Sternenhimmel

Für einen Augenblick hielt der Himmel den Atem an, als ein neuer Stern erstrahlte


Dem Tod gehört nur ein Augenblick

Der Liebe und Erinnerung gehören Zeit und Ewigkeit.

 

Ughetto – geb. 01.10.2014 - vermittelt August 2015 - verstorben 24.04.2026

In diesem Moment, in welchem man Abschiedsworte schreibt, erinnern wir uns gut an den kleinen Ughetto, der in der LIDA (einem großen Canile auf Sardinien) aufwachsen musste. Er hatte Glück , denn er wurde sehr schnell von seinen Menschen „gesehen“ und wurde mit seinem Charme zu einem innigst geliebten Familienmitglied. Er hatte ein wunderbares Leben im schönen Österreich; war ein liebenswerter Begleiter und hatte eine tiefe Beziehung zu seiner Freundin Sunny ( eine 6-jährige Chihuahua – Hündin ).Seine Menschen schreiben uns, dass er ein „Geschenk“ für sie war und er fehlt so sehr. Er hätte einfach noch mehr Zeit haben sollen…Der Krebs hatte sich leider schon längst in seinem kleinen Körper „breit gemacht“… unsere Hunde zeigen uns oft ihre Schmerzen nicht … sie wollen uns nicht traurig sehen. So war es nach „außen“ nur eine Verdickung am Hals, die seine Menschen tierärztlich abklären lassen wollten,….der Krebs hatte seinen kleinen Körper jedoch bereits infiltriert.

 

Es sind diese Diagnosen, die einem den Boden unter den Füßen wegreißen… gleichzeitig sind wir in der Verantwortung unsere liebsten Hundefreunde nicht leiden zu lassen….

Ughetto hat die Reise über den Regenbogen mit ganz viel Liebe im Gepäck angetreten.

Der Himmel hat einen Stern mehr.

Er hatte ein wunderschönes Leben und er wird schmerzlich vermisst. Danke, dass ihr für den „kleinen Prinzen“ gesorgt habt.


Sprich nicht voll Kummer von meinem Weggehen,

sondern schließe Deine Augen,

und du wirst mich unter euch sehen, und immer

(Khalil Gibran)

 

Harley (geb.25.04.2013 – vermittelt April 2020 – verstorben 04.04.2026)

Hallo Claudia, es ist passiert. Wir mussten Harley gehen lassen…mein Herz ist gebrochen…"

Wir weinen mit Harleys Familie um diese wunderbare Hündin. Jeder Abschied und der damit verbundene Verlust unseres vierbeinigen Freundes ist schmerzhaft…dennoch ist es der „letzte“ Freundschaftsdienst unser geliebtes Tier nicht dem Leid auszusetzen.

 

Harley hatte wunderbare Jahre in ihrer Familie. Sie war ein Sonnenschein und immer gut gelaunt. Nur wenige Monate später durfte auch ihr Bruder Pon nachreisen und die Geschwister waren wieder vereint. Ein doppeltes Glück und ein doppeltes Happy End.

Ihr Frauchen schreibt :

Harley war ein so bezauberndes Hunde-Mädchen!

Und soooo cool! Als sie ankam mit dem Transporter lag sie ganz ruhig und aufmerksam in ihrer Box und hat geguckt, kein aufgeregtes Bellen, nichts.

Die Freude, mit der sie alles neue Schöne angenommen hat, hat angesteckt. Das eigene Hunde-Bett, das leckere Futter, die Ruhe, der Garten, die Spaziergänge....

Manchmal selbstvergessen „tanzte“ sie neben uns her, nahm alle Eindrücke auf und schien Funken zu sprühen vor Freude und Glück, sie war dann wie ein tanzendes Blumenmädchen.

Mit Hunden war sie perfekt, sie hat sich nahtlos ins Rudel integriert. Überhaupt wurde sie immer von allen Hunden mit Respekt behandelt,

Mit unserer Hündin Tami baute sie eine innige Verbundenheit auf, das war so schön!

Harley war zauberhaft. Es tat so weh, sie gehen lassen zu müssen. Wir vermissen sie alle so sehr!!

 

Gute Reise Prinzessin Harley! Du lebst weiter in unserer Erinnerung!

Tot ist nur wer vergessen wird!"



Und wenn Du dich getröstet hast,

wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.

Du wirst immer mein Freund sein.

Du wirst Dich daran erinnern, wie gerne du mit mir gelacht hast.

(Antoine de Saint-Exupéry)

 

Fede – gekämpft, gehofft und doch verloren….sie hatte nur noch wenig Zeit im Glück

Es fällt schwer diese 124 Tage nicht als ungerecht zu empfinden. Endlich hatten ihre Menschen sie gefunden – eine unscheinbare schwarze Hündin ! Als einzige von mehreren Geschwistern war sie zurückgeblieben. Auch das hätte nicht passieren dürfen. Aber die Kommunikation mit den Tierheimen auf Sardinien ist nicht immer einfach. Sie wurde „entdeckt“ und sehr bald durfte sie das Tierheim verlassen. Wir haben uns so unglaublich für sie gefreut. Im Januar 2026 wurde Fede 12 Jahre alt. Zum allerersten Mal in ihrem Leben wurde dieser Tag beachtet. Sie lebte sich so gut ein – stand endlich (nach mehr als 11 Jahren) auf der Sonnenseite des Lebens.

 

Sie kam mit einer Umfangsvermehrung über dem rechten Auge. Im Canile hatte sich Niemand dafür interessiert !!! Während Fede sich von Tag zu Tag in ihrer Familie besser einlebte, wurde diese Umfangsvermehrung immer größer …

Ende Dezember traf die Diagnose des Tierarztes die Familie und uns wie ein „Keulenschlag“ ! Ein Mastzellentumor verbarg sich hinter dieser „Beule“ und war mächtig gewachsen.

Inoperabel !!! Ihre wunderbaren Menschen gaben sich aber so schnell nicht geschlagen. Es wurden wirklich alle Möglichkeiten diskutiert und verschiedene Strategien durchdacht. Fede machte tapfer mit. Natürlich wird man dann auch von anderen Menschen angesprochen und es kommen mehr oder weniger „gute“ Ratschläge. Fedes Menschen haben das „Alles“ erfahren und ausgehalten. Immer nur im Focus der Maus irgendwie helfen zu können…es ist ein Kraftakt eine solche Situation auszuhalten !!! Fedes Menschen führten einen kräftezehrenden Kampf gegen den Krebs.

 

Anfang April hatte der Tumor gestreut und es zeichnete sich ab, dass Fede diesen Kampf nicht gewinnen konnte.

Am 21.April führte Fedes letzter Weg über den Regenbogen.

 

Es bleibt nur der Trost, dass sie nicht unter Schmerzen und im Dreck des Caniles sterben musste. Wenn auch nur für kurze Zeit durfte Fede Liebe und Zuneigung erfahren. Sie bekam so viel Fürsorge wie noch nie in ihrem Leben. Sie hinterlässt eine Erinnerung und wir weinen um sie. Wir sind in Gedanken bei Fedes Adoptanten, die Unglaubliches geleistet haben und ihr Liebe und Empathie schenkten.

 

Das Leben ist oft nicht fair …

DANKE für Alles, was ihr für die „Maus“ getan habt…


Alles hat seine Zeit, die Zeit der Liebe, der Freude und des Glücks,

die Zeit der Sorgen und des Leids.

Es ist vorbei. Die Liebe bleibt.

 

Coffee – sie durfte 40 Monate im Glück sein …

Die kleine Maus musste lange Jahre in einem Canile auf Sardinien ausharren…es ging ihr dort grottenschlecht…Coffee war positiv auf Leishmaniose getestet…eigentlich eine Diagnose, die eine Vermittlung nahezu unmöglich macht ! Aber Coffee hatte ein unglaubliches Glück, als sie genau von den richtigen Menschen gesehen wurde. Menschen, die nicht danach fragen wie gesund ein Hund ist, sondern dahin schauen, wo ein Vierbeiner in Not ist und Hilfe nötig ist. So durfte Coffee im November 2022 ihre große Reise ins Glück antreten. Sie durfte erleben, wie es ist eine Familie zu haben…wie es ist, wenn „Hund“ dazu gehört.. wie es ist, umsorgt zu sein.

Coffee gehörte von sofort an einem Freundeskreis von vielen Hunden und deren Besitzern an. Sie war mittendrin und mit Allen verträglich. Es war eine Freude sie auf den Wiesen flitzen zu sehen. Leider hatte sie auch 2-mal einen Kreuzbandriss auszukurieren…

 

Vielleicht war es der OP-Stress, der ihre Leishmaniose Erkrankung heftiger werden ließ,…sie konnte diesen Kampf nicht mehr gewinnen und ist Ende März 2026 im Kreise ihrer Familie für immer eingeschlafen. Geboren im Frühjahr 2016 hatte die besten 40 Monate ihres Lebens dort sein dürfen. Sie wurde unter Tränen und mit ganz viel Liebe im Gepäck auf die Reise über den Regenbogen geschickt.

In unseren Erinnerungen lebt sie weiter…


Matteo Nero - Theo

Am 06.12.2014 kam Matteo Nero zu uns nach Hamburg. Das letzte Foto unten zeigt ihn wie er noch in Sardinien war, übersäat mit Zecken und Ungeziefer, sein Fell fiel aus...als er sich erholt hatte, hatte er sein Leben lang das aller flauschigste, weiche Fell.

Zwölf Jahre war er an meiner Seite und blieb, wo Menschen kamen und gingen.

Theo war ein aussergewöhnlicher Hund, kein Anfängerhund, viele Hundetrainer versuchten ihn zu belehren, nur ein Trainer verstand sein Wesen, ich brauchte lange um den Charakter von diesem besonderen Pastore Fonnese zu ergründen. Ich habe ihn nie aufgegeben, wir haben die Herausforderungen gemeistert uns gegenseitig respektiert, einige Menschen sind gegangen. Ich habe mich 12 Jahre über diesen Hund gefreut - jeden Tag!

 

Er war ernst, er spielte und apportierte nicht aber er war ein Checker.

Er mochte keine Nähe die erdrückte, er kuschelte nicht, war aber dicht bei mir sobald er merkte, daß ich es brauchte.

Eigentlich war er ein ängstlicher Hund. Silvester war schon zwei Wochen vorher und zwei Wochen nachher ein Alptraum.

Im Alter hatte er Angst vor vielen Geräuschen.

 

Kontaktfreudig war er nicht, er wurde oft von Hunden angegriffen, er liebte stundenlange Spaziergänge allein mit mir, mit intensiven Schnüffelerkundigungen.

Im Alter bekam er viele medizinische Baustellen...u.a.

eine Herzinsuffizienz vergrößerte sein Herzchen und das Wasser staute sich in seinem Körper - am 23.04.2026 musste ich ihn gehen lassen...

Ich wollte Ihnen von diesem wunderbaren Hund von saving-dogs erzählen.

Vivien


„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein….“

(Reinhard Mey)

Knut ( Bart) - geb.15.08.2009 - adoptiert 21.11.2025 - verstorben 25.03.2026 .

Ja! Bart kannte bis zu seiner Reise in seine Familie im November 2025 nur ein Leben hinter Gittern in einem Tierheim auf Sardinien. Er wäre dort elendig „verreckt“, wenn nicht diese wunderbare Familie in sein Leben getreten wäre und dem uralten Schatz für die Zeit, die er noch haben würde, den Himmel auf Erden bereitet hätte…

Was für ein Geschenk! Er wurde geliebt! Er wurde unendlich verwöhnt und er hat diese Zeit sehr genossen. Jetzt wird er so sehr vermisst ! Sein Platz ist leer. Es bleiben die Erinnerungen!

Danke, liebe Familie K., dass Sie für ihn da waren und ihn auch auf seinem letzten Weg begleitet haben!

 

Knuti – unser Herzenshund in so kurzer Zeit

Das Schicksal hat uns zusammengeführt und wir möchten keine Minute mit ihm missen.

Ein Video im Whatsapp Status von Silke Schnitzler hat unsere Ticketspende für eine 7-jährige Hündin im Canile ausgelöst, das dann auf die Seniorin Mama umgebucht wurde, die kurz danach im Canile verstarb.

 

Claudia Kron informierte uns, dass das Ticket auf den 16 Jahre alten Bart umgebucht wurde, der mit Mama im Canile zusammengelebt hat – seit Welpenalter war Bart im Canile.

Wir haben noch am gleichen Abend beschlossen, dass Bart nicht auch noch im Canile sterben sollte, haben am nächsten Tag Claudia Hölling als Vermittlerin kontaktiert und Bart wurde umgehend für in nächsten Transport nach Deutschland 3 Wochen später eingeplant. Eine Vorkontrolle bei uns war nicht nötig, da bereits Winnie -eine 2,5 Jahre alte Hündin von saving dogs- bei uns lebte.

 

Bart, der von uns umbenannt wurde in Knut, kam mit dem Transporter als dürrer, klappriger, alter Hund mit trübem Blick an, der sich-auch durch die überlangen Krallen-kaum auf den Beinen halten konnte. Die ersten 2 Tage haben wir sein Geschirr nicht abgemacht, weil wir Angst hatten, ihn ohne Geschirr ggf. nicht einmal mehr auf die Beine zu bekommen. Wir hatten befürchtet, dass er als unkastrierter Rüde nach einem Leben im Canile überall markieren könnte etc. Das Gegenteil war der Fall. Vom ersten Moment an hat er alles im Garten erledigt und hat glücklich gewedelt, wenn sein Körbchen wieder eine frische Decke bekommen hat. Vom Tierarzt wurde er mit Schmerzmitteln versorgt und seine Krallen geschnitten. Den Tierarztbesuch hat er wie alles superbrav mitgemacht.

 

Und so konnte er immer sicherer seine Runden im Garten mit 2 kleinen Stufen laufen. Da ihm das Hinlegen trotzdem extrem schwerfiel, haben wir ihn in den ersten 2 Wochen oftmals angehoben und auf die Seite gelegt. Obwohl er eigentlich bei Berührungen eher zusammenzuckte, hat er uns vertraut und hat diese Unterstützung dankbar angenommen. In den ersten Wochen ist er sofort aufgesprungen, wenn man auf ihn im Körbchen liegend zugegangen ist, und er ist mehrmals täglich aufjaulend aus dem Schlaf hochgesprungen – wirklich in einer kaum zu glaubenden Geschwindigkeit, wo ihm das Hinlegen doch so schwer fiel. Beim längeren Stehen, z.B. vor dem Futternapf, sackte er an der Hinterhand aufgrund der fehlenden Muskulatur immer weiter ein, was ihn aber nicht weiter störte.

Nach 3 Wochen haben wir erste kurze Gänge in unserer verkehrsberuhigten Straße gemacht. Sobald etwas Zug auf das Halsband (zur doppelten Absicherung zusätzlich zum Geschirr) kam, fiel er in Panik erstarrt aufjaulend um und biss dann in die Leine. Also gab es nach dem 2. Versuch nur noch sein Geschirr und er ließ sich so prima führen, als wäre er ein Leben lang an die Leine gewöhnt gewesen. Obwohl er über 16 Jahre nur im Canile verbracht hat, nichts kannte und uralt war, hat er sich auf alle Dinge eingelassen und war bei allem aufgeschlossen dabei. Und so wurden unsere kleinen Ausflüge immer ein kleines Stückchen weiter, dann wurde es regelmäßig 2 x täglich eine kleine Runde durch den naheliegenden Park- und prompt wurde das große Geschäft sofort nur noch außerhalb des eigenen Gartens erledigt. Ein superreinlicher Hund-außer beim Fressen 😉

 

Knuti liebte feste Abläufe und seine 2 Hundemädels sowie die 2 Katzen, konnte gut allein bleiben, und hat die Ruhe, sein weiches Körbchen und die weichen Liegeflächen im Warmen genossen.

Er hat es auch genossen, in unserer Nähe zu sein und er hat uns wirklich vertraut. Er machte immer ganz deutlich, was er möchte -ob Futter, Rausgehen, Schlafen… oder einfach nur Rumstehen. Das war so faszinierend, wo er doch im Canile eigentlich nie die Erfahrung gemacht haben kann, dass jemand seine Wünsche erfüllt.

Sein Blick wurde von Tag zu Tag fröhlicher und wacher, sein Körper erholte sich, er hat richtig Muskeln aufgebaut durch die regelmäßige Bewegung. Wir durften ihn immer mehr berühren, ohne dass er zusammenzuckte – zum Schluss konnten wir ihn richtig in den Arm nehmen…er ist dann auch in meinem Arm - fest gehalten- über den Regenbogen gegangen, als seine Nieren nicht mehr funktioniert haben. Er durfte ohne Schmerzen und geliebt friedlich einschlafen.

4 Monate durften wir ihm ein Zuhause, Liebe, Wärme und ein kuscheliges Körbchen schenken – ein großes Glück für ihn und für uns! Knuti war ein so ein liebenswerter, einzigartiger Hund und wir hätten ihn noch so gerne viel länger bei uns gehabt. Wir vermissen seinen fröhlichen Blick aus dem Körbchen, wenn er kurz darauf wieder genüsslich seine Nase ins Körbchen steckt und sich hineinkuschelt. Wir vermissen ihn sehr und würden uns immer wieder für ihn entscheiden – unseren Herzenshund, auch wenn er nur so kurz bei uns war.


Kein Tod trennt, was im Herzen bleibt.

Kein Tod vertreibt, was Liebe schafft.

 

Freddy (im Canile war sein Name Twist) ist am 17.2.26 zu den Sternen gegangen. Seine Familie hat einen berührenden Abschiedsbrief an Freddy verfasst. Freddy wurde 13 Jahre alt.

 

Lieber Freddy,

jetzt muss ich für Dich einen Abschiedsbrief schreiben. Immerhin konnten wir Dir fast genau 4 wunderbare Jahre schenken, in denen sich alles um Dein Wohlergehen gedreht hat, Suggi hat bestimmt manches Mal die Augen verdreht und war eifersüchtig. Du warst aber auch so ein zärtlicher, weicher, bildhübscher kleiner Mann, den man einfach liebhaben musste. Wie fasst man Liebe in Worte?


Wir haben 4 Jahre alles für Dich getan um 9 Jahre Canile vergessen zu machen. Du konntest Deine Angst nur uns gegenüber überwinden. Ansonsten warst Du in ihr gefangen. Und du warst eigentlich neugierig. Das merkte man Dir an. Bei uns warst Du fast ein normaler Hund, der sich ankuschelte und schmusen wollte.

War Besuch da, dauerte Dein längstes „Aufhalten“ 17 Stunden, weil der fremde Geruch noch im Haus war. Es hat fast ein halbes Jahr gedauert, ehe wir mit Dir spazieren gehen konnten. Doppelt gesichert. Denn bis zum Schluss, bis du am liebsten ein und dieselbe Strecke gegangen und hattest auch da Angst vor allem und jedem. Selbst Blumenkübel, die immer an derselben Stelle standen, machten Dir Angst.

Wir gingen fast dreieinhalb Jahre jeden Tag mit meiner Freundin und ihrem Hund spazieren. Sie schaffte es in dieser Zeit vielleicht 2x Dich mehr wie aus Versehen zu berühren. Es war noch nicht einmal richtiges streicheln. Deine Angst war einfach zu groß.

 

War das Leben mit Dir einfach? Nein!

War es wunderschön? Ja!

Uns war bei der Adoption klar, dass wir nichts von Dir zu erwarten oder zu verlangen hätten. Es hat uns mit Stolz und Glück erfüllt, dass unsere Liebe von Dir erwidert wurde.

Manchmal bedeute Liebe loszulassen. Du solltest auf der letzten Strecke Deines Weges keine Schmerzen aushalten müssen. Also bist Du jetzt bei denen, die wir vor Dir gehen lassen mussten. Es tut immer weh und es ist immer zu früh!

Grüß mir die meinen - ganz besonders unsere Abby, deren Schicksal und Tod mich auf Saving-dogs aufmerksam gemacht hat und unseren Barney. Deinen Bruder im Geiste, sardischer Angsthund wie Du, dessen Tod Du Dein Leben bei uns zu verdanken hattest. Wir danken Dir für Deine Liebe und hoffen, Du hast unsere jeden Tag gespürt.

 

Sabine, Janusz, Angi und Caro.



Papillon - wen die Götter lieben, den holen sie zu früh zu sich…

Für Papillon - liebevoll mit dem Namen „Püppi“ in ihrer Familie gerufen - war es trotz des Alters von ca.10 Jahren viel zu früh ! Es ist nicht fair, dass gerade jetzt als sie so viel Liebe in ihrem Leben bekam, über den Regenbogen ging. Sie kannte nur das Leben im Canile ; sie war gefangen in einem der berüchtigtsten Canile auf Sardinien. Dieses wurde geschlossen und die Hunde wurden wiederum in andere „Tierheime“ versetzt. Diese sanfte Hündin wurde uns von einer Mitarbeiterin so sehr ans Herz gelegt. Sie sollte die Chance bekommen endlich ein würdevolles Leben als geliebtes Familienmitglied zu erhalten…

 

Und so wurde ein Märchen wahr, denn im Oktober 2025 meldeten sich zwei wunderbare Menschen, die uns als Verein so unglaublich engagiert unterstützen. Papillon wurde die „Dritte“ im Bunde und vom ersten Augenblick an stimmte auch die Chemie mit den zwei vorhandenen Hunden ( eine davon ist „Gemma“, adoptiert 24.12.2023 ). Seit Mitte Oktober 2025 hatte sie in ihrer Familie und mit ihren Freunden den Himmel auf Erden. Es war unglaublich, wie sehr sie das neue Leben liebte. Es war berührend zu beobachten, wie sie ihre Erfahrungen machte, wie sie sich auf den Tagesablauf ihrer Menschen einlassen konnte, wie sie von den vorhandenen Hunden akzeptiert wurde und welche Unterstützung und Sicherheit die Beiden ihr gaben. Sie lernte so viel von Gemma und Sam und machte einfach alles voller Vertrauen mit.

 

Sie bekam so viel Liebe in dieser Zeit, wie niemals zuvor in ihrem ganzen Leben!

Die Weihnachtstage und den Jahreswechsel durfte sie erleben, wie es ist „Urlaub zu machen“. Sie lernte das Meer kennen …es waren unvergessliche Tage!

Wenn man einem Hund ansehen kann, dass er glücklich ist ..und so war es bei Püppi … dann kommen auch bei uns die Freudentränen durch. So viele wunderschöne Bilder und Videos erreichten uns von den Spaziergängen, den „Erdarbeiten im Feld“, das „Einfordern der Leckerlies“ ….

Voller Sehnsucht warteten wir auf den Frühling, um noch schönere Bilder von einer glücklichen Püppi und ihrer Familie zu erhalten…es sollte nicht sein.

 

Am 21.Februar 2026 hat sie uns verlassen.

 

An diesem Tag konnte sie den morgendlichen Spaziergang wie gewohnt mitgehen. Auf der Mittagsrunde war alles anders. Sie schaffte es nicht bis nach Hause; musste mit dem Auto abgeholt werden. Der sofortige Besuch beim Tierarzt war niederschmetternd : Püppis Bauchraum war voller Blut. Sie schlief in den Armen ihres Frauchens für immer ein.

Wir können mit diesem Ausgang hadern und es als ein großes Unrecht empfinden….aber ! …

sie durfte erfahren, wie es ist, eine Familie zu haben und in dieser Welt willkommen zu sein. Es war die glücklichste Zeit ihres Lebens. Sie musste nicht leiden und einen qualvollen Tod aushalten. Das bleibt als Trost. Es bleiben uns die wunderschönen Bilder und Videos von Püppis glücklichen Tagen.

In unseren Erinnerungen lebt sie weiter. Tot ist nur, wer vergessen wird ! Der Himmel hat einen Stern mehr.

 

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einen von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“ (Antoine den Saint -Exupéry)

 


Sari (+6.3.2026)

Hej, Ich kennt mich nicht, aber durch euch habe ich meinen besten Freund erhalten.

Und heute früh musste ich leider meinen geliebten Sari einschläfern.

 Wir haben ihn vor 9,5 Jahren (am 16-10-2016) zu uns nach Hause geholt. Und ihr seid diejenigen, die es möglich gemacht haben.

Unsere Suchkriterien damals waren einfach: groß, schwarz und ruhig. Und Sari hat alle Punkte mit Bravur in sich vereint.

Er war der perfekteste unperfekte Hund und die treueste Seele, die man sich nur vorstellen kann.

 

Ich wollte euch und eurem Verein einfach nur DANKE sagen. Ohne euch und eure Arbeit wären die letzten 9,5 Jahre nicht möglich gewesen.

Bitte bleibt dabei.

Ich werde euch auf ewig für die vergangenen Jahre dankbar sein - auch selbst wenn es mir heute das Herz gebrochen hat.

 

 Viele Grüße und nochmal Danke,

Anne


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