caesar

Es gibt bei jeder Vermittlung eines saving-dogs Hundes ein inneres Freudenfest. Manche Vermittlungen berühren aber, aus unterschiedlichen Gründen, besonders. 

So die Vermittlung von Caesar. Wir waren auf Sardinien und waren dabei als er eincheckte mit Cleopatra. Er hat uns unglaublich berührt. Sein Vertrauen, nachdem er sicher mit Cleo eine schwierige Zeit auf der Straße hatte, wuchs spürbar. Ein so fantastischer Kerl. Dennoch dauerte es wirklich lange bis er Hope verlassen konnte. 

Es kam der Anruf von sehr guten Bekannten, die bereits mehrere Hunde von saving-dogs adoptiert hatten. Sie mussten ihren letzten Vierbeiner ziehen lassen und OHNE ging einfach nicht. Die Wahl fiel auf Caesar. Ich jubilierte!!!! Endlich…..! 

Andrea übte bereits mit Caesar die Basics. Zum Beispiel an der Leine laufen, auch am Straßenrand von Olbias Stadtmitte, Begegnungen mit völlig fremden Hunden und auch Menschen und nicht zuletzt das Mitfahren im Auto. 

Am 5.7.2025 zog Caesar in sein Zuhause bei Petra und Jürgen in Mettmann. Ein riesiges Geschenk für alle Beteiligten. Ich nahm es als ein, wenige Tage vorgezogenes, fantastisches Geburtstagsgeschenk für mich persönlich.

 

Hier berichtet nun freudig SEINE Familie:

 

Ende Mai 2025 mussten wir unerwartet Bianco, den letzten unserer drei Hunde, gehen lassen. Wir wissen, dass wir unsere geliebten Fellnasen im besten Fall überleben. Aber als Bruno, unser erster Hund verstarb, waren wir unendlich traurig. Er wurde 16 Jahre alt und war unser geliebter ,,Hans Dampf in allen Gassen." Unser groBer Trost waren unsere beiden Fellnasen, die uns in den Alltag holten und für uns da waren, wie es nur Hunde können. 

Kein Jahr später verließ uns mit 14 Jahren unsere ganz besondere und wunderschöne Becki. Wieder war unser letzter Schatz Bianco ein großer Trost. Wir hofften auf noch viele gemeinsame Jahre mit diesem tollen und unkomplizierten Hund, der uns so leise begleitete. Wir waren unendlich traurig, als wir auch ihn verloren. Nach zwei leeren Tagen war uns klar, es geht einfach nicht ohne. 

Selbstverständlich schauten wir sofort auf die Seite von saving-dogs. Es sollte wieder ein Maremmano sein. Unabhängig voneinander fiel unsere Wahl auf Cäsar. Alles schien zu passen. Das Alter, die Beschreibung seines Charakters. Ein stolzer, in sich ruhender und selbstbestimmter Maremmano. Sofort nahmen wir Kontakt zu Karin Loebnitz auf und schnell war klar, dass Cäsar unser neues Familienmitglied werden soll. Alleine die Aussicht darauf milderte unsere Trauer. 

Am 5.7.2025 war es soweit. Voller Vorfreude und Aufregung nehmen wir Cäsar in Empfang. Er ist wie beschrieben. Sehr menschenbezogen, sehr vorsichtig, doch auch selbstbestimmt. Aber vor allem sehr, sehr verschmust. 

Nun leben wir seit Wochen zusammen und wir alle lernen uns jeden Tag besser kennen. Cäsar hat seine eigenen Körbchen entdeckt (man hat nicht nur eins), er liebt es, auf die Couch zu springen, denn dort gibt es Schmuseeinheiten. Draußen kann man schnüffeln, Mäuse jagen und ab und zu, dort wo es sicher ist, ohne Leine die Welt entdecken. 

Wir sind sehr, sehr glücklich und hoffen, Cäsar ist es auch. Danke an Karin Loebnitz, die uns bei allem so problemlos unterstützt hat. 

In Abwandlung eines Loriot Zitates: Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos!

 

Das war Caesars Geschichte: 

Caesar und Cleopatra suchten Hilfe und fanden sie auf HOPE

 

Vor einigen Wochen war ich auf dem Weg nach Hope unterwegs. Im Augenwinkel nahm ich eine Bewegung wahr und im nächsten Augenblick stand ein ganz junges Maremma-Mädchen vor mir. Huch! Sie war nicht allein: In einiger Entfernung stand ein erwachsener Maremma und beobachtete uns. 

Ich dachte vielleicht Vater und Tochter. Schnell war mir klar: Die beiden gehören offenbar zusammen. Vermutlich eine Zweckgemeinschaft, denn gemeinsam überlebt man leichter. Schnell Würstchen ausgepackt, die ich immer auf Sardinien im Auto habe. Die Junghündin war sofort zutraulich; der Rüde brauchte etwas Zeit, war HSH-typisch vorsichtig bis abwartend. Ich warf ihm ein Würstchen zu. Die Kleine fraß gierig alles was ich ihr an Würstchen hinhielt. Sie liefen noch ein Stück mit, dann trollten sie sich. 

Diese Begegnungen wiederholten sich mehrfach; inzwischen waren beide Hunde neugierig und interessiert, nicht scheu. Dann, als Günter draußen bei den Mülltonnen war, kam die junge Hündin wieder angelaufen und spielte ihn regelrecht an! Sie hatte anscheinend auf ihn bzw. jemanden gewartet. Der Rüde war auch wieder dabei und hielt sich noch etwas im Hintergrund. Da die beiden HSH möglicherweise kein Zuhause hatten, lockten alle, die gerade vor Ort waren, sie gemeinsam aufs HOPE Gelände. Sie ließen sich anfassen und streicheln, hatten Durst und einen Bärenhunger. 

Zunächst wurden sie selbstverständlich in der Quarantäne untergebracht. Am nächsten Tag ließen wir die Ohren beim TA checken. Grannen sind hier ein riesiges Thema. Der erwachsene Rüde hatte eine Granne im Ohr, die er sich trotz offensichtlicher Schmerzen entfernen ließ. Puh, alles richtiggemacht und gleich zur Kontrolle gefahren. Ganze 3 Tage setzten beide statt Kot reinen Sand ab, den sie mangels Nahrung scheinbar gefressen hatten. Nun versuchte Claudia, einen etwaigen Halter ausfindig zu machen. Es gibt eine regionale Facebook Gruppe, die sich mit gesuchten und gefundenen Tieren in der Umgebung beschäftigt. Dort stellte sie die Hunde ein und sie fragte auch in der ganzen Nachbarschaft mehrfach nach. Nach 3 Wochen hat sich immer noch niemand gemeldet – was bei der Vielzahl der HSH auf Sardinien nicht verwunderlich ist… 

Also tauften wir die Beiden Caesar und Cleopatra, weil sie wirklich zauberhaft miteinander sind und eine enge Bindung haben. Dann ging es erneut zum Tierarzt, wo sie erneut untersucht, ein Blutbild gemacht wurde, jeweils Schnell-Tests auf Leishmaniose und Herzwürmer gemacht wurden, auch wurden sie geimpft und gechippt. Bei Caesar wurden Filarien festgestellt, die Behandlung läuft bereits. Da er keine Hoden hat, könnte es sein, dass man sie ihm, als er ganz jung war, eventuell (bei Bauern keine Seltenheit) abgebunden hat. Wir lassen aber zur Sicherheit noch einen Ultraschall machen, um auszuschließen, dass sie nicht im Bauchraum liegen, also nicht abgestiegen sind. 

Inzwischen ist unser Traumpaar in den normalen Hundebereich umgezogen. Caesar lässt sich von dem Gebell der anderen überhaupt nicht beeindrucken; er ist ein Hund, der in sich ruht. Die kleine Cleopatra ist eine muntere Flocke. Beide sind vergnügt und zutraulich. Cleopatra hat bereits Jolin kennengelernt. Heute hat Caesar Jolin kennengelernt. Alles kein Problem. Tatsache ist, dass es bezaubernd ist die Beiden miteinander zu erleben. Diese bedingungslose Vertrautheit und das aufeinander achten.

 

 


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