Sabine Meyer

Guten Tag,
mein Name ist Sabine Meyer.
Ich bin mit Kaninchen, Katzen, Wellensittichen, Goldfischen, Schildkröten und sogar einem Mäusebussard aufgewachsen.
Nur für einen Hund fehlte in meiner Familie leider die Zeit.
Als ich mit 21 meinen eigenen Haushalt hatte, lief er mir wortwörtlich über den Weg.
Sommer 1990, heiß und trocken.
Auf unseren Spaziergängen konnten wir über 3 Wochen lang einen schwarzen Dobermann-Mischlingsrüden beobachten, der immer durch unser und die umliegenden Dörfer schlich.
Eines Tages konnten wir ihn mit Leberwurst in eine Einfahrt locken.
Hund gefunden - Herz verloren !
Er war ca.9 Monate alt, die Pfoten wundgelaufen, abgemagert, sehr ausgetrocknet und voller Flöhe.
Kommentar des Tierarztes : Wahrscheinlich ein Weihnachtsgeschenk, das in den ersten Sommerferien lästig wurde.
Unser Rex und seine Nachkommen Donna und Junior, wirklich Nachkommen und nicht Nachfolger ( was an seinem Ausbruchstalent und meinem Mangel an Rechenkünsten lag)
haben uns alle fast 11 Jahre begleitet.
Zwei Kater leben nun auch schon 14 Jahre in unserer Familie.
2008 haben wir uns in einen Leonbergerwelpen, unsere Abby, verliebt.
Sie war zauberhaft und stur und auf Grund ihrer Rasse ein potentieller Knochenkrebskandidat ! Das wussten wir damals nicht.
6 Wochen nach Diagnosestellung und 12 Tage bevor sie 8 Jahre alt geworden wäre, war uns klar, dass wir ihr unsere Liebe nur noch auf eine Art zeigen konnten-
wir mussten unseren Schmerz unterdrücken und sie von ihrem erlösen. Hier gab es keine Rettung .

Ich wollte keinen Hund mehr.      Ich wollte keinen Abschied mehr.

Irgendwann haben wir doch wieder Tiere suchen ein Zuhause geguckt.
Da war ein Verein : saving dogs ! Hunde retten !
Es ließ mich nicht mehr los.
Besonders angetan hatte es mir ein fast 6 Jahre alter Rüde, Barney, der nur den Zwinger kannte.
Dann habe ich mir auf der Homepage auch die Geschichte seiner Vermittlerin durchgelesen, die sich ein Zitat von Leon Bloy auf die Fahne geschrieben hat :
"Das Schlimmste ist nicht, einmal zu versagen, sondern das Gute nicht zu tun, das man tun könnte."
Das war wie ein Anstubser Abbys aus dem Himmel.
Zu unserem Barney haben wir noch Sugar adoptiert.
Mein Lebensgefährte meint, ich kann ja nicht alle sardischen Hunde retten.....
" Alle sagten, das geht nicht. Bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach machte ! "
Nein, natürlich kann ich es nicht,
aber ich kann ein Teil derer sein, die es versuchen !!!