ES BRENNT

 

PATENSCHAFTEN

 

NEWS

NEWSLETTER
ANMELDUNG

TICKET-ZENTRALE



Ab sofort unter unserem Schutz



4 JUNGE HERDENSCHUTZHUND-MISCHLINGE WARTEN AUF IHRE FAMILIEN

Sie sind jung, fröhlich, unkompliziert, abenteuerlustig und sehr menschenbezogen. Bonita, Milo, Leroy und Lakota können es gar nicht abwarten, endlich bei ihren Für-Immer-Familien einzuziehen! Da sich jeder der Süßen sehr bindungsfreudig zeigt, sollten sie nun zeitnah ihren endgültigen Platz im Leben finden. Wenn Sie über ein lückenlos eingefriedetes Gartengrundstück verfügen (1,50 – 1,60 m, nicht niedriger) und die herausragenden Eigenschaften eines Herdenschutzhundes schätzen, dann melden Sie sich bitte für ein erstes Gespräch bei den zuständigen Vermittlerinnen. Wir suchen für die 4 Wonneproppen grundsätzlich junge, aktive Familien. Milo, Bonita und Leroy sind katzenverträglich, bei Lakota kann dies auf Wunsch getestet werden, da der junge Mann noch keine Katzen kennengelernt hat. Natürlich kann unser HSH-Quartett auch bei den jeweiligen Pflegestellen besucht werden. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass Kennenlern-Treffen ausschließlich bei einem positiven Fragebogen im Vorfeld stattfinden können.

 


Bestes Camillönchen

Heute vor einem Jahr kamst du stinkend und mit einem Rucksack voller schlechter Erfahrungen bei uns an. Jeden Tag haben wir den Rucksack ein bisschen mehr ausgepackt und nach einem Jahr kann ich aus vollem Herzen sagen, dass du angekommen bist.

Du Knalltüte gehörst zu uns.

 

Danke an saving-dogs e.V. für eine großartige Tierschutzarbeit.

Auf ganz viele gemeinsame Jahre

 

Adopt, don't shop


PIOPPO GEHT SEINEN WEG – SCHRITT FÜR SCHRITT

Nach dem lebensrettenden Umzug vom Canile nach HOPE ist Pioppo Anfang Juli zu seiner Pflegestelle gereist. Allen war und ist bewusst, dass er ein schwer traumatisierter Hund ist. Und dass seine Ankunft, die ersten Schritte, Tage und Wochen eines besonders intensiven Austausches zwischen Pioppos Pflegefamilie und seiner Vermittlerin bedürfen, die sich mit HSH und Angsthunden bestens auskennt. Seine Pflegestelle ist ebenfalls versiert, hat bereits einen Angsthund, auch ein Maremmano. Und eine selbstsichere Hündin. Der Anfang war natürlich strubbelig, jedoch hatte niemand die rosarote Brille auf und damit falsche Erwartungen. Die Zwischenbilanz nach nur 3 Wochen ist genau deshalb ein Erfolg und einfach fantastisch!!


An dieser Stelle möchten wir uns zuerst ganz herzlich bei seiner Pflegestelle bedanken. Pioppo vertraute niemandem, Geschirr und Leine versetzten ihn natürlich in Panik. Die Heimfahrt nach der Ankunft in Deutschland, der Weg vom Auto ins Haus, das Betreten des Gartens…all das sind tatsächlich große Herausforderungen für Mensch und Hund. Pioppos Pflegeeltern meistern sie mit genau der richtigen Energie, mit Mut, Ruhe und Geduld. Pioppo überraschte sie, indem er nach relativ kurzer Zeit das Wohnzimmer erkundete. Als jedoch die Menschen herein kamen, verkroch er sich in die hinterste Ecke und kauerte dort. Wenn keiner hinsah, löste er sich im Haus, denn er traute sich nicht in den Garten. Die ersten Ausflüge dorthin unternahm er auf dem Arm seiner Pflegeeltern. (Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass diese Arbeitsweise nicht mit jedem Angsthund sinnvoll ist und sogar in einigen Fällen kontraproduktiv oder riskant sein kann). Immer wieder wurden diese Ausflüge wiederholt, bis einer der vielen Knoten platzte und Pioppo sich draußen lösen konnte. Die neuen Eindrücke waren so überwältigend, dass er zwischendurch sehr viel schlief, um es sacken zu lassen. Es gab so viel zu verarbeiten – und genau das tat er!

 

Bald darauf war er in der Lage, kurze Strecken an der Leine zu meistern, jede davon ein Schritt in seine neue, noch unbekannte Welt. Pioppo begann, sich für alles um ihn herum vorsichtig zu interessieren! Diesen gebeutelten Hund auf einer Wiese, im Wald, den Blick in die Weite gerichtet zu sehen, ist weitaus mehr, als wir nach so kurzer Zeit zu träumen gewagt haben. Es geht aber noch weiter: Seine Pflegestelle arbeitet kontinuierlich am Körperkontakt, auch hier in wohldosierter Weise. Pioppo zuckte zunächst vor der Hand zurück, fand es gruselig. Täglich weniger, bis aus Unwohlsein und Meideverhalten Schritt für Schritt Genuss wurde. Jetzt sucht er bereits Kontakt und möchte gekrault werden! Seine Spaziergänge liebt er inzwischen und ist weitestgehend stubenrein.

Die Eroberung des Sofas ist ein weiterer Meilenstein. Pioppo sucht Sicherheit, hält den Blickkontakt immer öfter – dieser tolle Bursche WILL dabei sein, springt täglich über seinen Schatten und lässt dabei jedes Mal ein Stückchen seiner Vergangenheit hinter sich. Er hat gelernt, entspannt zu liegen und zu schlafen, träumt sogar dabei.

 

Auch mit den beiden Ersthunden der Pflegestelle verträgt er sich und beginnt, von sich aus Kontakt aufzunehmen. Wird er zu taff angespielt, ist er verständlicherweise noch sehr verunsichert. Er wurde in der Vergangenheit schließlich immer wieder von mehreren Artgenossen angegriffen; spielerische Aufforderungen sind im daher fremd. Aber auch das wird er lernen. Pioppo orientiert sich stark an seiner neuen Hundefreundin Peachi, die mit ihrer sicheren und vorwitzigen Art genau die Energie ausstrahlt, die er braucht. Er wird beide Ersthunde bald einschätzen können und dann wird wieder ein Knoten platzen. Und noch einer, und noch einer. Bis sich das ganze Knäuel aus Furcht, Unsicherheit und Angst ums eigene Leben aufgelöst hat und er sich mit Hilfe seiner 2- und 4beinigen Freunde neu erfunden hat.

Pioppos Weg ist ein Pfad voller Hoffnung. Er macht Mut und zeigt, dass nichts unmöglich ist, wenn man es richtig angeht. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Berichte – weiter so Pioppo!