Monas Tagesreport

Hinweis für alle Leser:

Wir freuen uns unheimlich über das Interesse und positive Feedback zu Monas Tagesreport, vielen Dank! Bitte bedenkt jedoch, dass nicht alle hier geschilderten Maßnahmen generell bei jedem Hund funktionieren werden: Die Ängste sind so individuell wie die Hunde selbst. Wir sehen Monas Berichte als Inspiration für Hundehalter mit ängstlichen Hunden, die vielleicht nur ein paar neue Ideen oder einen Denkanstoß brauchen, um ihr eigenes, für ihren Hund passendes Konzept zu finden oder etwas Neues auszuprobieren.

 

Update 22.02.23 – unsere Mona ist bereit

Und zwar für ihre eigene Familie! Die süße Mini-Maus hat sich in beeindruckender Weise und sehr positiv entwickelt seit ihrer Ankunft in Deutschland am 22.01.2023. Die einzelnen Schritte sind in ihrem Tagesreport klar nachzuvollziehen. Ihre Pflegeeltern Karin und Günter haben das alles für Mona ermöglicht, indem sie die Kleine in der richtigen „Dosierung“ und zum richtigen Zeitpunkt gefördert und sanft gefordert haben und dies weiter tun. Natürlich ist aus Mona in dieser kurzen Zeit kein angstfreier Hund ohne Baustellen geworden. Aber sie ist auf einem hervorragenden Weg, den ihre neuen Menschen nun konsequent weitergehen können und sollten.

Es gibt einen guten Grund, warum Mona nun zeitnah in ihr endgültiges Zuhause einziehen sollte: Ihre Bindung zu Karin ist mittlerweile sehr intensiv. Je länger Mona auf ihrer PS bleibt, umso schwerer wird es für sie: Der Umzug ins eigene Zuhause, so wunderbar es unterm Strich ist, bedeutet für sie zunächst einen herben Verlust. Vertraute Umgebung, vertraute Hunde, vertraute und von ihr geliebte Pflegemama – alles ist dann weg. Mona muss sich zunächst wieder umorientieren. Ihre künftige Familie fängt zwar nicht bei null an, aber gerade zu Beginn muss man sich auf Rückschritte einstellen, bis die Süße das zuvor Erlernte wieder „abspulen“ kann. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

 

Was genau stellen wir uns für Mona vor?

Es muss ein reiner Frauenhaushalt werden, weil Mona in der Vergangenheit ganz üble Erfahrungen mit Männern gemacht zu haben scheint, die sich nicht - oder nur sehr langfristig - löschen lassen. Selbst Günter, der sich nach wie vor sehr viel mit ihr beschäftigt, sie füttert und generell eine Engelsgeduld hat, schafft es nicht, Mona die Angst zu nehmen. Auch der Besuch der Söhne versetzt sie nach wie vor in Angst und Schrecken. Sie zittert jedes Mal wie Espenlaub, mit Augen wie Untertassen. Wir möchten Mona solchen Dauerstress in ihrem Zuhause ersparen.

 

Ideal wäre ein Ersthund, sowohl als Fels in der Brandung als auch zur Orientierung. Allerdings müsste er Eigenschaften „a la Yuma“ haben: Der große Maremmano wird von Mona wirklich innig geliebt und gibt ihr die so dringend benötigte Sicherheit. Die Körpergröße des Ersthundes spielt also keine Rolle. Aber er muss ein sehr gutes Sozialverhalten aufweisen, darf auf keinen Fall dominant, eifersüchtig oder futterneidisch sein. Er muss Monas Anlehnungsbedürftigkeit „ertragen“ können. Zur Veranschaulichung ein paar Beispiele:

Wenn Mona auf der Couch zu Karin möchte und Yuma im Weg liegt, tapst sie einfach über den sanften Riesen drüber, als sei er ein Sofa-Kissen. Oder sie versteckt sich, indem sie sich unter seine Vorderläufe stellt, wenn ihr irgendetwas suspekt ist. Manchmal kaut sie ein Rinderohr unmittelbar vor oder sogar halb auf ihm liegend. Mona ist also völlig schmerzfrei, wenn es um körperlichen Kontakt zum Hundefreund ihres Vertrauens geht. Deshalb braucht sie einen Partner, der absolut in sich ruht und mega tolerant ist.

 

Wir möchten auch erwähnen, dass Mona aktuell nicht ableinbar ist und sich das möglicherweise nicht oder erst nach langer Zeit ändert. Dabei geht es keineswegs um Fluchttendenzen, sondern erstaunlicherweise eher um ihren Entdeckergeist. Im Haus kommt sie zuverlässig, wenn man sie ruft. Im Garten ignoriert sie den Rückruf, ist zu sehr mit ihrer Umwelt beschäftigt. Das gilt umso mehr bei Spaziergängen.

Wir suchen also empathische, geduldige und hundeerfahrene Frauen, die bereit sind, weiter mit Mona zu arbeiten. Wir wissen, dass unsere Mini-Maus dann bedingungslos ihr Herz an diese Menschen verschenkt und eine fröhliche und lustige Wegbegleiterin wird.

 

22.02.2023

Groooße Aufregung bei Mona vor dem Essen, die kleine Maus kann es kaum erwarten.

 

 


20.02.2023

Mit dem besten vierbeinigen Freund Yuma kann die kleine “Lady” auch schon die Butterdose ausschlecken. 😅

 

 

19.02.2023

Mona kämpft. Und zwar mit einem riesigen Rinderohr! Noch vor 3 Tagen war ihr das Ding mehr als suspekt. Kein Wunder, es ist ja fast halb so groß wie sie selbst. Aber ihr Freund Yuma hatte das Kauzeug zuvor schon leicht angeknabbert. Also wenn er ok findet, tut Mona das auch. Und es schmeckt ganz hervorragend, wie man sieht.

 


18.02.2023

Mona beweist heute richtig Courage: Karins kleines Anhängsel schafft es jetzt auch mal - ohne Körperkontakt mit ihr oder Yuma – in die große Lederkudde zu klettern und sich dort hinzulegen. Dann lauscht sie aufmerksam, was denn da wohl im Flur für Stimmen zu hören sind. Bisher hat sie sich in genau solchen Situationen, also bei neuen Geräuschen hinter geheimnisvollen Türen, unsicher an Karin gedrückt. Und zwar mit Augen wie Untertassen. Weiter so Mona, es wird!

 

17.02.2023

Wir hatten vor einigen Tagen berichtet, dass Günter sich täglich beim Essen verbiegt, um Mona unter dem Tisch anzufüttern. Gewöhnlich sitzt die Kleine dann rechts von Karin – also weit weg vom „bösen Mann“. Heute hat sie sich einfach vertan, weil sie Yuma folgte und deshalb zwischen Karin und Günter landete. Huch! Günter versuchte sein Glück und bot Mona ein Stück Frühstücksei an. Sie hat es angenommen, und zwar 3 x hintereinander. Das war natürlich mega-mutig, wenn man ihre Männerangst bedenkt!

Abends kam der zweite Sohn unvermittelt zu Besuch und Mona fiel fast in Ohnmacht vor Schreck. Da kamen sofort alte Ängste wieder hoch. Aber sie beruhigte sich relativ schnell und schafft es täglich, mehr Dinge zu ertragen, vor denen sie sich gruselt. Jeder Schritt bringt sie nach vorn.

 

16.02.2023

Mona konnte für eine Weile nur fressen, wenn Karin (und nur sie) im Raum war und demonstrativ in eine andere Richtung sah. Keine anderen Hunde, keine Geräusche. Bei der kleinsten Ablenkung trat sie in den „Hungerstreik“, war einfach zu gestresst. Aber manchmal wendet sich das Blatt erstaunlich schnell: Karin wollte Mona allein in der Küche füttern. Mona ging zum Napf, sah sich aber suchend um statt zu fressen. Da fehlt doch was? Also wurde Oma Isi in die Küche gebeten und futterte gemütlich in ihrer Kudde. Mona bestand darauf, dass ihr Näpfchen vom anderen Ende des Raums bitte gleich bei dem von Isi stehen muss. Dann war sie zufrieden und fraß mit ihr im Duett. Aus einer undenkbaren Situation ist spannenderweise von jetzt auf gleich eine geforderte Situation geworden. Und das zum Takt der Radiomusik!

 


15.02.2023

Heute hat Karin zum Kaffee eine Besucherin eingeladen. Bewusst eine Frau, aber Mona kennt sie eben nicht. Dann musste das Mäuschen auf den Schoß des Gastes, zum Bekuscheln. Das fand sie alles andere als lustig und zitterte vor Stress und Unbehagen, während sie angestrengt den Kopf abwandte. Krabbeln, kraulen und leise sprechen war die Aufgabe, die Mona für 5 Minuten aushalten sollte. Dann wurde sie sanft auf den Boden gesetzt. Das erste, was sie tat, war, sich ganz wild zu schütteln, um den Stress loszuwerden, der für sie in der Situation entstanden war.

Etwa eine halbe Stunde später wurde das Ganze wiederholt, ebenfalls nur für wenige Minuten. Diesmal blieb das Stress-Zittern aus und es war bereits eine kleine positive Veränderung zu spüren. Es sind diese Nuancen in der Entwicklung, die Mona täglich nach vorne bringen, dem Ziel entgegen.

 


14.02.2023

Monas Schlafgewohnheiten haben sich positiv verändert: Statt sich wie eine kleine Kugel zusammenzurollen, legt sie sich jetzt auf die Seite und streckt sich richtig aus. Eine gewisse Ruhe, Entspannung und vor allem Vertrauen treten ganz deutlich zutage. Wenn man bedenkt, dass sie erst am 22. Januar zu ihrer Pflegefamilie kam, ist das enorm.

 

 

 

 

13.02.2023
Mona liebt Yuma über alles. Der sanfte HSH ist ihr Riesenfels in der Brandung. Heute war Günter mit Yuma draußen bei der Gartenarbeit. Für Mona war es zu kalt zum danebenstehen, also blieb sie drinnen bei Karin. Aber sie suchte ihren Freund und lief immer wieder in den Flur, um durch die kleine Glasscheibe in der Tür nach draußen zu schauen. Wo ist mein Yuma?! Irgendwann entdeckte sie ihn, weil er vor der Haustür saß und zu ihr hinein blickte. Da hat sich das Mäuschen riesig gefreut und war ziemlich erleichtert!

 

 

12.02.2023

Monas Angst vor Männern ist so groß, dass Günter (der sich rührend um sie bemüht) nicht auf sie zugehen und ihr beispielsweise etwas Leckeres zum Naschen geben kann. Es gibt bei Karin und Günter aber keine Probleme, sondern nur Herausforderungen, denen man sich stellt. Lösungsansatz: Die beiden sitzen am Frühstückstisch, Mona zu Karins Füßen in ihrem geliebten Fellkörbchen. Günter schmiert für Mona ein Stück Knäckebrot mit Leberwurst und verrenkt sich dann so lange, bis seine Hand mit dem duftenden Leckerchen in Monas Radius ist. Die Kleine hat sich zunächst sehr lang gemacht und sah fast aus wie eine Stretch-Limousine. Aber sie hat es angenommen. Bei den nächsten Stücken wurde sie dann immer zutraulicher. Sie hat noch nicht wirklich verstanden, dass es Günter ist, der sie füttert. Selbstverständlich kennt sie seinen Geruch, aber er war halt nicht „im Bild“ und das ging erst mal klar für sie. So kann man sich ans Ziel herantasten.

Dazu muss man sich aber mit der Idee anfreunden, auch mal am Tisch zu füttern. Das möchte nicht jeder. Hier ist es aber der Sache dienlich und wird für Monas Fortschritt umgesetzt. Denn das Spezialbutterbrot impliziert nicht nur Leberwurst, sondern verknüpft auch Nähe und Geruch des Menschen positiv, vor dem man sich ja eigentlich fürchtet. Mit viel Geduld wird auch dieser Knoten irgendwann platzen und Mona kann die nächste Erfolgskerbe auf ihrem To-Do-Brett einkratzen.

 

11.02.2023

Wie Ihr schon wisst, zuckt Mona bei wirklich jedem Geräusch zusammen. Es muss also etwas passieren, denn diese Schreckhaftigkeit ist nicht nur kontraproduktiv für ihre weitere Entwicklung, sondern birgt natürlich auch einen gewissen Leidensdruck für die Maus. Da hilft nur Desensibilisierung in wohlüberlegter Dosierung, indem man eine moderate Geräuschkulisse herstellt, an die sich Mona gewöhnen kann: Karin lässt nun, ganz gegen ihre Gewohnheit, den ganzen Tag das Radio in Zimmerlautstärkte dudeln. Musik, Stimmen, auch mal ein schrilles Geräusch – damit kann man einiges abdecken. Sie telefoniert (inzwischen) auch in Monas Beisein oder schaltet abends den Fernseher für eine halbe Stunde ein, auch wenn sie lieber lesen würde. So kommen auch neue optische Reize dazu.

 

10.02.2023

Mona brauchte endlich mal neue Fotos, um Sardinien endgültig hinter sich zu lassen – und weil sie so ein süßes kleines Mädchen ist, das sich entwickelt hat.

Aber wie fotografiert man einen Hund, der panische Angst vor fremden Menschen hat? Man bekommt leider keine guten Fotos hin, wenn man ihn selbst an der Leine hält. Die sehen dann eher aus wie Satellitenbilder – wollen wir nicht. Also lädt man die Freundin auf einen Kaffee ein und geht ans Werk. Natürlich musste Mona bei der Fotosession Geschirr und Leine tragen, sonst hätte sie sich angesichts der Frau, die sie noch nie im Leben gesehen hat, einfach unter dem nächsten Busch versteckt. Man sieht auf dem ersten Bild die panisch geweiteten Augen. Mona war völlig eingefroren und ziemlich geflasht. Und dann wurde noch die gruselige Kamera auf sie gerichtet – die Kleine hat sich vermutlich ein Loch gewünscht, in dem sie verschwinden kann. Es galt aber, Mona auch an gewisse Situationen heranzuführen und diese gemeinsam zu bestehen. Und sie hat es geschafft! Von Entspannung kann man zwar nicht sprechen, aber sie wurde ein klein wenig lockerer und die nächsten Fotos sehen richtig niedlich aus, oder?

 

09.02.2023

Monas Welt wird täglich etwas größer: Saß sie die erste Zeit nur mit Telleraugen - nicht übertrieben - auf dem Sofa oder an einem anderen (nach ihrem Empfinden) sicheren Platz, geht sie jetzt einen Schritt weiter: Ganz von sich aus unternimmt sie kleine Entdeckungstouren im Haus, wenn Karin dabei ist. Kürzlich stand sie plötzlich in der Waschküche, Motto: „Kuckuck, ich bin auch hier“ und wedelte fröhlich. Oder sie reckt sich auf der Sofalehne ganz weit vor, um mal zu schauen, was denn wohl am Ende des Raumes so los ist. Heute hat sie sogar einen Blick ins Badezimmer riskiert. Der Raum war ihr vorher absolut suspekt. Es platzt fast täglich ein kleiner Knoten.

Wenn Mona mal muss, setzt sie sich, allerdings nur vor Karin, auf den Po und scharrt wie ein Kaninchen an deren Hosenbein. Günter übernimmt jedoch weiterhin jeden Gang in den Garten und beschäftigt sich viel mit ihr. Dennoch zittert jedes Mal, wenn ein Mann nur den Raum betritt, ihr kleines Körperchen noch wie Espenlaub. Sie verknüpft etwas Schlimmes mit dem starken Geschlecht; hier wird noch viel Zeit und menschliche Sozialarbeit nötig sein.

 

 

 

08.02.2023

Karin war heute allein unterwegs (Frechheit!) und Mona hat sie sooo vermisst! Günter war natürlich zu Hause. Ihre Freude und Aufregung war entsprechend, als „Mama“ wieder da war. Das kann man nicht beschreiben, sondern nur zeigen. Und Hunger hatte die Süße auch inzwischen - fressen geht ja nuuur wenn Karin dabei ist. Und weil Mona so entzückt war, macht es auch Sinn, in diesem Moment ein kleines Feuerwerk abzubrennen und mal so richtig mit ihr rumzualbern. Yippiiih!

 

 


07.02.2023

Heute hat Mona zum ersten Mal mit den anderen Hunden im Zimmer gefressen! Sie war zwar etwas gestresst, hat aber ihr Schüsselchen komplett aufgefuttert. Das ist ein gutes Beispiel für das Prinzip „Sanft fördern, aber nicht überfordern“. Vor 2 Tagen hätte das noch nicht funktioniert - es kommt auf das richtige Timing an. Mona versteht nach und nach, dass es bei ihrer Pflegefamilie ungefährlich für sie ist.

 

 

 

 

06.02.2023

Mona hatte eine Magenverstimmung und daher Durchfall. Deshalb gab es Schonkost in Form von Huhn mit Reis, frisch zubereitet. Mmmh, das war sooo lecker. Und nun zeigt die kleine Motte auch an, wenn sie mal raus muss. Am Abend war alles schon wieder fast gut im Bauch. Ihre Schreckhaftigkeit ist allerdings noch fast legendär: Mona fährt bei jedem Geräusch(!!) erst mal zusammen. Hier braucht es noch Zeit, denn ihr Trauma sitzt tief.

 

04.-05.02.2023

Mona genießt offenbar ihre menschliche Wärmedecke: Sie hat heute wieder auf Karin geschlafen. Ansonsten sitzt sie ganz dicht zu ihren Füßen. Deshalb hat sie ein zusätzliches kleines Kuschelkörbchen bekommen, das unter den Tisch passt. Mona hat es sofort angenommen und liebt es. Herrlich – was tut man nicht alles :-) Außerdem macht die Mini-Maus erste Erkundungstouren durchs Haus. Heute hat sie das Esszimmer inspiziert und ist Karin sogar in den Keller gefolgt.

 

02.-03.02. 2023

Mona ist, was Karin anbelangt, inzwischen ein kleiner Satellit und folgt ihr überall hin. Sie klettert ihrer Pflegemama auf dem Sofa sogar auf den Bauch, für ein Nickerchen in Geborgenheit. Niedlich, oder? Ansonsten muss halt Yuma herhalten. Diese Entwicklung freut uns sehr, denn Mona sucht aktiv Kontakt bzw. das Kontaktliegen. Ihre Meinung zu Männern hat sie noch nicht geändert, aber das erwarten wir auch nicht über Nacht. Günter bleibt am Ball.

 

 

 

 

01.02.2023

Damit Mona sich an den Alltag gewöhnt, fährt sie jetzt immer im Auto mit. Heute war sie z.B. dabei, um einen Großeinkauf Rohfleisch abzuholen. Mit von der Partie war ihr Lieblingsfreund Yuma, mit dem sich die Mini-Maus die Box teilte. Er gibt ihr die nötige Sicherheit. Und so schaute Mona sich interessiert um und warf auch durchaus einige neugierige Blick aus dem Fenster. Fazit: War gar nicht schlimm  :-)

22. bis 31.Januar 2023

Wir fassen die erste Woche zusammen, damit Ihr alle auf Stand seid: Mona kam am 22.01. mitten in der Nacht mit dem Shuttlebus an. Als sie ins Auto getragen wurde, war sie steif wie ein Brett. Weil diese erste Fahrt bzw. Kontaktaufnahme (für alle Hunde!) so unendlich wichtig ist für die Prägung, fuhr Mona auf dem Schoß von Pflegepapa Günter zu ihrer PS. Dick in Handtücher eingemummelt, weil man bei ihr nicht immer weiß, ob sie vor Stress oder Kälte zittert. Pflegehündin Jolin war auch mit an Bord, damit Mona schon mal „ein Näschen voll“ nehmen konnte.

 

Während sie mit den Hunden der PS absolut keine Probleme hat, bekam Mona bei den ihr unbekannten Menschen Telleraugen. Also verbrachte sie viel Zeit bei Günter auf dem Schoß, gemütlich unter seiner Strickjacke. Das half auch, zumindest die ersten beiden Tage. Mona war so durch den Wind, dass sie erst nach über 20 Stunden das erste Mal Pipi im Garten machte. Dort zitterte sie so sehr, dass man es selbst an der Schleppleine, die sie zur Sicherheit trug, fühlen konnte. Im Wohnzimmer krabbelte sie in eine der weichen Lederkudden und schlief dort, eingepackt in Kuscheldecken, erst einmal aus.

 


Pflegemama Karin bereitete Sorge, dass Mona nicht trank. Sie bot ihr ein Rohfleisch-Menü, Nassfutter und Trockenfutter an. Mona nahm zunächst Leckerchen aus Trockenfleisch, dann das Rohfleisch mit Gemüse. Gute Wahl, kleines Mädchen! Immer wieder bot Karin Wasser an. Nö. Sie überlegte schon, ihr mit einer Spritze Wasser in die Schnute zu geben, als Mona endlich trank. Ihr Futter bekommt sie nun mit etwas mehr Wasser.

Allerdings findet das Fressen im Moment nur unter „strengen Auflagen“ seitens Mona statt: Es darf außer Karin niemand im Zimmer sein, auch kein anderer Hund. Es darf keinerlei Geräusche geben wie Radio oder Fernsehen. An telefonieren ist nicht zu denken. Und man darf Mona nicht ansehen, sondern muss demonstrativ in eine andere Richtung schauen. Also das typische Programm eines Angsthundes, der sonst sofort ins Meideverhalten wechselt. Kommt Günter ins Zimmer, klappert irgendwo eine Tür oder hupt draußen ein Auto, stellt Mona sofort das Fressen ein und fängt auch nicht wieder an. Am Mittwoch hat sie das erste Mal Kot im Garten abgesetzt, weil auch das Lösen für die Maus zu stressig war.

 

 

Nach den besagten 2 Tagen findet Mona Männer aktuell zum Fürchten. Günter oder sein Sohn (beide sehr groß) brauchen nur den Raum betreten, dann zittert Mona wie Espenlaub. Hier darf man nun keinen Fehler machen und ihre Ängste bestätigen. Es ist deshalb Günter, der mit ihr in den Garten geht; Günter hat sie weiterhin auf dem Schoß zum Bekuscheln, Günter befasst sich ganz oft mit ihr.

 

Mona macht aber auch Dinge, die uns überraschen. Sie hat sich Yuma, den Maremma-Rüden mit der Engelsgeduld, als besten Freund auserkoren. Mona ist so winzig, dass sie locker 2 x unter ihm hindurchlaufen könnte. Bei Yuma kann sie wunderbar kontaktliegen, was sie sichtlich genießt. Und als sie mit Karin in der Küche war, hat sie sich ganz mutig zu Oma Isi (15) in den Korb gelegt. Isi ist eigentlich sehr eigen, wenn es um das Teilen ihres Korbs geht, ließ Mona aber gewähren.

 

Es ist zu niedlich, wenn das winzige Mädchen zwischen den 3 großen HSH sitzt. Es scheint, als fühle sie sich dort wohl und behütet.


Am Donnerstag hat sie zum ersten Mal Karin angewedelt! Mona findet Karin nämlich inzwischen toll und sucht deren Nähe. Auch das angebotene Rinderohr hat sie mal vorsichtig benagt. Im Haus ist die Kleine ganz ruhig, man hört keinen Ton von ihr. Im Schlaf allerdings verarbeitet sie im Moment ganz viele Dinge: Sie rennt, winselt, strampelt und knurrt auch ab und an, wenn sie ganz tief schläft.

Alles ist also in Bewegung. Jeder Tag ist anders, es gibt Fortschritte und Rückschritte. Aber so ist das eben, wenn man einen Angsthund auf den Weg bringt. Ihr werdet staunen, wenn Mona am Ziel ist. Bis morgen!