Vita

Vita am Rettungstag
Vita am Rettungstag
Geburtsdatum: 01.10.2019
Geschlecht: weiblich
Rasse: Mischling
Schulterhöhe: ca.  60 cm,  21 kg
Endgröße:  
Gechipt / Geimpft: 
Kastriert:
Mittelmeercheck (MMC): nach Einreise
Ergebnis MMC:   
Handicap / Behinderung: nein
Krankheiten: keine bekannt
Notfall nein
Aufenthaltsort:

Sardinien

Meine Transportgebühr wurde gespendet durch Detlef H.

Vita sucht:   
eigene Familie:
Paten: 
Vita verträgt sich mit:  
Rüden: Hündinnen:
Katzen: Kindern: 
Voraussetzungen / Optionen:  
Welpen- bzw Hundeschule:
ländliche Lage / Grundstück:  sicher eingezäunt
Wohnung / Reihenhaus:   
Ersthund erwünscht: denkbar, keine Bedingung
kann allein bleiben:  muss aufgebaut werden
Sonstiges:

 


Spendenbarometer Vita

 

Andrea M. 100.-€

Evelyn G. 500.-€

Sylke G. 50.-€

 

 

Adelheid P. 30.-€

Andre T. 30.-€

Anke B. 100.-€

 

 

Renate + Gerd-Hans B. 250.-€



VITAS GEGENWART UND ZUKUNFT

Unsere Vita hat es dank vieler wacher Augen, medizinischer Versorgung, aufopferungsvoller Pflege und der tollen Fangemeinde, die mit Spenden ihren Weg aus der Krise unterstützend begleitet hat, geschafft! Voller Dankbarkeit können wir nun eine Vita präsentieren, die ihrem Namen alle Ehre macht: Sie ist voller Lebensfreude, menschenbezogen, verschmust, freundlich zu allen Hunden und auch Katzen! Sie unternimmt schon kurze Spaziergänge und läuft dabei gut an der Leine. Das hübsche Mädchen ist nun bereit. Bereit für ihre Zukunft in einer liebevollen Familie in Deutschland.

 

Unsere Claudia hat Vita mehrere Wochen Zuhause betreut, weil es die Notlage schlicht erforderte. Das hat sie gerne getan; aber es bedeutete auch, dass sie sich praktisch vierteilen musste, um ihren eigenen Tieren und unseren Schützlingen auf HOPE gerecht zu werden. Claudias Familie hat sie bei ihrem außergewöhnlichen Einsatz sehr unterstützt. Nun, da Vita genesen ist, haben wir sie auf HOPE untergebracht. Das ist aus Vitas Sicht natürlich ein Rückschritt, nachdem sie in einem Haus und bei „ihren“ Menschen gewohnt hat. Wir wünschen uns deshalb, dass die Süße nun zeitnah ein Zuhause findet, um ihr solchen Kummer zu ersparen. Sie kann im Oktober reisen! Wer macht unserer Kämpferin Vita ein „Angebot, dass sie nicht ablehnen kann“ und zeigt ihr unsere Welt?

VITAS VERGANGENHEIT

Uns erreicht ein Anruf aus einer südlichen Region Sardiniens, also weit entfernt von unserer Rettungsstation HOPE. Eine sardische Bekannte hat soeben eine junge Hündin in sehr schlechtem Zustand unter einem Gebüsch gefunden und bittet um Hilfe. Die Fotos, die sie uns aufs Handy schickt, sind so erschütternd, dass wir nur 2 Dinge sagen: JA und SOFORT IN DIE KLINIK. Wir warten bange auf Infos, denn es sah so aus, als hätte sich die Hündin zum Sterben verkrochen…

Die Neuigkeiten sind entmutigend: Der Tierarzt in der Klinik vermutet einen Autounfall. Die Hündin ist so schwach, dass sie weder stehen noch den Kopf heben kann. Sie ist dehydriert und hat 2 extrem tiefe Wunden, in denen sich bis tief ins Gewebe hinein Maden tummeln. Das geht bei den sommerlichen Temperaturen dort relativ schnell und verschlechtert die Prognose. Die Patientin kommt sofort an den Tropf, es werden Blutuntersuchungen veranlasst. Die Leberwerte sind stark verändert, die Schleimhäute blass und gelblich. Knochenbrüche gibt es nicht. Nach Auswertung der Laborwerte wird eine entsprechende Medikation gestartet, aber das Überleben der jungen Hündin ist fraglich. Wir bekommen regelmäßig Fotos und Videos. Nun kann man sehen, dass sie nur noch Haut und Knochen ist, also schon vor dem Unfall in Not gewesen sein muss.

 

3 lange Tage ist sie unser letzter Gedanke, bevor wir schlafen gehen und der erste, wenn wir aufstehen. Wir haben nicht einmal den Mut, ihr einen Namen zu geben, weil es sein kann, dass wir sie jede Minute verlieren. Nun können wir nur noch hoffen, denn die medizinische Versorgung ist lückenlos. Das alles ist extrem belastend und traurig, aber wir müssen uns trotzdem weiter um alle anderen Hunde, Menschen und Bedürfnisse kümmern und wie gewohnt funktionieren.

Dann endlich kommt eine erste Entwarnung: Die Maus ist weiterhin schwach, aber dank der Medikamente und Infusionen stabil und transportfähig! Wir taufen sie auf den Namen Vita (=Leben) und lassen sie aus der Klinik abholen. Unsere Claudia stellt sie zunächst unserem Tierarzt zur Weiterbehandlung vor und nimmt sie dann, versorgt mit den notwendigen Medikamenten, zu sich nach Hause, bringt sie in ihrem eigenen Schlafzimmer unter. Vita hängt weiter am Tropf, weil sie nicht selbstständig trinkt. Aufgrund der Gelbsucht ist ihr übel, sie frisst deshalb auch nicht. Claudia macht es ihr bequem, hält sie warm und versorgt immer und immer wieder geduldig die großen Wunden. Tagelang. Die Wundheilung schiebt sie zusätzlich mit Honig und einer speziellen Salbe an. Das Wunder geschieht – Vitas Läsionen werden nach und nach kleiner, es bildet sich neue rosige Haut. Claudia schafft es, dass sie zunächst gekochtes Hühnchen und später auch Schinken und anderes Futter annimmt, denn sie muss dringend zu Kräften kommen. Sie hebt Vitas Kopf zum fressen an und stellt sie danach auf die Beine. Dabei muss sie sie festhalten, weil die Ärmste immer noch zu schwach ist, um dies eigenständig zu tun. Sie entfernt den Urin, den Vita im Liegen ablässt, säubert und streichelt sie, redet mit ihr. Intensivpflege hat sehr viel mit Liebe und Zuwendung zu tun, denn die Seele muss heilen, damit auch der Körper es kann.

 

Gestern hat Vita endlich zum ersten Mal eigenständig getrunken, heute das erste Mal Kot abgesetzt und begonnen, ihre Umgebung wahrzunehmen! Was uns gewöhnlich so selbstverständlich erscheint, ist in Vitas Fall Anlass zum Jubel, denn all diese „Kleinigkeiten“ markieren ihren Weg zur Besserung.


Ansprechpartner für die Vermittlung von Vita:
Karin Loebnitz
Mobil: 0177/ 7003377
E-Mail k.loebnitz@saving-dogs.de
 

Die Angaben zur Körpergröße sind geschätzt. Gewichts- und Altersangaben können, in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Feststellung, abweichen.
Sofern „unbekannt“ angegeben ist, kann saving-dogs leider keine näheren Angaben zu Kinderfreundlichkeit und Katzenverträglichkeit machen.
Krankheiten  geben wir grundsätzlich an, sofern sie uns bekannt sind. Bisher unerkannte Krankheiten können wir nicht ausschließen.