Es ist unglaublich bewegend zu erleben, dass diese charmante Hündin, die sich bereits aufgegeben hatte, jetzt voller Lebensfreude durch Wald und Wiesen rennt.
Als Welpe war sie im Canile gelandet und ein Hund muss starke Nerven haben dieses Leben dort auszuhalten! Es gibt kaum Zuwendung oder Ansprache. Es gibt keinerlei Beschäftigung. Das „Leben“ findet auf dem nackten Betonboden statt. Ein Jahr nach dem anderen vergeht und irgendwann stirbt auch der letzte Hoffnungsfunke…
Papillon landete zunächst in einem anderen Canile, denn das berüchtigte Canile Europe ( sie war dort aufgewachsen) wurde von den Behörden geschlossen. Eine Volontärin wollte ihr unbedingt helfen und setzte sich sehr für die Hündin ein. Somit holten wir sie Mitte August nach Hope. Es war schon fast zu spät, denn sie hatte sich schon aufgegeben. Sie zeigte keinerlei Emotionen – konnte sich nicht ansatzweise über die Ansprache „freuen“ – interessierte sich nur für den gefüllten Futternapf und wollte keinen Kontakt zu den Kolleg/innen oder den anderen Hunden.
Aber „Hope“ ist wie ein Sanatorium für die „traurigen“ Hunde. Sie haben dort eine liebevolle Betreuung, sie bekommen Ansprache und Zuwendung. Sie dürfen in den Auslauf und den Schmetterlingen hinterherjagen. Im Sommer haben sie Planschbecken, um die Hitze aushalten zu können. Auf „Hope“ geben wir den Hunden die Zeit, die sie brauchen damit die Seele gesund wird. Papillon war tatsächlich Mitte September „reisefertig“ und hatte sogar zwischenzeitlich eine Anfrage aus Deutschland erhalten. Wir hatten uns jedoch zu früh gefreut. Diese Vermittlung platzte sehr kurzfristig vor dem Reisetermin. Die Interessentin verweigerte die obligatorische „Platzkontrolle“ ! Es tat uns in der Seele weh, dass Papillon nicht würde reisen dürfen. Dann ergab sich plötzlich doch noch eine weitere Anfrage. Wir waren somit guter Hoffnung. Doch noch gar nicht richtig angekommen bei der Adoptantin, war diese nach 3 Tagen vollkommen überfordert und Papillon musste wieder ausziehen ….war dieser Hündin einfach kein Glück gegönnt???
Doch!!! wie so oft im Leben hat alles einen Sinn … und vielleicht war Papillon von Anfang an für diese eine und uns gut bekannte Familie bestimmt…
Ein Kennlern-Besuch auf der eingesprungenen Pflegestelle rundete die Entscheidung ab. Am 18.10. wurde Papillon (jetzt Püppi) ein Teil dieser Familie. Sie ist nach Gemma- eingezogen am 24.12.2023 und Pippo (Mr.Magoo) eingezogen am 17.11.2024 und verstorben am 14.09.25) der 3. Saving-dogs Hund! Aber auch den wunderbaren Sam (Erst-Rüde) wollen wir nicht unerwähnt lassen. Püppi wusste anscheinend auch bereits, dass jetzt ihre „für-immer-Menschen“ gefunden waren. Sie lebte sich sehr schnell ein. Die Herzen ihrer Menschen hat sie im Sturm erobert. Püppi hat übrigens recht kreative Ideen. Folgendes berichtet ihr Frauchen :“ …ich glaube, Püppi ist die einzige Hündin, die ich kenne, die die Wurst (leider nur vegane) von der Mitte des Tisches samt Teller runternimmt, den Teller mit der Wurst dann in ein anderes Zimmer trägt, um die Wurst dann dort zu fressen ….“
Ganz schön clever, das Mädchen! Wunderschöne Bilder erreichen uns von unserem Schmetterling (Papillon).Sie ist sooo glücklich und ihr Leben muss ihr jetzt wie ein rauschendes Fest vorkommen. Über diese wiedergewonnene Lebensfreude sind wir unendlich dankbar.
Es hätte nicht besser kommen können! Einfach ein traumhaftes Happy end ! Erfreuen Sie sich mit uns an den wunderschönen Bildern.
Papillon, jetzt Püppi, feiert ihr Leben nun in Recklinghausen!