Rovo - Schau mir in die Augen!

Als Rovo sich auf seiner Pflegestelle in Düsseldorf ängstlich und scheu, aber doch neugierig, aus seiner Ecke traute, war es um uns geschehen. Wer kann diesen sanftmütigen, intelligenten Augen, diesem lieben Wesen, widerstehen?
Rovo hat sich schneller in unser Zuhause eingelebt als seine Ängstlichkeit es erwarten ließ. Man hat das Gefühl, er will nur ja nichts verkehrt machen. Dabei lernt er schnell, reagiert sehr sensibel, ist leicht zu führen. Bei den geliebten Spaziergängen lebt er auf und dankt mit dem tiefgründigen Blick
einer verletzten Seele.
Rovo ist ein Geschenk!
Ein herzliches Dankeschön an saving-dogs für die Unterstützung und die Chance, Rovo ein Zuhause zu schenken – und allen, die seinen Weg begleitet haben.

Rovo`s Geschichte:

Rovo und Nele - die Aufnahme neuer Hunde aus dem Canile

Wenn wir ein Canile besuchen, um neue Hunde in die Vermittlung aufzunehmen, ist das alles andere als einfach. Man geht dort hinein in dem Wissen, dass man nicht jedem Hund helfen kann; verdienen tut es jedoch jeder einzelne von ihnen. Wem geben wir eine Chance? Das allein macht das Herz schwer und die Stimmung trüb. Wir versuchen deshalb, ohne eine genaue Vorstellung an die Aufgabe heranzugehen, lassen uns von bestimmten Momenten oder Situationen leiten.

Viele Hunde springen an den Gitterstäben hoch, sind zutraulich, freundlich und durchaus menschenbezogen. Bei unserem letzten Besuch war das nicht anders. Dann fielen uns jedoch zwei extrem ängstliche Hunde in einem Gehege auf. Beide hatten sich in die hinterste Ecke zurückgezogen und drückten ihre Körper gegen das Gitter. Sie zitterten wie Espenlaub. So heftig, dass das ganze Metallgestänge schepperte… Genau deshalb wollen wir ihnen eine Chance geben!

Der Rüde heißt Rovo, die Hündin Nele.

Wir betraten ihr Gehege, um zu prüfen, ob sie in ihrer Panik eventuell schnappen. Nein, diese Idee hatten die zwei absolut nicht! Aber Nele sah eine Gelegenheit: Oh, die Tür ist auf? Das ist alles etwas bedrohlich hier – ich bin dann mal weg. Sie lief also auf den Gang und wir staunten nicht schlecht, als sie an den Gehegen der anderen Hunde entlang spazierte, sich für ihre Mitbewohner interessierte und dabei eine ganz andere Körpersprache zeigte. Gar nicht ängstlich - eher so, als würde sie eine Ausstellung besuchen. Das hat uns sehr fasziniert.

Für Rovo war das Ganze eher ein kleines Drama, weil er nun allein mit uns im Gehege und ziemlich überfordert war.

Update 26.10.24:

Rovo ist seit 1 Woche nun auf dem Weg in (s)eine Zukunft.💓

Er ist aus dem Canile raus und mit Nele nun auf Hope.

Hier zeigt sich die Vernachlässigung im Canile Alltag. Rovo kennt quasi NICHTS.

Jedoch erstaunt er uns seit dem ersten Tag hier auf Hope mit dieser zauberhaften Art: ich bin neugierig und wenn es mir irgendwie unheimlich wird - gehe ich in mein Gehege.

Wir bauen hier ein Trainingsprogramm für jeden einzelnen Hund und seine seelischen Konstitution auf .

Rovo darf derzeit noch in seiner Hütte seine Mahlzeit einnehmen.

Er benötigte schon nach 2 Tagen kein Geschirr und eine Schleppleine mehr im Freilauf des Hundebereiches( 2,50m hoch eingezäunt!!!)

Der Hübsche sucht angeleitet durch Nele die menschliche Nähe. Nicht immer - aber immer öfter.

Rovo ist ein Rohdiamant, der emphatische Menschen an seiner Seite benötigt. Gerne erzähle ich Ihnen mehr über Rovo.

Update 11.3. 25:

Seit einer Woche ist unser bildhübscher Rovo nun in Düsseldorf auf seiner Pflegestelle. Dort leben bereits zwei Hündinnen und mehrere Katzen. Für Rovo gar kein Problem -mit allen kommt er völlig problemlos zurecht. Er ist selbstverständlich allgemein betrachtet in einigen Situationen noch unsicher. Er hat eine Lieblingsecke im Haus, in die er sich gerne zurückzieht. Tja, der Mensch ist hier gefragt ihn zu sich zu holen und zu ermutigen freier zu werden. Das bedarf sicher noch etwas Geduld, lebt von den Wiederholungen und damit verbundenen positiven Erfahrungen.

Ein sicher großer Schritt ist bereits vollbracht, denn er genießt seit ein paar Tagen die gemeinsamen Spaziergänge. Dabei zeigt er sich freundlich und interessiert an Artgenossen, aber auch an fremden Menschen denen er begegnet. Obwohl er nicht völlig angstfrei ist, geht er mutig voran und zeigt keine Panik bei ungewohnten Geräuschen und Situationen. Er läuft bereits erstaunlich gut an der Leine mit und lässt sich in jeder Situation führen. Er schnuppert, markiert, trägt die Rute hoch und genießt die Umgebung - als hätte er das schon immer getan. Ins Auto muss er noch hineingehoben werden, aber während der Fahrt ist er ruhig und sogar relativ entspannt.

Einen Besuch im Restaurant hat er schon erstaunlich gut gemeistert. Ja klar - das war ihm wohl etwas komisch, jedoch konnte er sich „seinen“ Platz aussuchen und dann aus der, für ihn sicheren Ecke heraus, das ganze Geschehen, Kommen und Gehen, aufmerksam beobachten. Eine außerordentliche Leistung finden wir.

Im Haus hat er sich einen Platz in der Diele gesucht und da liegt er (noch) so lange, bis er von dort abgeholt wird. Wir arbeiten stetig am Mut und an seiner Sicherheit durch positive Verknüpfungen. Dazu bieten wir Nähe: holen ihn häufig nahe an den Tisch heran in eines der vielen Körbchen oder für ausgiebige Streicheleinheiten direkt auf die Couch.

Erster Erfolg: Seit ein paar Tagen kommt er nun morgens aus seiner Ecke alleine heraus und begrüßt Pflegefrauchen und auch die beiden Familien-Hunde.

Derzeit möchte er noch nicht im Garten bleiben, egal ob die anderen Hunde draußen sind oder sein Pflegefrauchen. Er läuft dann von der Terrassen- zur Haustür und schaut ob er nicht reinschlüpfen könnte. Lässt man ihn ins Haus, legt er sich dann in der Diele ab und dort bleibt er dann liegen. Alleine bleiben - auch ganz alleine, ohne die vierbeinigen beiden Damen- kein Problem für Rovo.

Für Rovo wünschen wir uns ruhige Menschen, in ruhiger ländlicher Umgebung - nicht städtisch. Eine souveräne Ersthündin wäre wünschenswert und für ihn sicher hilfreich.

Kinder sollten verständig sein -kreischende Kleinkinder würden ihn überfordern.

Wenn Sie unser „Teddy“ angesprochen hat und Sie Spaß haben ihm weiter den Horizont zu öffnen, kleine Rückschritte Sie nicht entmutigen, melden Sie sich gerne bei mir.

Update 20.05.25 – Juhu, Rovo war im Urlaub!

Rovo ist kürzlich eine Woche in Urlaub gefahren: Gemeinsam mit den beiden Hündinnen der Pflegestelle ging es in die Oberpfalz zum Wandern. Die Autofahrt hat er wunderbar gemeistert. Er war auf der Rückbank angeschnallt und hat es sich dort gemütlich gemacht.

Am Urlaubsort war alles neu für den schüchternen Rovo, aber er hat sich im Handumdrehen eingefügt: Im Gastraum hat er brav neben seinem Pflegefrauchen gelegen. Auch wenn sie mal aufgestanden ist, blieb er souverän auf seinem Platz, bis er gerufen wurde. Sogar im Hotelzimmer ist er für eine kurze Zeit allein geblieben ohne einen Mucks. Ein echter Musterknabe 😉

Andere Hunde? Kein Problem, Rovo hat jeden freundlich begrüßt.

Seine Highlights und ein Hochgenuss waren die langen Wanderungen durch Wälder und Wiesen. Unermüdlich ist er mitgelaufen, hat geschnuppert und alles in sich aufgesogen. Jagdtrieb?! Keine Spur! Und es gibt in der Gegend reichlich Wild. Er war der perfekte Begleiter! Außerdem hat er einiges an Selbstvertrauen gewonnen in dieser Urlaubswoche. Sein Pflegefrauchen ist begeistert, wie gut er fremde Umgebungen, die Autofahrt und den Hotelbetrieb verarbeitet hat.

Auch mit dem 4. Hund im Bunde, einem unkastrierten, sehr munteren Rüden, hat er sich gut verstanden. Rovo hat sich aber auch abgegrenzt, wenn es zu turbulent im Spiel zuging. Wenn ein anderer Hund ihm dumm kommt, dann reagiert er kurz und knapp – und sein Gegenüber versteht die Signale sofort und trollt sich.

Rovo hat eine Menge Potential. Möchten Sie dieses Potential nicht fordern und fördern? Er ist so ein liebenswerter Wuschel und würde gerne in seinem Für-Immer-Zuhause ankommen.

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