momentan auf der Intensivstation. Und selbst von dort erzählte sie uns weinend, dass sie an den beiden festhalten möchte. Das hat uns alle bis ins Mark erschüttert. Und so traurig wir für die beiden Süßen sind, hier muss man Prioritäten setzen; die eigene Gesundheit geht vor.

Gibt es jemanden da draußen, der die beiden auffangen kann?

Sie müssen zusammen bleiben, Titus braucht Thea wie die Luft zum atmen. Die beiden machen unfassbar tolle Fortschritte: Sie sind noch nicht lange auf HOPE, aber Pflege und Zuspruch wirken bereits – gestern hat der blinde Titus eigenständig seinen ersten Erkundungsgang hingelegt! Das Video zeigt, wie er, jahrelang beschränkt auf 3 qm, auch ohne Augenlicht neugierig herumspaziert und seine Welt ergründet. Thea hat ihn stets im Auge und wartet im Gehege, damit er sicher den Rückweg findet. Sie ist sein Anker. Dank ihrer rührenden Fürsorge ist es weniger aufwändig, einen blinden Hund aufzunehmen. Wer kann helfen, den Traum von einem würdigen, gemeinsamen Lebensabend wahr werden zu lassen? Sei es als Pflegestelle oder Zuhause, beides ist hochwillkommen! Sie müssen unbedingt reisen…

Neues von Titus und Thea – Update 15.08.19

Juhu! Titus und Thea sind endlich auf HOPE und damit in Sicherheit. Wir haben die beiden Mäuse Anfang August aus den Fängen des Canile befreien können. Unsere Sorge, dass sie nach ihrer jahrelangen Kasernierung und altersbedingt nicht gut mit dieser Veränderung zurecht kommen würden, war Gott sei Dank unbegründet. Sie stiegen aus ihren Transportkenneln und landeten direkt in den Armen unserer Claudia, die sie wie eine Mutter an sich drückte.

Thea, die sich immer um ihren blinden Freund gekümmert hat, tut dies auch weiterhin. Sie wuselt um ihn herum und putzt ihm liebevoll die Schnauze. Motto: Mach dir keine Sorgen, ich bin hier, alles wird gut. Die beiden haben ein besonders schattiges Gehege bekommen. Titus ist aufgrund seiner Blindheit natürlich noch etwas zurückhaltend und unsicher, aber das gibt sich.

Die beiden liebenswerten Senioren hatten zum vielleicht ersten Mal in ihrem Leben gleich 2-4 streichelnde Hände gleichzeitig um sich, die sich auch um die erste Körperpflege kümmerten. Beide wurden ausgiebig gekämmt und gebürstet. Thea lag ganz andächtig auf dem Rücken. Sie wedelte verhalten mit dem Schwänzchen, als wolle sie sagen: Okaaay, ich find das zwar suspekt, aber es fühlt sich irgendwie gut an. Wir mussten in dieser Situation an etwas denken, das Astrid Lindgren einmal sagte:

„Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.“

 

Uns ist aufgefallen, dass Titus möglicherweise Schatten und Schemen wahrnimmt, also nicht komplett in Dunkelheit lebt. Das wäre ein Lichtblick – im wahrsten Sinne des Wortes. Wir möchten ihn deshalb unbedingt von DEM Augenspezialisten auf Sardinien untersuchen lassen und bemühen uns derzeit um einen Termin. Der Ophtalmologe reist beruflich quer durchs Land und ist nur temporär in einer Praxis in Olbia. Sobald es hier Neuigkeiten gibt, erfahrt Ihr es als erstes.

Download
Titus erkundet sein Umfeld
VID-20190823-WA0012.mp4
MP3 Audio Datei 16.8 MB

Update 14.07.2019:

Hundefreunde, die Titus und Thea nicht selbst aufnehmen können, haben sich Gedanken gemacht und jedem der beiden 100,- Euro gespendet. Mit diesem kleinen Sparbuch möchten sie den Beginn ihres Lebens in Deutschland unterstützen. Wir finden das toll und hoffen, dass sich nun ganz bald liebe Menschen melden, die Titus und Thea den ersehnten Pflegeplatz oder idealerweise direkt ein Zuhause geben. Herzlichen Dank an die Spender!

Thea – die Fürsorgliche

Wir entdeckten Thea in einem Canile, aus welchem wir von Zeit zu Zeit Hunde für die Vermittlung aufnehmen dürfen. Ganz besonders liegt unser Blick dann auch auf älteren Hunden, die keine Chance haben ihr Gefängnis lebend zu verlassen. Irgendwann sind sie dort gelandet und in der Regel bedeutet es „Endstation“. Sie werden in ihrem Gefängnis - einsam und von der Welt vergessen - sterben.

 

Thea lebt mit dem blinden Rüden Titus zusammen und gemeinsam versuchen sie, den Tierheim-Alltag zu überleben. Die beiden haben ein Gehege für sich und dieser Umstand sichert bislang das Überleben der beiden. Thea ist sehr unterwürfig und Titus körperlich gehandicapt; in einem Rudel mit mehreren Hunden sind sie die ersten Mobbingopfer und es würde für beide tödlich enden.

 

Und diese Gefahr besteht, denn aus Platzgrünen sollen Hunde in andere Tierheime umgesetzt werden …sind Titus und Thea dabei; wird man keine Rücksicht nehmen auf ihre besondere Situation. Sie werden irgendwo dazu gesetzt werden und das ist ihr Todesurteil.

 

Thea ist der „Fels in der Brandung“ für Titus. Sie kümmert sich tatsächlich um ihn, schenkt ihm ihre Zuneigung und ist ihm immer nah. Sie zeigt sich auch den Menschen gegenüber sehr unterwürfig und kriecht fast auf dem Bauch. Vielleicht ist es eine Strategie um Titus zu schützen; vielleicht ist sie aber auch grundsätzlich so und dann braucht es etwas Hundeerfahrung, um sie aufzubauen. Sie sollte gerne zu vorhandenen nicht dominanten Hunden dazu kommen. Sie wird von anderen Hunden lernen und profitieren…das wird etwas Geduld bei den Menschen brauchen. Sie wird erst lernen müssen wie der Alltag mit Menschen funktioniert. Sie kennt nicht den Haushalt und die Tagesabläufe, kennt kein Körbchen oder gutes Futter, kennt keine Leinenführigkeit und vieles andere auch nicht.

Unser Traum wäre, ein gemeinsames zuhause für beide zu finden. Es tut weh, wenn wir die beiden trennen müssten. Dennoch ist es manchmal so, dass das Wohl des einen Hundes zu Gunsten des anderen Hundes auf der Strecke bleibt.

 

Zunächst wagen wir mal wieder das Unmögliche und hoffen einen gemeinsamen Altersruhesitz für unser Senioren-Pärchen zu finden. Eine ländliche Umgebung mit eingezäuntem Garten wäre wunderbar und vermutlich reichen auch kleine Gassi-Runden…

 

Wenn Sie mit mir über Thea (und vielleicht auch Titus) sprechen wollen, rufen Sie mich gerne an und lassen sie uns gemeinsam überlegen wie die Hilfe aussehen kann.

Ansprechpartner für die Vermittlung von Thea:
Claudia Hölling
Tel.: 02864/ 885369
Mobil: 0157/ 37046913
E-Mail: c.hoelling@saving-dogs.de
Fax: 02864 /6786

Die Informationen stammen von unseren in den jeweiligen Einrichtungen ansässigen Kolleginnen und Kollegen und Tierärzten.
In regelmäßigen Abständen besuchen unsere Vermittler die Schützlinge vor Ort.
Eine umfassende Beurteilung ist oftmals aufgrund der schwierigen Lebensumstände in den Tierheimen nicht möglich.
Die Angaben zur Körpergröße sind geschätzt. Gewichts- und Altersangaben können, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Feststellung, abweichen.
Sofern „unbekannt“ angegeben ist, kann saving-dogs leider keine näheren Angaben zu Kinderfreundlichkeit und Katzenverträglichkeit machen.
Krankheiten  geben wir grundsätzlich an, sofern sie uns bekannt sind. Bisher unerkannte Krankheiten können wir nicht ausschließen.