Sie konnten nirgendwo mehr hin.
Sie suchten Schutz bei uns.
Sie wurden ausgesetzt, misshandelt oder angefahren.
Man trachtete ihnen nach dem Leben.
Man wollte sie in das berüchtigte Canile abschieben.
Tierschützer gaben sie aus schlimmen Umständen in unsere Obhut.

Die Hunde, die auf unserem Vereinsgelände HOPE eintreffen, haben nichts, wirklich gar nichts. Außer ihrem nackten Leben. Und selbst das ist manchmal nur noch ein zartes Flämmchen, das zu erlischen droht, wenn man nicht eingreift. HOPE ist der letzte Funken Hoffnung für diese geschundenen Tiere. Sie sind unschuldig,

                                                                                                        haben nicht darum gebeten, auf diese Welt zu kommen, in der sie oftmals nicht erwünscht sind.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diesen Hoffnungsfunken wieder zu entzünden, das zarte Pflänzchen des Lebens wachsen zu lassen. Unsere Schutzbefohlenen erfahren hier - vielleicht zum ersten Mal in ihrem Dasein - dass nicht alle Menschen schlecht sind. Dazu gehören nicht nur regelmäßiges Futter und eine medizinische Grundversorgung. Was unsere HOPE-Bewohner vor allem brauchen, sind Nähe, Zuwendung und neues Vertrauen in uns Menschen. Sie benötigen ein Zuhause oder eine Pflegestelle in Deutschland, wo sie alles, was bisher war, was sie auch erlebt haben mögen, hinter sich lassen können. Sie brauchen einen Neubeginn.

Unsere Tierschutz-Kollegen auf HOPE tun alles, was möglich ist, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, erste Schritte mit den Hunden zu gehen, den Grundstein für etwas zu legen, das unbedingt zeitnah ausgebaut werden muss. Ein Hund gehört nicht hinter Gitterstäbe, hat nichts zu suchen in einem Gehege aus Beton, aus dem er sehnsüchtig nach draußen schaut und wartet, dass etwas passiert.
Er ist der beste Freund des Menschen.
Dies sollten, nein müssen wir respektieren und auch leben! Auf HOPE machen wir den Anfang, indem wir unsere Hunde dem Tod oder Schlimmerem entreißen und sie primär beschützen. Es ist ein Sprungbrett. Mehr soll und darf es für die Hunde nicht bedeuten.
Bitte lasst sie nicht im Stich! Wir brauchen Menschen, die unsere Arbeit fortsetzen, indem sie sich für einen unserer Schutzbefohlenen öffnen und ihn in ihr Herz und ihr Leben aufnehmen.

Ozieri

Wir arbeiten auf Sardinien eng mit der Gemeinde Ozieri zusammen und haben im Herbst 2016 einen Kooperationsvertrag geschlossen. 

Die Hunde von Ozieri, die dort als Streuner eingefangen werden, sind derzeit in einem privaten Tierheim untergebracht. Durch die Kooperation haben wir jetzt die Möglichkeit Hunde der Gemeinde zunächst nach Hope zu holen, um sie dort ausreisefertig zu machen.  Im Einzelnen bedeutet das u. a. Gesundheitscheck, kleine Op´s, ggf Kastrationen, Impfung, Ausreisepapiere ect. Nach der Tollwutwartezeit können sie dann in ihre Familien nach Deutschland reisen.

 

Für die meisten Menschen die das erste Mal das private Tierheim besuchen ist es ein Schock. Sie verstummen, weinen angesichts des vielen Elends, der klitzekleinen Betonbunker dort. Das ist in Ordnung.

Zu anders ist die Realität im Vergleich zu heimischen Tierheimen in Deutschland. Man ist nicht vorbereitet, egal was oder wie viel jemand einem vorher erzählt hat. Auch muss man lernen, sich mit der sardischen Mentalität und mit der abweichenden Betrachtungsweise von Problemen auseinanderzusetzen. Es gibt Tiere, die in Deutschland vermutlich längst eingeschläfert worden wären. Dort ist man damit beileibe nicht schnell bei der Hand. Deshalb geschieht es häufiger als man denkt, dass – zum Beispiel – ein Hund mit schwerster Vergiftung oder einer faustgroßen Schussverletzung im Kopf am Ende nicht tot ist, sondern sich auf einer unserer Pflegestellen erholt oder eine liebevolle, eigene Familie gefunden hat!

 

Der zweite, dritte und jeder weitere Besuch fallen leichter, denn es siegen Verdruss, unbändiger Zorn und der Wunsch, Abhilfe zu schaffen. Jeder Besuch bedeutet Hoffnung und Besserung, bedeutet Medikamente und Notfallfutter im Gepäck, Fotos machen, Hunde auf Vermittelbarkeit zu prüfen, neue Bedarfslisten mit nach Hause zu nehmen. Immer wieder zieht es uns an diesen Ort, der immer mehr zur zweiten Heimat wird.

 

Sicher fragen sich einige Menschen, warum wir gerade dort helfen, wieso das unser Herzensprojekt ist. Die Antwort fällt uns leicht. Für uns ist diese Einrichtung nicht ein x-beliebiges Tierheim im Süden, das aus allen Nähten platzt.

Wir von saving-dogs haben es uns zur Aufgabe gemacht, die so wichtige Präventionsarbeit und die Aufklärung, aber auch die Soforthilfe bestmöglich zu fördern, in jedem Bereich ein starker Partner zu sein. 

Vieles haben wir schon erreicht, noch viel mehr werden wir mit Ihrer Hilfe erreichen. Jeden einzelnen Tag arbeiten wir dafür; lachen und weinen, bangen und hoffen mit unseren Freunden auf Sardinien.

 

L.I.D.A. Sez. Olbia

Bereits lange Jahre vor der Gründung von saving-dogs waren viele unserer Mitglieder mit dem Rifugio verwurzelt. Wir nennen das Tierheim – nur zur Erklärung – schlicht „die Lida“. Dies hat sich bei uns mittlerweile etabliert, ist zu einem geflügelten Wort geworden.

 

Wir begleiten viele der Hunde seit Jahren, sehen sie alt oder krank werden, sehen den Glanz und die Hoffnung auf Besserung in ihren Augen schwinden. Wir sehen Welpen an Darminfektionen sterben, waren unzählige Male dabei, wenn die Mitarbeiter um das Leben eines vergifteten, angefahrenen, angeschossenen oder fast verhungerten Hundes gekämpft haben. Es sind keine anonymen Straßenhunde. Sie haben Namen, heißen Bringio, Cosmo, Filippo, Velia, Pinella oder Alina, haben eine eigene, meist tragische Geschichte. 

Wir wollen diese Schattenhunde nicht alleine lassen. 

Sie sind nun auch unsere Schützlinge, unsere Verantwortung.

 

Nicht juristisch, aber in unseren Herzen und Köpfen!

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