Tobia – es hat 10 Jahre gedauert, bis er zum Familienmitglied wurde …

Es ist kaum vorstellbar.10 Jahre hat er sein Leben in einem Canile auf Sardinien verbringen müssen…10 Jahre ohne Aussichten jemals dieses Gefängnis verlassen zu können…10 verlorene Jahre ! Und dann passiert es doch ! Es sind diese unglaublichen Fügungen, die das Leben komplett verändern. Bei Tobia war es ein Foto auf welchem eigentlich die Hündin „Pretty“ zu sehen war. Über eine Tierschützerin aus der Schweiz kam eine Nachfrage aus den Niederlanden zu dem Hund, der an Pretty´s Seite zu sehen war.

So kam Tobia „ins Bild“…wir versuchten Informationen über ihn zu bekommen. Es dauerte alles unendlich lange…viel zu lange! Aber Tobia geriet nicht in Vergessenheit. Auch die freiwilligen Helfer im Canile wollten, dass Tobia endlich eine Chance bekommen sollte. Er - der jahrelang ohne Beachtung in diesem Canile lebte - wurde plötzlich mit aufmerksamen Augen gesehen. Die Zeit verging. Wir hatten den Stein jetzt zwar „ins Rollen gebracht“, aber die Interessentin aus den Niederlanden war sich nicht sicher. Aber niemals lassen wir einen Hund zurück, wenn wir die Verantwortung für ihn übernommen haben!

Tobia kam auf unsere Homepage …mittlerweile war Pretty schon längst ausgereist …Tobia sollte auf keinen Fall weiter im Canile leben müssen. Auch die freiwilligen Helfer des Canile strengten sich besonders an. Sie übten mit Tobia an der Leine zu laufen und bereiteten ihn intensiv auf sein neues Leben vor.

 

Das Wunder geschah!!! Tobia bekam die Anfrage, die ihn aus seinem Gefängnisleben befreien würde.

 

Am 21.3. war es dann endlich so weit. Viele Gedanken hatte sich sein Frauchen im Vorfeld gemacht. Tobia-jetzt Toby-war jedoch unglaublich cool unterwegs. Er hat anscheinend sofort verstanden, dass er jetzt in seiner Familie angekommen war und benahm sich von Anfang an sehr ordentlich. Seine Geschäfte hat er sofort draußen erledigt und wie selbstverständlich nahm er Frauchens Bett in Beschlag. Letzteres war zwar nicht so geplant ….aber … 😊…wie kann man denn da „Nein“ sagen???

 

Den Bericht seines Frauchens über seine ersten Tage möchten wir gerne deshalb weiterleiten:

Liebe Claudia, ich wünsche Dir und Eurem ganzen Team schöne Osterfeiertage 🌞 und berichte kurz vom kleinen Tobeloni 😊.

 

Er läuft ganz toll an der Leine und lässt sich unterwegs durch nichts aus der Ruhe bringen, besonders cool findet er "Rennen" (also das, was er dafür hält...es wirkt noch etwas unbeholfen 😅).

Probleme hat er mit Türen, Enge und definitiv mit meinem vor zwei Tagen extra für die Hunde gekauften Auto🙈, weil er sofort gecheckt hat, dass er da früher oder später mal einsteigen muss...das wird eine ganz langwierige Sache, ihm da die Angst zu nehmen.

Er frisst mittlerweile sehr gut und in Ruhe, es keinen Futterneid und er liebt es, gebürstet zu werden ( Ersthündin „Schlawine“ jetzt plötzlich auch 😬) und sein Fell sieht schon viel besser aus. Gebadet habe ich ihn noch nicht, weil er jetzt nur noch normal nach Hund riecht und nicht mehr so eklig wie am Anfang 😖😄.

Nach wie vor ist er komplett stubenrein, damit hätte ich sie gar nicht gerechnet und schlafen möchte er seit Tag eins neben mir im Bett. Er sucht sehr viel körperliche Nähe, ist aber nicht aufdringlich dabei. Mit Schlawine kommt er zurecht und sie mit ihm, er orientiert sich teilweise an ihr aber eher an mir. Sie bellt übrigens weniger, Tobi hat bis jetzt nur mal gebellt, wenn er ganz allein hierbleiben musste (war aber nach einer Minute wieder ruhig).

Ich weiß nicht, wie zuverlässig dieser Tracker ist, der zeichnet Schlaf, Aktivität, Bellverhalten und Vitalfunktionen auf und da ist alles im besten Bereich.

So...ist jetzt doch etwas länger geworden.

Ganz viele liebe Grüße von uns ❤️

 

Und einige Tage später:

Tobi ist heute das erste Mal mit mir eine Runde durchs Wohngebiet gelaufen, an der Straße, an Gärten vorbei mit Rasenmähern, Kinder, Autos, ein Hubschrauber...

Er wusste gar nicht wo er zuerst hinschauen soll bei so vielen neuen Eindrücken und er hat das sooo toll gemacht! Fast nur an lockerer Schleppleine (außer zweimal am Bordstein und als er ein Stück Kacke gefunden hatte und mitnehmen wollte 😅). Zum Abschluss haben wir für ein paar Minuten auf einer Bank in der Sonne gesessen.

Ich finde das wirklich unglaublich, wie ein Hund mit so einer Vorgeschichte (oder besser gesagt gar keiner) so krass drauf sein kann. Also, dass er sich natürlich vor vielem kurz mal erschreckt, aber sofort orientiert ist und seine Ruhe und Neugier wiederfindet.“

 

Wir freuen uns unglaublich über diese Vermittlungs-Geschichte! Vom „nobody“ wurde Tobia zum geliebten Familienmitglied….und dieses eine Bild zusammen mit Pretty hat über sein Leben entschieden!!!

Tobi hat am 21.3. sein zuhause in Moringen bezogen. Wir freuen uns über weitere Berichte.

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