Helio ist angekommen

Helio hatte das Glück ein Pflegestellenangebot zu bekommen und konnte auf eine super Pflegestelle in Radevormwald reisen. Dort sind bereits einige Herdenschutzhunde und das ist immer sehr von Vorteil, wenn schon jemand den Charakter eines HSH kennt. Das nun auch noch Kinder in der Familie leben, war ebenfalls für Helio eine tolle Chance sich mit einem Leben in einer Familie vertraut zu machen.

Helio bekam eine tolle Anfrage aus der Umgebung und so konnte ein Kennenlernen schnell organisiert werden. Der Funke ist beidseits quasi direkt übergesprungen und Helio darf nun in Schwelm 5000 m2 mit Hühnern, Hasen und Katzen bewachen. Mach´s gut Hübscher und wir freuen uns immer über Fotos und Infos.

 

Helio – aus dem Nirvana gerettet - seine Geschichte:

Dürfen wir vorstellen? Dieser bildhübsche Junge heißt Helio, ist 4 Monate alt (Stand Mai 24) und sowohl Pechvogel als auch Glückspilz:

Als Maremmano-Mischling teilte er das traurige Schicksal vieler Artgenossen dieser auf Sardinien stark vertretenen Rasse: Er war wohl überflüssig und wurde deshalb schlicht irgendwo im Nirvana ausgesetzt. Heutzutage erkunden die Urlauber aber auch gern die abgelegenen Teile der Insel, deshalb wurde Helio glücklicherweise von Touristen entdeckt. Sie wollten dem kleinen Kerl unbedingt helfen und nahmen ihn mit. Zunächst suchten sie einen Tierarzt auf, um einen etwaigen Chip auslesen zu lassen. Man kann (auch wenn die Situation offensichtlich zu sein scheint), nicht einfach einen Hund an sich nehmen. Zunächst muss man versuchen, über den Mikrochip einen Besitzer ausfindig zu machen. Gibt es einen, würde es sonst als Diebstahl bewertet und das wird streng geahndet.

Helio besitzt keinen Chip, es gibt also keinen dokumentierten Besitzer. Die Touristen versuchten nun, Helio in einem der Canili abzugeben, damit er zumindest in Sicherheit wäre. Jedoch haben alle Canili auf Sardinien es abgelehnt, Helio aufzunehmen. HSH gibt es wie Sand am Meer, die Canili sind überfüllt…

Die Touristen wandten sich daraufhin an Verwandte, weil sie sich erinnerten, dass diese einen Hund aus Sardinien adoptiert hatten. Manchmal ist die Welt ein Dorf, denn der adoptierte Hund ist von saving-dogs. So schließt sich der Kreis, denn die Adoptanten baten nun uns um Hilfe. Claudia traf sich mit den Touristen und übernahm Helio. Der süße Fratz ist nun auf HOPE in Sicherheit. Er muss jedoch zunächst in einer der Quarantänestationen wohnen, wie jeder Neuankömmling. Das ist für die Gesundheit aller Bewohner unserer Rettungsstation unabdingbar. Helio findet das selbstverständlich nicht so toll – er ist ja noch ein Welpe! Anstatt die Welt zu entdecken, mit Artgenossen zu toben und zu interagieren, weint sich der arme kleine Kerl die Augen aus dem Kopf, bellt und jault. Er versteht im Moment die Welt nicht mehr und hat außerdem sicher einiges hinter sich, bevor er aufgesammelt wurde.

Es wird besser, sobald er in den normalen Hundebereich umziehen und Sozialkontakte pflegen kann. Aber HOPE ist kein Zuhause und kein dauerhafter Aufenthaltsort für einen Welpen! Es darf für alle unsere Hunde nicht mehr Bedeutung bekommen als ein Sprungbrett ins Leben zu sein.

Helio ist herrlich jung und insbesondere HSH brauchen in ihren ersten Lebensmonaten enge familiäre Anbindung, sorgfältige Prägung und freundliche Führung, um sich optimal entwickeln zu können. Wir suchen deshalb für unseren Hübschen zeitnah (s)eine passende Familie. Schockverliebt? Helio und wir freuen uns schon auf den Anruf, der seine Welt wieder ins Lot bringt!

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