Was wurde aus ...

Lupo - großer Hund mit Hasenherz

Seit nunmehr einem Jahr teilen wir unser Leben mit dem Herdenschutzhund Lupo, (vormals Gesù). Wenn wir ihn auf ersten Fotos sehen, erkennen wir ihn kaum wieder. Nicht nur, dass er nochmals 15 cm Größe und 10 kg Gewicht oben drauf hat, sondern er ist heute eine meist lebensfrohe und zugleich imposante Erscheinung und ein großes Stück entfernt vom völlig überforderten und verunsicherten Junghund.

 

Aber nun zu seiner Geschichte:

Kurz vor Lupo hatten wir zwei anspruchsvolle Hundemädels. Da wir über lange Hunde-Erfahrung und ein großes Grundstück am Stadtrand von Köln verfügen und uns über Maremmanos informiert hatten, waren wir sicher, dass wir auch einem Herdenschutzhund ein gutes zu Hause bieten können.

Nach Kennenlernen auf der Pflegestelle und Vorkontrolle bei uns, stand seinem Einzug nichts mehr im Wege.

Aber es sollte sich rausstellen, dass nicht seine Herdenschutzeigenschaften, sondern seine tiefsitzenden Ängste allem Unbekannten, insbesondere Geräuschen gegenüber, zur Herausforderung wurden.

In fast allen Alltagssituationen führte er uns vor Augen, dass er auf Sardinien nichts von dem kennengelernt hatte, was ihn nun hier als Stadtrandhund erwartete.

Der bloße Anblick einer neu hingestellten Schubkarre in unserem Garten führte bei ihm zu panischen Verhalten. Das Rein und Raus aus dem Haus war mit viel Fingerspitzengefühlgefühl, „gutem Zureden“ und sanfter Gewalt ein Drahtseilakt. Spielten im Nachbarsgarten Kinder, floh er in die hinterste Ecke unseres Arbeitszimmers und war für die nächsten Stunden zu nichts mehr zu bewegen, geschweige denn, jemals diesen Garten wieder zu betreten. Wir zeigten ihm alles mit viel Geduld und Ruhe und hofften sehr, dass er uns irgendwann vertrauen könne.

 

Nach 6 Wochen bei uns, stand das saving-dogs Sommerfest an. Wir freuten uns sehr darauf, sein Pflegefrauchen und andere nette Leute mit ihren Hunden aus Sardinien zu treffen. Das Fest war toll organisiert, Karin Loebnitz war trotz ihres Eingebunden-Seins, immer ruhig und geduldig und hatte für alle ein offenes Ohr.

NUR: Lupo unser Riesenbaby war voller Angst. Sportplatz, Straßenverkehr und unbekannte laute Geräusche ließen ihn zeitweise einfrieren. Nur in kurzen Momenten im engen Kontakt mit uns oder mit anderen Hunden konnte er ansatzweise entspannen. Wir waren mehr als irritiert: da waren Hunde, die gerade ein- zwei Wochen in Deutschland waren und sie schien nichts aus der Ruhe zu bringen. Hatten wir was falsch gemacht? Hatten wir ihn in den ersten sechs Wochen zu sehr in Watte gepackt? Oder hatte Lupo aufgrund seines abgeschiedenen Aufwachsens auf Sardinien besondere Deprivationsschäden?

Heute - ein Jahr später - würde ich sagen: nein wir haben nichts falsch gemacht. Es war genau richtig, erstmal Lupos Vertrauen zu gewinnen. Hätten wir ihn direkt zu Beginn noch mehr in für ihn bedrohliche Situation gebracht, hätte er uns nicht vertrauen können.

In allen von uns beeinflussbaren Situation haben wir ihn stetig, wohldosiert und konsequent an Neues herangeführt. Nach 8 Wochen gab es im Haus eigentlich kaum mehr ein Geräusch, das ihn aus der Ruhe gebracht hat.

Auch war dieser Hund bereits nach 3 Monaten ein „Werkstatthund“. Das Geräusch, das jeden Besuchshund in Schrecken versetzen würde -nämlich Druckluft- war das Signal für Lupo zu wissen, wo Herrchen ist, um ihn einen Besuch abzustatten und eine Knuddeleinheit abzuholen. Unglaublich! Beim Treppenlaufen bekamen wir Unterstützung von Karin Loebnitz - seitdem auch kein Problem mehr.

Unser selbsternanntes 80/20 Programm zeigte Früchte. (täglich 80% Vertrautes und 20% Neues). Dabei gab es natürlich immer wieder auch Frust und Verzweiflung, dann, wenn es mal wieder nicht nur zwei Schritte vorwärts, sondern - warum auch immer- drei Schritte rückwärts ging. Aber wir ließen uns nie von unserem Weg des gegenseitigen Vertrauens abbringen.

 

Jetzt ist Lupo 1 1/2 Jahre alt, selbstbewusst und zielstrebig, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit seiner Menschen zu erhalten. Er läuft auf Spaziergängen so gut wie immer frei und orientiert sich sehr stark an uns. Er versteht sich mit fast allen Hunden, mit ausgewählten Kumpels spielt er gerne. Kleinen und gebrechlichen Hunden gegenüber besitzt er eine unglaubliche Sensibilität und hat schon dem ein oder anderen Mini Hund und dem zugehörigen Zweibeiner die Angst vor den „Riesen“ genommen. Er ist wachsam, aber allen Menschen gegenüber, die wir willkommen heißen, freundlich gestimmt.

Manche Ängste sind heute komplett verschwunden, manche halten sich hartnäckig und manche ploppen unverhofft zwischendrin wieder auf.

Vor Situationen - insbesondere verbunden mit Geräuschen - die wir ihm nicht wohl dosiert präsentieren können, fürchtet er sich leider nach wie vor. Er wird wohl niemals ein Hund sein, mit dem wir gelassen an einer dicht befahrenen Straße oder in einer Innenstadt spazieren gehen können. Das erste muss er hin und wieder, aber das andere so gut wie nie.

Er ist trotz allem unser Traumhund, der uns Tag für Tag mehr vertraut, er ist ein toller Begleiter über Feld, Wiese und Wald. Er ist ein überaus lustiger, manchmal tollpatschiger Kerl, der keine Schmuse- oder auch Tobe Einheit mit uns ausfallen lässt. Dabei ist er „bescheiden“ und fordert von sich nie Beschäftigung ein.

Er bereichert unser Leben so sehr und wir werden weiter mit einer gehörigen Portion Optimismus, viel Geduld und verlässlicher Konsequenz an seinen Baustellen arbeiten, so dass auch er sein Leben mit uns in vollen Zügen genießen kann.

 

Danke an das saving-dogs-Team für die tolle Tierschutzarbeit und die Rettung dieses sensiblen Riesen und Danke auch an die Top-Pflegestelle, mit der wir bis heute in gutem Kontakt stehen.


Honey

Hallo liebes saving-dogs Team,
ich hatte Honey von Ihrem Verein vor 9 Wochen übernommen. Claudia F. hat bei mir die Vorkontrolle gemacht und wir sind noch lose in Kontakt. Sie meinte, Sie würden sich über ein paar Fotos freuen. Ein Kollege photographiert ein bisschen als Hobby und war mal mit Camera mit Gassi...   ;-)   Die vom Sofa sind mit meinem phone gemacht , aber auch gut :)
Ich kann mir keinen passenderen Hund für mich und meinen Lebenstil vorstellen als Honey. Sie hat sich total toll entwickelt ( natürlich auch Dank der Pflegestelle bei Brigitte ) und macht jeden Quatsch relaxed mit  ;-)  Ohne Leine läuft sie seit der 5.Woche bei mir. Natürlich nicht überall, aber es klappt immer öfter, dass sie auch ohne Geschirr nur mit Halsband läuft. Aber das Geschirr ist immer griffbereit dabei ... 
Der Lanni war ein Gasthund für 4 Tage, auch da gab es null Probleme, die zwei Omis waren super zusammen.
Hoffentlich sind alle Neubesitzer so zufrieden wie ich.

Eine nette Woche wünschen Ihnen Honey & Anika


Viky

Unsere bezaubernde Herdenschutzhund-Mischlingshündin Viky fühlt sich bei Tomi Tomek in der französischen Schweiz unheimlich wohl, versteht sich blendend mit den über 100 Tierschutzkatzen im Haus und bewacht sowohl die Samtpfoten, ihre Menschen als auch das gesamte Grundstück. Die vormals zarte Junghündin hat noch einmal einen ordentlichen Schuss getan und innerhalb kurzer Zeit eine sehr enge Bindung zu Tomi aufgebaut, was bei Herdenschutzhunden normalerweise etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Wir sagen ARG– Alles Richtig Gemacht! Viky ist einfach nur ein Traum, schwärmt Tomi.

 

Hintergrund:

Frank Weber, der die Sendung hundkatzemaus bei VOX moderiert, war auf der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, suchte einen ganz speziellen Hund für außergewöhnliche Umstände. Nach einem Einbruch mit Diebstahl in der Katzenschutzeinrichtung, in der traumatisierte Katzen aus aller Herren Länder ein Zuhause finden, fühlte sich Eigentümerin Tomi Tomek nicht mehr sicher. Ihr wurde von der Polizei geraten, einem Hund die Bewachung des einsamen Grundstücks zu überantworten. Dieser Hund musste sich natürlich mit all den Katzen verstehen, sie beschützen und durfte auch nicht das überall aufgestellte Katzenfutter wegfressen.

Nicht ganz einfach…Frank Weber wurde mit der Suche nach diesem speziellen Hund beauftragt und kam nach mehreren Fehlschlägen auf uns zu. Wir hatten eine tolle Kandidatin: Viky! Wir fuhren mit ihr und dem VOX Team in die Schweiz und stellten unsere Junghündin Mensch und Tier vor. Die hübsche Maus bestand alle Voraussetzungen mit Bravour, inspizierte die Außengehege, das Anwesen, die Katzen und mochte auch Tomi sofort.

Vikys Vermittlung wurde in 2 Teilen bei hundkatzemaus ausgestrahlt. Sie ist seit dem 20. Januar dort und nimmt ihren Job sehr ernst. Zufällig vorbeikommende Touristen werden lautstark gemeldet, jede außergewöhnliche Bewegung in der Nähe des Grundstücks wird registriert und bewertet.

Ganz nebenher hat sich Viky auch mit einem der Kater eng angefreundet und schlabbert jeden Tag mit ihm gemeinsam den Quark aus einer Schüssel. Tomi liebt ihre Viky über alles. Sie und ihre Katzen können wieder ganz beruhigt schlafen. Viky geht völlig in ihrer Aufgabe auf und führt ein tolles, auf Herdenschutzhunde abgestimmtes und auch behütetes Leben!


Molly



Ciglietta

Liebe Pflegemama,

vor einem Monat fuhr ich bei Dir los, in mein neues Zuhause und was soll ich sagen, ich finde, dass ich das große Los gezogen habe.

Dir zu vertrauen, war die beste Entscheidung meines Lebens. Ja, es war nicht immer leicht mit mir, Du musstest Dir einiges einfallen lassen, damit ich nicht überall nur Gefahren sehe, aber das hast Du richtig toll gemacht.

Meine neuen Menschen sagen, dass ich sehr gut vorbereitet wurde und so fühle ich mich auch. Schon seit zwei Wochen laufe ich ohne Leine. Klar habe ich oftmals Angst in neuen Situationen oder bin vorsichtig, aber mit meinem neuen Frauchen an meiner Seite habe ich bisher alles geschafft, was das Leben im eigenen Zuhause bietet. Hier gibt es wildlebende Tiere und raschelnde Bäume, die auf den Spaziergängen mit Eicheln nach mir werfen. Im Allgemeinen bleibe ich dicht hinter meinem Menschen, wie bei Dir. Aber seit ein paar Tagen unternehme ich dort wo ich mich gut auskenne, den einen oder anderen kleinen, eigenverantwortlichen Ausflug in die Büsche oder luscher über den Knick, komme aber sofort angerast, wenn ich gerufen werde – Deine Erziehung sitzt.

Außerdem haben die hier viel Wasser mit Sand, nennt sich Strand, davor. Wenn wir da sind, weht es immer besonders doll. Ob das was mit mir zu tun hat weiß ich nicht. „Wind von vorn“ finde ich gut, da halte ich die Nase gern in den Wind, aber „Wind von hinten“ verunsichert mich. Dann wuschelt immer einer durch mein Fell und wenn ich mich umdrehe ist da keiner – komisch.

Wie Du siehst, ist es spannend und aufregend. Und auch hier freuen sich alle über meine Fröhlichkeit, die ich mir bewahrt habe - lachen über meine Freudensprünge und sind völlig von den Socken, wenn ich mit fliegendem Schwänzchen und überholendem Hinterteil ihnen entgegeneile.

Neue Hundefreundschaften habe ich noch nicht geschlossen. In der Umgebung gibt es zwar viele andere Hunde, aber keine ist so wie Du – meine Freundin Sina.

Kurz gesagt, es geht mir „sau-gut“. Die ersten Schritte im neuen Zuhause mit Körbchen auf Lebenszeit sind gemacht. Meine Menschen freuen sich täglich über mich, sind begeistert, dass wir uns gefunden haben und ermuntern mich weiter ein kleiner Frechdachs zu werden.

Danke liebe Pflegemama, dass Du mir das ermöglicht hast.

„Dein Mädchen“ werde ich immer bleiben und selbstverständlich bleiben wir in Verbindung.

Für heute soll es das gewesen sein.

 

Ein paar Bilder lege ich hinzu. Zum Fotomodel reicht es immer noch nicht, sieht eher aus wie auf der Flucht. Wir üben weiter.

Liebe Grüße und ein herzliches Wuff

Deine Ciglietta


Nerina J

 

Nach all den leidvollen Jahren ist sie nun auf der Sonnenseite des Lebens. Sie wird geliebt und ihre wunderbare Familie trägt sie auf Händen. Sie hat Hundefreunde und demnächst geht es noch in den Urlaub.

Wir danken aber auch vielen weiteren Unterstützern, die uns mit Spenden und ihrer Anteilnahme geholfen haben. Es ist so wichtig für uns und unsere Arbeit.

Nerina - Mädchen: wir wünschen dir von dieser Stelle ein spannendes und fröhliches Leben. Genieße jeden Tag! Es ist dein Leben im Glück!

 

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Carino

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Carino und Susanna
Carino und Susanna

Maggie

Hallo Team saving-dogs,

vielen Dank für die Mail und die Einladung. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Leider sind wir an dem Tag noch im Urlaub in NL, einem Ferienpark mit Freizeitsee für Maggie.

Maggie geht es gut. Sie macht zwar unheimlich viel Dreck  - hat sich ein großes Loch unter der Gartenbank gebuddelt und  manchmal - nachdem sie im Hundepool war - geht sie etwas in ihre "Wohnung" -  doch die Freude die sie uns macht, überwiegt bei WEITEM ALLES.

Sie ist unser - Herrchen, Frauchen, Oma, Opa - Sonnenschein.

Sie muss jetzt - wenn Opa mit ihr alleine ist - einen Tracker am Halsband tragen, denn sie ist vor kurzem schon mal alleine spazieren gegangen.

Opa hatte die Garagentür auf und es war eine Einladung für unseren Schatz, alleine spazieren zu gehen. Alptraum für uns alle!

Falls auch in diesem Jahr die italienischen Tierschutzfreunde aus Sardinien anreisen: Bitte übermitteln Sie den Gästen aus Italien unseren

herzlichsten Dank, dass sie MAGGIE gerettet haben. Wir können uns ein Leben ohne Maggie-Schatz nicht mehr vorstellen. Die Hundetrainerin,

die uns alle 2 Wochen besucht, meint, dass Maggie ganz große Fortschritte gemacht hat. Sie darf aber bei uns Maggie bleiben.

Vielen Dank und vielleicht bis zum Sommerfest im nächsten Jahr.

Sonnige Grüße aus Dinslaken bei Wesel

Detlef und Karola und Maggie F.