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Ab sofort unter unserem Schutz



Lana, was hat man dir nur angetan?! Du solltest sterben…

Als wir von ihrer Existenz erfuhren, war Lana laut Aussage der Canile-Mitarbeiter etwa 8 Monate alt. Der Kieferbruch, mit dem sie dort eingeliefert wurde, sei inzwischen (unbehandelt!) verheilt. Als Überbleibsel dieser Verletzung schlabbert Lana etwas beim fressen, weil ihr mal ein paar Bröckchen daneben fallen, sagte man uns.

Wir nahmen das fröhliche, agile Mädchen in die Vermittlung auf. Als auf HOPE ein Platz frei wurde, holten wir Lana sofort aus dem Canile. Nun konnte sie zumindest im Freilauf toben und hatte menschlichen Zuspruch. Es ist jedoch in einer Auffangstation mit 2 Pflegerinnen für alle Bewohner nicht möglich, den Fokus so intensiv auf einen einzelnen Hund zu legen wie auf einer PS in Deutschland mit Ganztagsbetreuung.

Als Lana Mitte August bei ihrer Pflegefamilie eintraf, kam der Punkt, an dem wir ihre Geschichte umschreiben mussten: Es zeigte sich bald, dass die Kleine trotz uneingeschränkter Mobilität ein auffälliges Gangbild hat. Wir stellten Lana deshalb zeitnah unserem renommierten Orthopäden vor, der sie unter Narkose röntgte – selbstverständlich auch ihren Kiefer und Schädel. Die Resultate:

  • Orthopädisch ist alles in Ordnung, Ellenbogen, Hüften und Knie einwandfrei. Aber alle(!) Wachstumsfugen sind noch offen. Das bedeutet, dass Lana deutlich jünger ist als auf dem Papier. Der zuständige Veterinär auf Sardinien legt grundsätzlich das Alter fest und gemäß Ausweis ist sie 1 Jahr alt. Tatsächlich jedoch erst etwa 7-8 Monate.
  • Lanas Gebiss weist alle Zähne auf, jedoch stehen Ober- und Unterkiefer so schräg zueinander, dass sie sich den unteren Fangzahn beim fressen entweder in den Gaumen drückt oder damit den oberen Fangzahn berührt. Das ist schmerzhaft! Deshalb darf Lana keinesfalls Trockenfutter bekommen oder auf etwas Hartem kauen. Letzteres ist gerade für einen Junghund, der noch ein starkes Nagebedürfnis hat, die Höchststrafe.
  • Die Zunge weist einen tiefen horizontalen Riss weiter hinten auf. Dort fehlt Gewebe. Wir können nur vermuten, dass dies entweder eine Folge des Kieferbruchs ist (draufbeißen) oder direkt dabei passiert ist.

Da Lanas Knochenbau komplett in Ordnung ist und weder Narben noch alte Verletzungen sichtbar sind, können wir einen (Auto)Unfall ausschließen. Unser Orthopäde vermutet, dass das auffällige Gangbild eine neurologische Ursache hat und rät zu einer Computertomografie des Schädels. Das Röntgenbild konnte hierüber keinen Aufschluss geben. Es ist beinahe Gewissheit, WIE Lana sich den Kieferbruch zugezogen hat, nachdem ein Unfall nicht in Frage kommt:

Entweder durch einen brutalen Fußtritt vor den Kopf oder einen heftigen Schlag mit einem harten Gegenstand (Schaufel, Brett…), um sich ihrer zu entledigen. Und das wurde Lana angetan, als sie noch ein Baby war!! Leider sind solche Gräueltaten noch immer eine Methode, sich ungewollter Welpen zu entledigen. Lana hat so gut wie sicher eine schwere Misshandlung und ein Trauma wie durch ein Wunder überlebt! Wir wagen uns kaum vorzustellen, was sie als Welpe durchlitten hat...

 

Es ist unglaublich, dass sie trotzdem so ein fröhliches, aufgeschlossenes Mädchen ist. Altersbedingt hat sie ein ausgeprägtes Lauf- und Bewegungsbedürfnis und kommt noch nicht schnell „runter“. Sie geht schon prima an der Schleppleine, findet Spaziergänge spannend, tobt und rennt durch den Garten, beschäftigt sich unermüdlich mit ihren Spielzeugen. Lana ist stubenrein und hat, wie jeder Teenager, viele kreative Ideen. Im Haus fordert sie - etwas tollpatschig und persönlich - die Katzen zum Spielen nach Hundeart auf, da muss man ihr zuweilen Einhalt gebieten. Um Kiefer und Zähne zu schonen, wird sie schlicht aus einer weichen, biegsamen Schüssel gefüttert. Das klappt wunderbar - Lana verputzt jede Mahlzeit mit Begeisterung, es bleibt nicht ein Häppchen übrig.

Nun versuchen wir, uns per CT Gewissheit darüber zu verschaffen, ob Lanas Gehirn bei dem Vorfall auch Schaden genommen hat (Knochensplitter, Quetschung etc.) und eventuell das Gangbild erklärt. Der Termin zur Erstvorstellung in der Klinik ist für den 11. Oktober angesetzt, dann erst wird die Untersuchung terminiert. Wir haben auf eine schnellere Abklärung gehofft, müssen uns aber leider gedulden. Drückt der tapferen Maus bitte die Daumen! Wir melden uns danach mit Neuigkeiten zurück.

 

hier geht es zu Lanas Vermittlungsseite


Spoty, was musst du noch erdulden?

 

Wir machen uns Sorgen um Spoty. Der hübsche Rüde sitzt immer noch im Canile, bekommt keine Adoptionsanfrage. Warum nur?! Er ist verträglich mit Rüden und Hündinnen, freundlich zu Menschen. Einfach ein netter Kerl, der eine Chance verdient hat! Spoty hat sich so unfassbar gefreut, dass endlich mal jemand am Gehegegitter stand und wirklich zu IHM wollte, um das Video zu drehen. Aber er konnte diesen kurzen Glücksmoment gar nicht genießen… Ständig schüttelte er den Kopf, weil er eine heftige Ohrenentzündung hat; rannte hin und her, um den Schmerz loszuwerden.

 


Wir würden das keine 10 Minuten aushalten – dennoch wird eine quälende Otitis im Canile nicht behandelt. Es gibt dort keinen Tierarzt. Außerdem juckte es den armen Tropf überall, was die Vermutung nahe legt, dass ungebetene Mitbewohner ihn zusätzlich piesacken. Wir sehen auch, dass er Gewicht verloren hat…

Spoty braucht dringend jemanden, der ihn aus dieser Hölle befreit, bevor aus dem netten, menschenbezogenen Rüden ein Hund wird, der sich aufgibt. Wer kann ihm helfen und hat ein Körbchen frei?

 

Weitere Informationen zu Spoty gibt es auf seiner Vermittlungsseite