Sternenhimmel

Für einen Augenblick hielt der Himmel den Atem an, als ein neuer Stern erstrahlte


Liebes Saving-Dogs-Team,

 

leider ist gestern unsere Kira ihrer Schwester Luna nach 2 Jahren und 11 Tagen über die Regenbogenbrücke gefolgt.

Wir sind unendlich traurig und vermissen beide so sehr. Einige Hunde durften wir über die Jahre auf ihrem letzten Weg begleiten. Aber für mich waren Luna und Kira die besten Hunde, die ich mir jemals hätte wünschen können. Sensibel, fröhlich, entspannt, menschenliebend – sie forderten nie etwas und waren einfach glücklich ein Teil der Familie zu sein.

 

Ruhe in Frieden meine Hübsche. Bis wir uns wiedersehen.

 

Mit traurigen Grüßen

Nina

Kira, verstorben am 3. März 2020
Kira, verstorben am 3. März 2020


Berti, nun bist du endlich raus aus dem Canile ...

 

Und ganz sicher an einem besseren Ort, denn dort gehören Engel hin. Du wusstest es zwar nicht, kleiner Mann, aber sehr, sehr viele Menschen haben um dich gebangt, mit dir gelitten und geweint, für dich gekämpft.

Dennoch haben wir verloren. Nicht nur dich, sondern auch den Kampf gegen das System. Wir bleiben fassungslos und betroffen zurück, denn du hast dich gestern - am 20.2.2020 - auf leisen Pfoten davongemacht. Wir sind unendlich traurig, dass wir dir deine Würde nicht wiedergeben und dich medizinisch versorgen konnten.

Du hattest sogar schon jemanden, der hier voller Liebe auf dich wartet…

Das Leben ist nicht fair.

 

Kein Tag, an dem wir nicht auf allen uns möglichen Wegen nachgefragt, gebohrt und gequengelt haben, wann wir dich nach HOPE holen und pflegen dürfen. Telefonisch, per E-Mail und WhatsApp. Vergeblich. Unsere sardische Kollegin Claudia war zwar in Urlaub, saß dennoch in den Startlöchern und hätte alles stehen und liegen lassen, um dich innerhalb 2 Stunden abzuholen. Sie hatte sogar versucht, dir eine warme Decke zukommen zu lassen, damit du nicht auf dieser nackten Palette liegen musst. Dies wurde nicht gestattet…

 

Weil du so ausgemergelt aussahst auf den Bildern, hatten wir schon spezielle, kalorienreiche Schonkost bereitgestellt, wollten dich auf Daunen betten in einem weichen Korb, ein Mäntelchen für den Freilauf lag bereit. Nur du fehltest noch. Und nun bist du gegangen, ganz still und allein statt mit jemandem, der dich hält und streichelt. Wir sind trotz intensiver Bemühungen gescheitert.

 

Wer auf Sardinien Hundeleben retten will, muss sich von jeglichen deutschen Maßstäben und Einstellungen verabschieden. Muss akzeptieren, was inakzeptabel ist. Wir könnten hier weit ausholen, möchten aber weder deinen Nachruf beschmutzen noch unsere Tierschutzarbeit gefährden.

 

Berti, du bist, ohne es zu wissen, zu einem Mahnmal geworden. Und beileibe kein vergessener Hund mehr. Du hast die Menschen ins Herz getroffen, hast ganz sicher ein Leuchtfeuer entzündet für all deine Hundekollegen, die noch da sind und unsere Hilfe brauchen. Denn eines werden wir (obwohl das an mancher Stelle gern gesehen würde) ganz sicher NICHT tun: Aufgeben.

 

Dein tragischer, unnötiger Tod hat uns bis ins Mark erschüttert. Wir werden in deinem Sinne weiter verbissen um all die anderen Bertis kämpfen, die dringend auf Hilfe warten. Wer nicht kämpft, hat schon verloren, sagt man. Wir versprechen dir, dass wir niemals aufgeben, auch wenn das bedeutet, dass wir manchmal scheitern werden.

Ciao Berti, du bist jetzt frei, jenseits von Einsamkeit, Krankheit und Schmerz. Machs gut! Wir werden dich niemals vergessen.

Berti - Die grausame Wahrheit ist ...

 dass er immer noch im Canile hockt und wir hilflos auf die Hiobsbotschaft warten, dass er vielleicht gestorben ist! Jeden Tag bekommen wir viele Nachfragen, wie es ihm geht. Ob er schon auf HOPE ist. Und jeden Tag müssen wir sagen: Nein, wir haben ihn noch nicht. Warum?? Nun, wir bekommen einfach keinerlei Information oder gar grünes Licht für Berti: Sowohl ein Richter als auch die jeweils zuständige Gemeinde müssen schriftlich zustimmen, bevor ein Hund das Canile verlassen darf. Täglich fragen wir über unsere sardischen Kollegen via E-Mail, Telefon oder WhatsApp nach. Und täglich ist das Ergebnis, dass die betreffende Gemeinde nicht antwortet. Man hat einfach keinerlei Interesse an dem schwer kranken Berti. Er befindet sich seit Wochen auf der Krankenstation, in dieser nackten Zelle - ohne Tageslicht - und vegetiert auf der Palette vor sich hin. Ohnmächtig müssen wir praktisch zusehen, wie er schwindet. Wir werden Berti nicht aufgeben, müssen aber inzwischen damit rechnen, dass unsere Hilfe eventuell zu spät kommt…

 


Laika…niemals geht man so ganz…irgendwas von Dir bleibt hier….

Der Lieblingsplatz zwischen den beiden Sofas ist leer…nur noch ihr Halsband auf ihrem Platz…

 

Ihr Pflege-Frauchen schreibt: „Sie hat immer auf einer Matratze zwischen unseren Sofas gelegen. Wir werden ihr Schnarchen so vermissen. Sie war ein ganz, ganz feiner Hund.“

 

Fast auf den Tag sind es 5 Jahre her, dass Laika das Tierheim L.I.D.A. in Olbia/Sardinien endlich verlassen durfte. Zuvor hatte sie 8 Jahre dort im Zwinger verbringen müssen. Es war für Laika anfangs nicht leicht sich an das Leben in Freiheit zu gewöhnen. Sie hatte nie mit Menschen gelebt und es dauerte eine Zeit ihr Herz zu erobern.

„Laika hat ja nie gefordert, noch nicht mal gefragt. Immer zurückhaltend, nie gebettelt. Aber sie hat eine ganz stille, rührende Methode gefunden, sich eine Art Zuneigung extra zu organisieren: morgens ist mein aktuelles Schlafshirt beim Anziehen auf einem jener beiden Sofas gelandet, zwischen denen sie immer gelegen hat. Laika ist nie, nie aufs Sofa, aber wenn sie an das Shirt gekommen ist, hat sie es auf ihre Matratze gezogen, zusammengeknäult und zufrieden ihren Kopf daraufgelegt. So hatte sie "Nähe" für sich organisiert.“

 

Es gab für Laika in der ganzen Zeit nur eine Adoptionsanfrage…aber diese zerschlug sich …nicht soo schlimm. Sie hatte die beste (Pflege)-Familie und sie hatte sich in den Alltag integriert. Sie war schon längst kein „Pflegehund“ mehr und gehörte mit allen anderen Tieren zur Familie.

 

Unser aufrichtiger und herzlicher Dank geht an Laikas Familie. Wir sind mit der Familie sehr, sehr traurig. Es bleibt die Gewissheit, dass sie dort sehr glücklich war.

Laika ist am 30.01.2020 über den Regenbogen gegangen. Es wurde ein geplatzter Tumor im Bauchraum diagnostiziert.

 

Ihre Familie schickt einen letzten Gruß: „Tschüss Laika, alles Gute, wo immer du auch jetzt bist“


Thiago

Leider mussten wir unseren Thiago über die Regenbrücke ziehen lassen. Er hatte nur 1,5 schöne Jahre auf seiner Pflegestelle, davor gruselige 2,5 Jahre an der Kette auf Sardinien. Thiago hatte einen Hirn-Tumor.

Mach`s gut Thiago. Wir alle werden unser Riesenbaby nicht vergessen.

Seine Pflegemama hat ihn 1,5 Jahre begleitet und ihm die schönen Seiten des Lebens gezeigt.

Sie schreibt:

Von Anfang an hat Thiago mich so unfassbar beeindruckt.

Schon seine Optik sprach für sich. 65 kg und groß. Liebevoll wurde er Riesenbaby genannt. Und das war er auch. Ein 2,5 Jahre alter Hund, der nichts kannte außer Einsamkeit und ein Leben an der Kette. Wie konnten nur erahnen welch grauenhaften Erfahrungen er auf Sardinien noch gemacht haben musste…Und trotz seiner Vorgeschichte, war er von Anfang an aufgeschlossen, liebevoll und freundlich. Für ihn gab es nichts Schöneres, als bekuschelt und geliebt zu werden. Und genau diese Tatsache beeindruckte mich an ihm am meisten. Thiago musste alles lernen. Er kannte ja definitiv gar nichts: kein Halsband, keine Leine, keine anderen Hunde, keine Spaziergänge, keine Treppen….

Er lernte so schnell und freudig. Mit jedem Tag wuchsen wir als Team zusammen. Man konnte nicht anders, als diesen Hund zu lieben. Trotz seiner Hypotheken, die er im Gepäck hatte, war er einfach unbeschreiblich treu und loyal. Thiago war immer ein Hund der guten Laune. Seine Fröhlichkeit und Unbefangenheit, trotz der schlechten Vergangenheit, war bezeichnend. Keine Angst vor etwas Neuem zu haben, zeichnete ihn aus. Er war voller Vertrauen mir gegenüber. Jeden Tag konnten wir miteinander genießen. Er konnte sich an den Kleinigkeiten unfassbar erfreuen und wenn es nur eine rohe Möhre war….

Auch wenn er tatsächlich viel zu lernen hatte, war ICH es doch am Ende, die am meisten durch ihn gelernt hat.

Ich bin unendlich dankbar seine Pflegemama gewesen zu sein. Darüber hinaus waren wir so viel mehr. Ich habe mir Vieles für ihn gewünscht. Vor allem noch viel mehr Zeit.

Danke für alles mein "Dicker". Alle Worte hier würden Dir niemals gerecht werden. Danke, dass ich dich auf deinem Weg begleiten durfte. Danke, dass du mich begleitet hast. Danke, dass du warst wie du warst. Ich werde die Zeit mit dir niemals vergessen und vor allem dich werde ich niemals vergessen.

Du hast mich und mein Leben verändert.

Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben.

Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch,

wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch

immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an.

Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug.

Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich

sind: fehlerhafte, unvollkommene Menschen.

Menschen, die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben.

Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines

Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt

werden möchte. Er tut es einfach.

Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.“

 

(Picasso)



Viva

Vivas kleines Kämpferherz hat am 19.09.2019 aufgehört zu schlagen. Zu lange musste sie in einem Canile warten, um in die Freiheit reisen können. Diese Jahre dort ohne medizinische Versorgung, haben ihren kleinen Körper zerstört. Wir sind so dankbar, dass sie noch die letzten Wochen ihres Lebens auf einer tollen Pflegestelle erfahren durfte, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden. Danke Birgit, dass du Viva bis zur Regenbogenbrücke begleitet hast.

Viva wenn wir jetzt in den Himmel schauen, werden wir an dich denken...

Galina

Sie ist in der Nacht vom 6. September 2019  aufgrund von Nierenversagen  in der Klinik verstorben.

Wir sind unendlich traurig.

 


Maga
An manchen Tagen scheint es als ob der Himmel gar nicht aufhört zu weinen. Am 15.07.2019 war so ein Tag. Wir mussten Abschied von unserem alten Mädchen Maga nehmen. 2004 auf Sardinien geboren hast du 2014 unseren Kuschelbär Solo auf dem Weg zu uns begleitet. Während Solo, dieser Dickkopf, nicht aus seiner Transportbox raus wollte, bist du gleich ganz aufgeregt zu deinem Frauchen ins Auto gesprungen. Du und ich, wir waren von da an ein Team.
Gemeinsam mit Solo sind wir durch die Wälder und über die Wiesen gezogen. Und genauso wie er konntest du Stunden damit verbringen, Gras zu fressen. Im Haus hast du ein Plätzchen vor dem Schlafzimmer gefunden, wo du dich sicher gefühlt hast, den Platz vor unserem Bett hatte ja Solo für sich beansprucht!
Du warst immer ein ganz liebes anspruchsloses Mädchen und trotz deiner Krankheit (Herzwurm) und deines Alters recht fidel.
Aber das Alter ging auch an dir nicht spurlos vorbei. Du konntest immer schlechter laufen, kaum noch aufstehen und dein Geschäft machen. Nun bist du unserem Solo auf dem Weg über die Regenbogenbrücke gefolgt.
Machs gut alte Dame! Wir haben dich sehr geliebt! Danke dafür, dass du unser Leben bereichert hast!
 
Ute und Michael

Solo
Unser Solo ist heute morgen ( 21.6.2019)  den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen.
Auch wenn sich Herrchen und Frauchen im letzten Jahr getrennt haben, so war er doch unser beider Baby. 
Wir würden uns freuen, wenn ihr einen Nachruf bei Saving-dogs im Sternenhimmel veröffentlicht.
Vielleicht mit diesem Text:
Solo, als wir dein Bild bei Saving-dogs gesehen haben, wussten wir, diesen Teddybär wollen wir ein neues Zuhause geben. Dein trauriger Blick hat unser Herz tief berührt. 

 


Du hast sieben Jahre auf der Straße gelebt und bist schließlich im Tierheim gelandet. Aber dort warst du nur einer von vielen, du hattest keine Aufgabe, du warst ein Herdenschutzhund, du konntest nicht eingesperrt leben.

Wir mussten dich so schnell wie möglich dort raus holen. Also rasch den Zaun fertig stellen und alle Vorbereitungen abschließen um unseren Prinzen in Empfang nehmen zu können. Am Flughafen mussten wir dann die erste Hürde nehmen. Du wolltest nicht aus deiner Transportbox raus. Hier zeigte sich, dass du einen ganz schönen Dickschädel hattest. Wenn du etwas nicht wolltest, dann ging auch kein Weg rein. Zusammen mit Maga bist du dann im Juni 2014 bei uns eingezogen.
Es hat nicht lange gedauert und du hattest alle um den Finger gewickelt. Keiner konnte diesen Hundeaugen widerstehen. Wenn wir spazieren gegangen sind, hast du auf den Wiesen den "Plumssack" gemacht. Ihr beide habt Gras gefressen und Mäuse gejagt.
Vor ein paar Tagen hat es dann angefangen, dir ging es immer schlechter. Wir haben dich in die Klinik gebracht. Du wurdest behandelt und wir hatten Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Was dir wirklich fehlt konnte der Arzt nicht sagen.
Leider hast du es nicht geschafft.

 

Am Morgen des 21.06.2019 bist du den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir haben den besten Freund und treuesten Begleiter verloren, den man sich vorstellen kann. Du wirst immer in unserem Herzen bleiben!
Solo, ruhe in Frieden!
Ute und Michael

Ippei – Vom großen Glück einen alten Hund zu adoptiert zu haben…

Er war mehr als ein Freund und Begleiter – ein Seelenhund…

Ippei ist über den Regenbogen gegangen….

 

Ippei lebte viele Jahre mit seinen Brüdern Gampei und Sampei in einem Gehege in Tierheim von Olbia /Sardinien. Für alle Drei waren die Chancen auf Vermittlung recht schlecht. Als dann die Adoptionsanfrage für Ippei kam, hat es uns fast umgehauen vor Freude. Wenig später bekamen auch seine Brüder die Chance und wurden zusammen adoptiert. Es gab sogar ein „Familientreffen“ in Deutschland. Aber das Tierheimleben hatte Spuren hinterlassen: Gampei und Sampei starben kurz hintereinander.

Ippei holte sich sein Leben zurück. Aber die Lebensuhr lässt sich nicht anhalten und wir müssen mitansehen wie unsere geliebten Hunde an Kraft und Energie verlieren.

Wir wissen, dass der Tag „X“ kommen wird und dennoch können wir uns oft nicht darauf vorbereiten und es trifft uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel…

Und wir müssen diese Entscheidung treffen, von der wir hofften es niemals tun zu müssen…

Gute Reise über den Regenbogen lieber Ippei! Auf der anderen Seite wirst du deine Brüder wieder treffen!

Für Deine Familie:

„Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe die Augen und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer.

(Khalil Gibran)


Abschiedsbrief Deiner Familie (18.05.2019):

Mein lieber Ippei,

gestern war nun der Tag, vor dem ich mich am allermeisten gefürchtet habe. Ich musste Dich gehen lassen. 2003 in Sardinien geboren, 2019 in Herdecke gestorben. Was für ein Leben lag für Dich dazwischen? Als Du 2014 mit 11 Jahren in Düsseldorf gelandet bist, waren wir mindestens genauso aufgeregt wie Du. Aber wir haben sehr schnell einen Draht zueinander gefunden, ich war von Anfang an die Person, der Du bedingungslos vertraut hast. Du hast einfach Dein Leben in meine Hände gelegt und warst fortan mein Schatten. Ob im Haus oder außerhalb, Du warst immer an meiner Seite. Du musstest mit Deinen 11 Jahren alles lernen. Du hast es mir zuliebe ganz wunderbar gemacht.

Noch nie hatte ich einen Hund, der so einfach zu führen war. Du hast Dich bemüht alles richtig zu machen, so wie ich alles versucht habe, Dein Leben schön zu gestalten. Nachdem Du Dich etwas eingewöhnt hattest, gingen wir auf Reisen. Damit Du dich nicht immer an fremde Zimmer und Treppen (sehr schwierig) gewöhnen musstest, kauften wir ein Wohnmobil. Mit Dir und Gaia gondelten wir durch Europa, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, Dein Leben war bunt und abwechslungsreich. Wir 4 hatten großes Vergnügen zusammen. Von uns aus hätte es immer so bleiben können. Aber im letzten Jahr hat sich Gaia verabschiedet und nun hast Du uns verlassen.

Lässt uns mit Vicky und einer ganz großen Traurigkeit zurück. Du bist sehr schnell gegangen, keine lange Verabschiedung. Aber Dein Schatten ist nicht weg, er liegt auf meiner Seele.

 

Seelenhunde....

hat sie jemand genannt.

… jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben

… jene Hunde, die wie Schatten waren.

… wie die Luft zum Atmen.

… jene Hunde, die uns ohne Worte verstanden.

 

Ciao amico amore mio non ti dimentico mai

Waltraud


Lupo ist für immer gegangen ...

und er lässt uns mit unseren Tränen zurück…

 „Ohne die Tränen in unseren Augen gäbe es keinen Regenbogen in unserer Seele.

Und irgendwann sehen wir uns wieder – am Ende des Regenbogens.“


Am Ostersonntag 2019 verkündeten wir mit großer Freude, dass Lupo zusammen mit Luna auf eine Pflegestelle reisen darf. Wir waren so unendlich glücklich darüber. Seine Pflegestelle freute sich so sehr auf ihn und auf Luna und zuhause wurden die Vorbereitungen für die Ankunft der Hunde am 4.Mai getroffen….

Nun ist alles anders gekommen und die Freudentränen von Ostern sind jetzt Abschiedstränen!

Seine Reise ging heute nicht in seine Familie. Lupo hat die Reise über den Regenbogen angetreten…

Zwei Tage nach Ostern kam die erste sorgenvolle Nachricht unserer Kollegin aus Sardinien: Lupo humpelte massiv auf dem linken Hinterbein; konnte es nicht mehr aufsetzen. Ein Röntgenbild brachte keine Klarheit. Weitere Tierarztbesuche und Untersuchungen folgten. Eine große Strapaze für Lupo und unsere sardischen Kolleginnen. Fast schon apathisch ließ Lupo alles über sich ergehen.

Ein schrecklicher Verdacht schien sich zu erhärten: nicht die Leishmaniose, sondern der Krebs gewann die Oberhand über Lupos Leben. Sein linker Hoden war massiv vergrößert. Wenige Tage später konnte und wollte Lupo nicht mehr aufstehen…der Hoden war mittlerweile auf Tennisballgröße angeschwollen. Er weinte, als die Kolleginnen ihn säubern wollten. Jede Berührung am Hinterkörper machte ihm Schmerzen.

Es wurde zur schrecklichen Gewissheit, dass er nicht mehr reisen konnte.

Wie bitter und ungerecht das ist, kann wohl Jeder nachempfinden. Er hatte so ein grottenschlechtes Leben und mit vielen anderen Menschen haben wir uns für ihn endlich die Liebe und Pflege gewünscht, die er verdient hat und die er in nur wenigen Tagen bekommen hätte…Luna wäre bei ihm geblieben! Es gab dieses zuhause für beide Hunde!

Wir haben für ihn gekämpft, haben viel Unterstützung bekommen in Form von Geldspenden und Anteilnahme an seinem Schicksal. Dafür sagen wir nochmals „Danke“.

Besonders unsere sardischen Kolleginnen - Claudia und Eloise - haben sich intensiv um Lupo gekümmert und oft ging es nur noch unter Tränen…eine traurige Woche auf Hope … wir fühlen uns leer und ausgebrannt.

 

Lupo ist auf Hope beerdigt und er bleibt in unseren Herzen. Es bleibt nur der Trost, dass er nun keine Schmerzen mehr hat und seine Seele nun frei ist.

 

Letzte Worte

„…, wenn mein Geist geschieden,

so weint mir keine Träne nach;

wo ich weile, dort ist Frieden…

denn von den Sternen grüß ich euch!“