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MIA HAT KOMPLETT MIT IHREM ALTEN LEBEN ABGESCHLOSSEN…

Und zwar gründlich: Sie hat die Härte des Canile, Mobbing durch ihre Schwester und sogar ihre partielle Blindheit hinter sich gelassen. Die Maus hat all die Bürden ihres jungen Lebens abgestreift wie eine alte Haut, sich neu erfunden. Von jetzt an gibt es nur noch MIA.2.0.

 

Und diese neue Mia startet fröhlich durch, fängt endlich an zu leben! Zunächst war sie auf ihrer Pflegestelle, bedingt durch die Sehbehinderung, etwas schüchtern und unsicher. Aber die Katarakt-OP war ein voller Erfolg und Mia eine Musterpatientin: Augentropfen – kein Problem. 14 Tage Optivizor tragen – kein Problem. Damit konnte sie ohne Einschränkung fressen, trinken, hören und auch spazieren gehen.

Zum rechten Auge: Laut Augenärztin besteht aktuell keinerlei Handlungsbedarf, es ist genügend Restsehvermögen vorhanden. Das Auge sollte regelmäßig kontrolliert werden. Falls dort doch irgendwann eine OP nötig werden sollte, stellt saving-dogs die dafür gesammelten Spenden in Höhe von 900,- Euro natürlich zur Verfügung. Die Pflegestelle würde ebenfalls Mias Familie mit Tipps, Rat und Tat zur Seite stehen. Keiner weiß, ob und wann diese OP ansteht. Aber Mia hat ein Carepaket und ist gut vorbereitet, ihre Zukunft ist dahingehend gesichert.


Jetzt flitzt Mia begeistert über die Wiesen, bestaunt jede Blume, sieht sich intensiv um. „Kuckma kuckma kuckma“ ist ihr Motto. Genießen mit ALLEN Sinnen. Es ist eine schiere Freude, ihr dabei zuzusehen. Rückruf und Autofahren klappen auch schon prima. Mia fällt zwar nicht jedem gleich um den Hals, aber wenn man ihr Herz einmal erobert hat, ist ihr Vertrauen grenzenlos.

Mia ist bereit! Bereit für eine eigene Familie. Was suchen wir für unseren kleinen Flauschball?

Die Maus guckt viel bei ihren Hunde-Kumpels ab und möchte immer das haben, was die gerade bekommen. Selbst einen Krallenschnitt oder gebürstet werden. Deshalb wäre ein souveräner Ersthund ideal. Ihre Menschen sollten Hundeerfahrung haben, gerne in der Natur unterwegs sein, jedoch Mia aufgrund ihrer Größe keine 12 km-Gewaltmärsche abverlangen oder sie am Rad laufen lassen. Im Haus ist die Kleine gelassen und ruhig, macht nie etwas kaputt, ist absolut katzenverträglich. Lernen findet sie toll, ist durch Leckerli sehr gut zu motivieren. Ausgiebige Schmuseeinheiten sind Pflicht – davon kann Mia nicht genug bekommen und fordert dies inzwischen mit einem sanften Pfotenstubser ein.

Wir sehen Mia nicht als Stadthund, umgeben von Lärm und Menschenmengen. Sie mag es eher beschaulich, was aufgrund ihrer holperigen Vergangenheit verständlich ist.

 

Wer möchte sich von der Süßen becircen lassen und macht ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann?



TONINOS CORONA-DESASTER

Viele von Euch kennen „unseren“ Bauern Tonino, der sich aufopfernd um viele notleidende Hunde kümmert, obwohl er selbst sehr arm ist. Für alle, die es versäumt haben: Lest bitte seine Geschichte – es lohnt sich! Wir haben sie in 3 Teilen archiviert. Von Teil I führt jeweils ein Link weiter zum nächsten Teil.

 

Aktuell sind wir alle betroffen von den Corona-Einschränkungen, verfolgen „die Zahlen“, sorgen uns um die Zukunft. Wir möchten keine Masken tragen, beschweren uns über die Quarantäne, jammern auf hohem Niveau. Es ist sicher nicht einfach, aber es geht uns vergleichsweise gut! Denn abseits der Mainstream Medien spielen sich Dramen in aller Stille ab. Dramen, die uns nicht nur als Tierschützer angehen:

Tonino hat in seiner Not einen Freund von saving-dogs kontaktiert, der auf Sardinien lebt und den Bauern schon ewig kennt. Tonino und seine Frau haben nichts mehr zu essen! Sie leben von einer kleinen Pecorino-Käse-Produktion sowie etwas Fleisch aus der Jagd. Beides wird üblicherweise auf dem Markt verkauft und ist die Existenzgrundlage der alten Bauersleute. Nun sind die Märkte gesperrt, der Verkauf verboten. Und selbst wenn dem nicht so wäre: Die Schafe geben keine Milch mehr, weil auch sie hungern. Ebenso wie Toninos Jagdhunde und die Streuner, um die er sich kümmert. Alle kämpfen ums nackte Überleben! Es gibt keine Carepakete für hungernde Menschen. Und schon gar nicht für Tiere.

Und trotzdem ist Toninos Herz wesentlich größer als sein leerer Magen: Ein Nachbar hatte ein Ferkel in seinem Wurf, das kümmerlich blieb. Er wollte es entsorgen. Tonino hat das verhindert, indem er es bei sich aufnahm. Und nicht etwa im Stall, nein – das Schweinchen lebt im Haus wie ein gut erzogener Hund und ist stubenrein. Tonino bringt es für Geschäfte nach draußen. Danach kommt es wieder mit rein und wirft sich auf den Rücken, um sich voller Wonne den Bauch kraulen zu lassen. Tonino hat keineswegs die Absicht, es zu schlachten, damit sie wenigstens eine kurze Zeit etwas zu essen hätten! Das Ferkel hungert natürlich auch, da Tonino es nur von der eigenen kläglichen Ration durchbringt.

 

Als wir dies alles hörten, brachte es eine Kollegin treffend auf den Punkt: Hier müssen wir sofort als saving-dogs-Familie ran! Und zwar nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen. Krankheiten und Elend kennen keine Ländergrenzen. Mitgefühl und Solidarität aber auch nicht. Und wir sind genau das: Eine Familie.

 

Unser Freund sagte einmal: Es gibt arm, ärmer und Tonino. Tonino hat ein kleines Auto und kann es sich nicht leisten, für mehr als 5 € zu tanken. Nun ist ihm unterwegs der Sprit ausgegangen und er besitzt nicht einmal diesen kleinen Betrag, um sein Auto wieder nach Hause zu bringen.

Über den Verein haben wir veranlasst, dass 30 Säcke Hundefutter in 2 Lieferungen zu Tonino gelangen. Hier hilft, wie schon so oft, unser Freund vor Ort: Er wird (da auch Fahrten zu anderen Leuten verboten sind und zu hohen Geldbußen führen können) nachts auf eigenes Risiko das überlebenswichtige Futter transportieren.

 

Viele unserer Teammitglieder waren sich sofort einig, jeweils auch privat Beträge für Lebensmittel zu spenden. Unser Freund wird im Supermarkt alles Notwendige besorgen und ebenfalls mit zu Tonino nehmen. Er und seine Frau sollen keinen Tag mehr hungern. Als sie dies erfuhren, standen dem wettergegerbten alten Mann die Tränen in den Augen. Seine Frau weinte ebenfalls und sagte, sie könne das nie wieder gut machen. Sie wollte unserem Freund ein Brot mit Schafskäse machen, hatte aber kein Mehl mehr zum backen…


Es gibt nichts gut zu machen Tonino! Ihr kümmert Euch um all die bedürftigen Hunde, zieht ein todgeweihtes Ferkel mit durch und habt schon zu lange still gelitten Es ist uns eine Ehre. Wir lassen Euch ganz bestimmt nicht allein. Falls es Euch auch ein Bedürfnis ist, Tonino zu helfen:

 

Spenden bitte unter Stichwort TONINOS HUNDE


HILFE! –schon wieder…

Viele von Euch erinnern sich bestimmt an die 11 Maremmano-Welpen im Sack, zum sterben in einen Baum gehängt. (Heute leben alle glücklich in Deutschland). Nun, das war kein Einzelfall! Es ist leider eine gängige Methode, unerwünschten Nachwuchs loszuwerden. Wir wurden erneut um Hilfe gebeten, nachdem ein aufmerksamer sardischer Tierschützer einen ähnlich furchtbaren Fund gemacht hat:

 

Er vernahm ein klägliches Schreien und Fiepen, konnte jedoch zunächst die Geräusche nicht orten. Da jedoch kein Zweifel darüber bestand, worum es sich handelt, suchte der Tierschützer und fand, tief verborgen in einem schwer zugänglichen Brombeergestrüpp, eine große Plastiktüte. Säuberlich zugeknotet, damit es kein Entrinnen gibt. Darin wanden sich, völlig entkräftet und dehydriert, 7 winzige Maremmano-Welpen. Sie sollten ersticken. Der sardische Tierfreund hat dies in letzter Minute verhindert und wandte sich, noch mit völlig zerkratzten Armen, an uns. Wir haben die Zwerge umgehend auf eine lokale Pflegestelle bringen lassen. Dort werden sie nun gepäppelt und umsorgt.


Wir werden sie sehr zeitnah unserem Tierarzt vorstellen, sofern wir einen Termin in diesen schwierigen Zeiten bekommen.

 

Die Kleinen sind etwa 4 Wochen alt und gehören eigentlich an die Brust ihrer Mutter! In diesem Alter kann so vieles passieren. Wir wissen nicht, ob es alle schaffen. Die Mäuschen werden nun mit Welpenmilch angefüttert und entwurmt, da sie natürlich Wurmbäuche haben, was sie zusätzlich schwächt. Jetzt brauchen die Kleinen spezielles Welpenfutter, sogenanntes Starter-Mousse, um ihre Überlebenschancen zu optimieren.

 

Wir haben für solche Fälle hier auf der Homepage schon lange einen Spezialfutter-Notfalltopf eingerichtet und nehmen die 7 Zwerge zum Anlass, ihn ins Rampenlicht zu rücken. Bitte helft uns, den Notfall-Topf schnell zu füllen, damit diese (und sicher auch andere) Hundebabys überleben können! Dankeschön.



Nieddina, - Schönheit liegt im Auge des Betrachters!

 

Hallo allerseits,

 

ich bin Nieddina und möchte mich hier einmal selbst vorstellen, damit ihr alle sehen oder besser gesagt, lesen könnt, wie ich wirklich bin! Ich bin ja nun schon eine Weile bei meinem Pflegefrauchen. Da geht es mir natürlich gut, aber ich wünsche mir nun doch ein Frauchen oder Herrchen, das mich für immer zu sich holt! Ein eigenes Zuhause – hach, das wäre ein Traum…

 

Ich weiß auch nicht, ob ich etwas falsch mache? Ich gebe mir doch wirklich Mühe, ein ganz liebes und braves Hundemädel zu sein. Ich vertrage mich mit jedem, ehrlich! Ich mag Kinder und Katzen, bin stubenrein und mache nichts kaputt.

Manchmal grüble ich und denke: Liegt es vielleicht an meinem grauen Schnäuzchen? Da kann ich nichts dafür, das hab ich schon immer gehabt. Stimmt, es läßt mich etwas älter wirken, richtig? Aber das täuscht. Guckt doch mal in meine Augen, können solche treuen Augen lügen? So alt bin ich nicht.

Schaut Euch doch mal um auf unserer Homepage, da gibt es ganz viele jüngere Hunde, die auch so graue Schnauzen haben. Oder könnte es an meinen Zähnen liegen? Wenn ich „lächle“ sehen die nicht so schön aus, aber was sollte ich im Canile machen? Mein einziger Spaß war es, Steine zu tragen und zu kauen, etwas anderes hatte ich ja nicht. Deshalb sind meine Zähne so abgeschliffen. Und mal ganz nebenher:

 

Eben dieses Lächeln war es, das die Leute von saving-dogs zu Tränen gerührt hat damals: Ich stand in diesem staubigen kleinen Zwinger voller Erdlöcher, direkt vor meinem Holzverschlag. Und habe gelächelt, als wolle ich sie in mein Haus zum Abendessen einladen. Ich habe diese Zeit nun Gott sei Dank hinter mir und freue mich jeden Tag auf meine Menschen. Mittlerweile bin ich neugierig und gehe gern spazieren, eine echt fröhliche Type.

 

Ok, ich hab letztens ein paar Stücke Kuchen geklaut. Aber der Kuchen lag da so verlockend und roch sooooo gut, da konnte ich nicht widerstehen. Mach ich nicht noch mal. Aber falls doch, ist es auch nicht ganz so tragisch, oder? Ich habe so lange gehungert und deshalb können meine Leidensgenossen und auch ich manchmal nicht anders. Jetzt wünsche ich mir ganz doll, dass ihr den Text hier mal richtig durchlest und dann noch einmal meine Fotos anschaut: Ich weiß genau, dass da irgendwo ein Mensch sitzt, der mich schön findet und für den ich genau die Richtige bin....... Das ist mein ganz großer Wunsch, ein Zuhause für immer.

 

Ruft an – ich warte sehnsüchtig! Eure Nieddina