Warum Elas Happy-End so anfängt? Das kann ich als Vermittlerin ganz schnell aufklären. Die Hunde die wir vermitteln, leben meistens vorher in einem Canile. Dort haben sie oftmals keinen Namen und manche von ihnen leben dort schon ganz viele Jahre. Sie sitzen in einem kleinen Betonzwinger, teilweise mit großen Löchern im Boden und die Hütten dort sind oftmals morsch. Sie sitzen dort 7 Tage die Woche, 24 Stunden fest, Zuneigung oder Streicheleinheiten gibt es nicht, es sei denn, eine Kollegin ist vor Ort und macht all das möglich. Dennoch werden wir immer wieder von Leuten, die sich für einen dieser Hunde interessieren, gefragt, ob der Hund denn stubenrein sei, an einer Leine laufen kann oder auch wirklich gesund ist. Das sind Fragen, die wir leider nicht beantworten können, denn wie gesagt, diese Hunde sind seit ihrer Ankunft im Canile weggesperrt und haben nichts kennengelernt.
Ela war eine dieser Hunde. Sie war gerade einmal 1 Jahr alt geworden, als sie dort ankam und es hat 3 Jahre gedauert, bis sie ihre Familie gefunden hat. In diesen Jahren stellte sich dann auch noch heraus, dass Ela an Epilepsie erkrankt ist. Wir erfuhren davon und veranlassten sofort, dass Ela in einer Klinik behandelt und medikamentös darauf eingestellt wurde und seitdem ist sie auch Anfalls frei. Wenn Ela vielleicht wirklich einmal in den Foren gesehen wurde, war das dann aber wohl ihr Auskriterium für eine Vermittlung. Doch dann kam er, der Anruf am 21.08.2025, der Elas Leben für immer verändern sollte. Die Familie hatte sich erst einmal aufgrund der Bilder in Ela verliebt und schon das war nicht so selbstverständlich, denn Ela ist kurzhaarig und hat dazu noch gestromtes Fell. Die Erfahrung hat uns im laufe der Jahre nämlich gezeigt, dass diese Hunde es viel schwerer haben, eine Familie zu finden. Auch von ihrer Erkrankung ließen sich die Interessenten nicht abschrecken, im Gegenteil, noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, sagten sie mir, dass sei kein Problem und man sei auf alles vorbereitet. Sie boten Ela eine Pflegestelle an und erklärten sich sogar bereit, sollten Kosten für Untersuchungen anfallen, diese selbstverständlich zu übernehmen. Hut ab, kann ich hier nur sagen, zumal ich ja wirklich wenig über Elas Charakter sagen konnte, außer „versteht Sie nicht, kann nichts und weiß auch nicht, was Sie von ihr möchten.
Tja und nun schreibe ich Elas Happy-End, denn sie hat uns alle überrascht. Sie kam, sah und schlich sich sofort in die Herzen ihrer Familie. Ich möchte nur noch kurz erwähnen, dass Ela kaum hier angekommen schon am zweiten Tag eine Adoptionsanfrage und ein paar Tage später noch eine bekam, aber was man im Herzen trägt, lässt man nicht mehr heraus.
Ela wurde am 15.10.2025 adoptiert und wohnt nun in Wuppertal.
Mach es gut Ela, du hast eine super Familie gefunden und ich freue mich riesig darüber.