Titus

Geburtsdatum: 01.04.2009
Geschlecht: männlich
Rasse: Mischling
Schulterhöhe: ca. 50 cm, 25 kg
Endgröße:  ausgewachsen
Gechipt / Geimpft: 
Kastriert:
Mittelmeercheck (MMC): folgt
Ergebnis MMC:   
Handicap / Behinderung:
Krankheiten: keine bekannt
Notfall
Aufenthaltsort: 53518 Kottenbom
Schutzgebühr: 25,- €, + 75,- € MMC + 150,- €
Transport auf dem Landweg
Titus sucht:   
eigene Familie:
Pflegestelle:  
Paten: 
Titus verträgt sich mit:  
Rüden:  Hündinnen:
Katzen: kann gestestet werden Kindern: im Schulalter
Voraussetzungen / Optionen:  
Welpen- bzw Hundeschule:  
ländliche Lage / Grundstück: 
Wohnung / Reihenhaus: 
Ersthund erwünscht:
kann allein bleiben:   
Sonstiges:

Blind

Hiobsbotschaft für Titus und Thea

Eigentlich wollten wir heute mit Euch sensationelle Neuigkeiten feiern, uns freuen wie die Kinder: Titus und seine Thea hatten ein traumhaftes gemeinsames Pflegestellenangebot, sogar mit Aussicht auf Adoption. Wir sahen für die beiden leidgeprüften Senioren bereits ihre Ankunft Ende September klar vor Augen, hatten uns etwas für ihren Empfang überlegt. Dann ging ein Anruf ein, der alles zerplatzen ließ wie eine Seifenblase. Statt eines Jubel-Updates müssen wir folgende Nachricht übermitteln:
Die wundervolle Dame, die den beiden eine Zukunft schenken wollte, ist langfristig schwer erkrankt und liegt momentan auf der Intensivstation. Und selbst von dort erzählte sie uns weinend, dass sie an den beiden festhalten möchte. Das hat uns alle bis ins Mark erschüttert. Und so traurig wir für die beiden Süßen sind, hier muss man Prioritäten setzen; die eigene Gesundheit geht vor.

Gibt es jemanden da draußen, der die beiden auffangen kann?

Sie müssen zusammen bleiben, Titus braucht Thea wie die Luft zum atmen. Die beiden machen unfassbar tolle Fortschritte: Sie sind noch nicht lange auf HOPE, aber Pflege und Zuspruch wirken bereits – gestern hat der blinde Titus eigenständig seinen ersten Erkundungsgang hingelegt! Das Video zeigt, wie er, jahrelang beschränkt auf 3 qm, auch ohne Augenlicht neugierig herumspaziert und seine Welt ergründet. Thea hat ihn stets im Auge und wartet im Gehege, damit er sicher den Rückweg findet. Sie ist sein Anker. Dank ihrer rührenden Fürsorge ist es weniger aufwändig, einen blinden Hund aufzunehmen. Wer kann helfen, den Traum von einem würdigen, gemeinsamen Lebensabend wahr werden zu lassen? Sei es als Pflegestelle oder Zuhause, beides ist hochwillkommen! Sie müssen unbedingt reisen…

Neues von Titus und Thea – Update 15.08.19

Juhu! Titus und Thea sind endlich auf HOPE und damit in Sicherheit. Wir haben die beiden Mäuse Anfang August aus den Fängen des Canile befreien können. Unsere Sorge, dass sie nach ihrer jahrelangen Kasernierung und altersbedingt nicht gut mit dieser Veränderung zurecht kommen würden, war Gott sei Dank unbegründet. Sie stiegen aus ihren Transportkenneln und landeten direkt in den Armen unserer Claudia, die sie wie eine Mutter an sich drückte.

Thea, die sich immer um ihren blinden Freund gekümmert hat, tut dies auch weiterhin. Sie wuselt um ihn herum und putzt ihm liebevoll die Schnauze. Motto: Mach dir keine Sorgen, ich bin hier, alles wird gut. Die beiden haben ein besonders schattiges Gehege bekommen. Titus ist aufgrund seiner Blindheit natürlich noch etwas zurückhaltend und unsicher, aber das gibt sich.

Die beiden liebenswerten Senioren hatten zum vielleicht ersten Mal in ihrem Leben gleich 2-4 streichelnde Hände gleichzeitig um sich, die sich auch um die erste Körperpflege kümmerten. Beide wurden ausgiebig gekämmt und gebürstet. Thea lag ganz andächtig auf dem Rücken. Sie wedelte verhalten mit dem Schwänzchen, als wolle sie sagen: Okaaay, ich find das zwar suspekt, aber es fühlt sich irgendwie gut an. Wir mussten in dieser Situation an etwas denken, das Astrid Lindgren einmal sagte:

„Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.“

 

Uns ist aufgefallen, dass Titus möglicherweise Schatten und Schemen wahrnimmt, also nicht komplett in Dunkelheit lebt. Das wäre ein Lichtblick – im wahrsten Sinne des Wortes. Wir möchten ihn deshalb unbedingt von DEM Augenspezialisten auf Sardinien untersuchen lassen und bemühen uns derzeit um einen Termin. Der Ophtalmologe reist beruflich quer durchs Land und ist nur temporär in einer Praxis in Olbia. Sobald es hier Neuigkeiten gibt, erfahrt Ihr es als erstes.

Download
Titus erkundet sein Umfeld
VID-20190823-WA0012.mp4
MP3 Audio Datei 16.8 MB

Update 14.07.2019:

Hundefreunde, die Titus und Thea nicht selbst aufnehmen können, haben sich Gedanken gemacht und jedem der beiden 100,- Euro gespendet. Mit diesem kleinen Sparbuch möchten sie den Beginn ihres Lebens in Deutschland unterstützen. Wir finden das toll und hoffen, dass sich nun ganz bald liebe Menschen melden, die Titus und Thea den ersehnten Pflegeplatz oder idealerweise direkt ein Zuhause geben. Herzlichen Dank an die Spender!

Titus – warum???

Franz von Assisi hat gesagt: „Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen“.

 

Wir entdeckten Titus in einem Canile, aus welchem wir von Zeit zu Zeit Hunde in die Vermittlung aufnehmen dürfen.

Warum er und ob er schon immer blind ist, wissen wir nicht.

Warum er dort sitzt, glauben wir schon zu wissen: Wer will einen älteren und blinden Hund versorgen und sich um ihn kümmern?

Nur überzeugte Tierschützer glauben daran, ihm helfen zu können und haben den Mut und das Engagement für Titus einzustehen. Unsere Visionen geben uns die Kraft mal wieder das Unmögliche zu versuchen.

 

Unsere Vision für Titus : Wir träumen davon ihn friedlich dösend und frei auf einer Wiese in einem Garten zu sehen. Kein beißender Uringestank des Tierheims mehr – kein Gebell und keine konstante Unruhe mehr. Nicht mehr dem nasskalten Winter und dem brüllend heißem Sommer Sardiniens ausgesetzt sein zu müssen.

Wir wünschen uns Sicherheit und Liebe für diesen armen Kerl! Seine einzige Unterstützung und sein Fels in der Brandung ist seine Freundin Thea. Es hat uns zu Tränen gerührt, als sie ihm im Vorbeigehen immer wieder kurz über seine Schnauze leckt und im körperlichen Kontakt mit ihm ist.

 

Natürlich ist ein blinder Hund eine Herausforderung und viele werden jetzt denken, dass es unmöglich ist, diesen Hund aus seiner - wenn auch schlechten - aber gewohnten Umgebung zu nehmen und ihn umzusetzen. Ja, es könnte auch für Titus eine Herausforderung werden….

aber wollen wir ihm das Recht auf etwas Glück und ein würdiges Leben deshalb verweigern?

 

Natürlich muss man einige Dinge bedenken bei der Eingewöhnung eines blinden Tieres. Dabei ist für Hunde die Sehkraft nicht wirklich entscheidend. Vielmehr ist die Nase das wichtige Organ (denken Sie daran wie einzigartig Suchhunde arbeiten). Es wäre allerdings ungünstig, wenn Sie ständig ihre Inneneinrichtung verändern würden und es gibt Gefahren, die ein Hund nicht riechen kann und dann müssen Sie vorausschauend handeln. Steile Kanten wie Uferböschungen, Gartenteiche oder ähnliches gehören dazu. Bei unserem obligatorischen Vorbesuch im neuen zuhause würden wir besonders darauf achten.

Gerne informieren wir Sie auch umfänglich über den Umgang mit einem blinden Hund. Möglicherweise haben Sie aber auch schon Erfahrungen diesbezüglich.

Titus sehen wir deshalb auch nicht als Einzelhund, denn seine Orientierung wird sich am Verhalten eines Ersthundes ausrichten. Dass dieser nicht dominant agieren sollte ist sicherlich nachvollziehbar.

 

Unser größter Wunsch wäre es, wenn seine Lebensgefährtin Thea mit ihm reisen dürfte.

Ein Traum? … häufig haben wir schon geglaubt, dass es für unsere „Spezialfälle“ keine Menschen gibt…und immer …wirklich immer …haben sich wunderbare Menschen gefunden. z.B. bei Carino, Nerina, Susanna, und ...und …und

 

So trägt uns nun wiederum die Hoffnung, dass wir Titus gemeinsam helfen können.

Er sollte nicht mehr lange warten müssen und wir wünschen uns so sehr, ihn im August in unseren „Reisebus“ zu setzen.

Rufen Sie mich gerne für Titus an!

Ansprechpartner für die Vermittlung von Titus:
Claudia Hölling
Tel.: 02864/ 885369
Mobil: 0157/ 37046913
E-Mail: c.hoelling@saving-dogs.de
Fax: 02864 /6786

Die Informationen stammen von unseren in den jeweiligen Einrichtungen ansässigen Kolleginnen und Kollegen und Tierärzten.
In regelmäßigen Abständen besuchen unsere Vermittler die Schützlinge vor Ort.
Eine umfassende Beurteilung ist oftmals aufgrund der schwierigen Lebensumstände in den Tierheimen nicht möglich.
Die Angaben zur Körpergröße sind geschätzt. Gewichts- und Altersangaben können, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Feststellung, abweichen.
Sofern „unbekannt“ angegeben ist, kann saving-dogs leider keine näheren Angaben zu Kinderfreundlichkeit und Katzenverträglichkeit machen.
Krankheiten  geben wir grundsätzlich an, sofern sie uns bekannt sind. Bisher unerkannte Krankheiten können wir nicht ausschließen.