Xodos Leben hätte schlimmer nicht beginnen können. Er und seine Geschwister wurden von einem Menschen ohne Gewissen bewusst zum Sterben in einer verlassenen Gegend Sardiniens ausgesetzt. Dort wurden sie von Touristen gefunden und in ein uns gut bekanntes Canile (Tierheim) gebracht, da waren sie vom Tierarzt geschätzt, gerade einmal ca. 17 Tage! alt. Als unsere Kollegin dort wieder einmal zu Besuch war, fand sie die Welpen in einem Käfig vor. Das hört sich erst einmal schrecklich an und wahrlich ist es das auch, aber es war die einzige Möglichkeit, die Welpen zu retten. Da sie so winzig klein waren, konnte man sie in keinen Zwinger setzen, denn das wäre auch ihr sicherer Tod gewesen. Wir machten Xodo und seine Geschwister also in den Vermittlungsforen sichtbar und dann dauerte es auch nicht lange, bis er seine Adoptionsanfrage bekam. Da er allerdings noch viel zu jung war, musste seine Familie sich noch mehrere Wochen gedulden, bis er zu ihnen reisen konnte. Für Adoptanten ist es immer eine quälend lange Zeit, aber auch diese geht irgendwann um und am 08.06.2025 war es dann endlich soweit. Xodo wurde sehnlichst von seiner Familie erwartet und als sie ihn dann das erste Mal in Natura sahen, war das ein ganz besonderer Moment, der ihnen für immer in Erinnerung bleiben wird.
Xodo, jetzt Emil, wohnt nun in Rottweil und hat sich schon nach ein paar Tagen dort sehr gut eingelebt.
Mach es gut Emil, die Erinnerung an dein Käfigleben wird mit Sicherheit bald verblasst sein.
Übrigens: Emils Bruder Ximo sucht auch noch seine Familie. Er lebt zurzeit auf seiner Pflegestelle in Ulmen und kann dort gerne nach Rücksprache besucht werden.